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Formel 1
Großer Preis von Spanien in Barcelona
Jenson Button dominiert die Formel 1
Die deutsche WM-Hoffnung Sebastian Vettel hat bei der erneuten Spazierfahrt von Spitzenreiter Jenson Button den Anschluss im Titelrennen etwas verloren.
Jenson Button jubelt
Der Red-Bull-Pilot musste sich nach zuletzt zwei Podesträngen mit dem vierten Platz begnügen, während der Brite in Barcelona bereits seinen vierten Saisonsieg feierte. Button scheint auf dem Weg zum ersten WM-Triumph kaum noch zu stoppen zu sein und jubelte über Boxenfunk lautstark: "Fantastisch, fantastisch. Das Auto ist toll." Teamkollege Rubens Barrichello machte als Zweiter beim weitgehend langweiligen Großen Preis von Spanien den Erfolg der erneut bärenstarken "Brawnies" perfekt.
Formel "Gähn" droht
Mark Webber holte am Sonntag (10.05.09) im zweiten Red Bull beim fünften Formel-1-Saisonlauf überraschend den ersten Podestrang.
Wie einst zu Michael Schumachers Glanzzeiten, der nach zwei Pausen wieder als Berater am Ferrari-Boxenstand Tipps gab, droht in dieser Saison wegen Dominator Button eine "Formel Gähn". Der 29 Jahre alte Brite, dem noch vor wenigen Monaten das Abstellgleis gedroht hatte, führt nach fünf Grand Prix mit 41 Punkten souverän vor Barrichello (27). Der Gesamtdritte Vettel (23) büßte weiter an Boden ein.
Nick Heidfelds Hoffnung auf ein passendes Geburtstagsgeschenk beim Europa-Auftakt erfüllte sich nicht. Der 32 Jahre alt gewordene BMW- Sauber-Pilot sicherte sich als Siebter wenigstens zwei Zähler. Nico Rosberg wurde im Williams-Toyota nach 307,104 Kilometern Achter. Toyota-Pilot Timo Glock ging als Zehnter leer aus. Adrian Sutil war kurz nach dem Start unverschuldet ausgeschieden.
Keine Trendwende bei Ferrari und McLaren
Button hatte mit der Pole-Position die Voraussetzung für seinen insgesamt fünften Grand-Prix-Sieg geschaffen. Bei rund 24 Grad stand sein Erfolg auf dem 4,655 Kilometer langer Circuit de Catalunya nie in Gefahr. Nach 66 unspektakulären Runden hatte der Brawn-Mercedes- Pilot in 1:37:19,202 Stunden 13 Sekunden Vorsprung vor Barrichello.
Für die etablierten Teams blieb die erhoffte Trendwende ein Wunschtraum. Ferrari verspielte den greifbar nahen ersten Podestrang des Jahres, weil der lange drittplatzierte Felipe Massa am Schluss wegen Benzinmangels das Tempo drosseln musste und auf Rang sechs zurückfiel. Kimi Räikkönen musste seinen roten Renner nach 18 Runden wegen eines technischen Defektes abstellen. Für den Weltmeister von 2007 bedeutete dies den vierten "Nuller", nachdem er bislang nur in Bahrain als Sechster punkten konnte. Für McLaren-Mercedes kam es noch schlimmer: Titelverteidiger Lewis Hamilton wurde überrundet Neunter. Der Finne Heikki Kovalainen musste seinen Silberpfeil wegen eines technischen Defektes schon nach sechs Runden parken. BMW-Sauber blieben als Trost die beiden Punkte durch Heidfeld.
Vettel: Nachteile ohne KERS
Ausgeschieden: Adrian Sutil
Vettel hatte schon vor dem Start befürchtet, dass ihn Massa dank der Zusatz-PS durch das Energie-Rückgewinnungssystem KERS im stark verbesserten Ferrari überholen würde. In der ersten Kurve war dies Fakt: Trotz fairer Kampflinie konnte der 21 Jahre alte Hesse den Brasilianer nicht hinter sich lassen. Zudem war auch Rubens Barrichello im zweiten Brawn-Mercedes vorbeigezogen, so dass Vettel auf Rang vier zurückfiel und damit schon früh seine Siegchancen einbüßte. Zudem verlor er nach Problemen beim ersten Reifenwechsel ein paar Zehntel, wodurch Massa vor ihm blieb. Schumacher ballte danach zufrieden die Faust und ermunterte seinen ehemaligen "Fahrschüler" und Teamkollegen mit einem Nicken.
Bärenstarke "Brawnies"
Die beiden bärenstarken "Brawnies" fuhren vorneweg. Barrichello schnappte sich sogar Pole-Man Button, da er auf einer anderen Strategie unterwegs war. Vettel folgte Massa als Vierter. Auch nach dem ersten Boxenstopp blieb Barrichello bei seinem 275. Formel-1- Rennen an der Spitze, ehe er dann relativ früh zum zweiten Nachtanken einbog.
Für Adrian Sutil war das Rennen bereits in der ersten Runde vorbei. Der Force-India-Pilot aus Gräfelfing kollidierte mit Jarno Trullis Toyota, nachdem der Italiener nach einem Dreher komplett verkehrswidrig auf die Strecke zurückgekehrt war. "Es ging so schnell. Ich konnte gar nichts machen", schilderte Sutil den Crash in der dritten Kurve.
Trulli gab Nico Rosberg die Schuld, der ihn behindert habe. Um eine drohende Kollision zu vermeiden, reagierten beide Toro Rosso-Piloten unabhängig voneinander und krachten dafür aber ineinander, so dass nach wenigen Sekunden bereits ein Fünftel des Feldes eliminiert war. Das Safety Car musste den Grand Prix fünf Umläufe lang neutralisieren, um die Trümmerteile wegzuräumen.
dpa | Stand: 10.05.2009, 21:24
Samstag, 13.03.2010
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