Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Standort.

11.03.2010 | 23.13 Uhr

Formel 1

Deftige Strafe für Sebastian Vettel

Brawn GP macht die Sensation perfekt

Der deutsche Hoffnungsträger Sebastian Vettel hat beim sensationellen Brawn-Doppelsieg zum Formel-1-Auftakt 2009 in Melbourne mit einem Eigentor einen sicheren Podestplatz verspielt. "Ich bin ein Idiot, das tut mir sehr, sehr, sehr leid", sagte der 21-Jährige nach einer Rodeo-Einlage seinem Red-Bull-Team über Funk. Vettel riskierte im Kampf um Platz zwei gegen den schnelleren Robert Kubica im BMW-Sauber zuviel und riss sich und den Polen vier Runden vor Schluss aus dem Rennen.

Der Heppenheimer muss außerdem 50.000 Dollar Strafe zahlen, weil er mit seinem defekten Red Bull weitergefahren war. Die Stewards, die zu dem Ergebnis kamen, dass Vettel an der Karambolage mit dem BMW-Sauber-Piloten Robert Kubica drei Runden vor Schluss Schuld hatte, entschieden zudem: In der Startaufstellung für den Grand Prix am kommenden Sonntag in Malaysia rückt Vettel automatisch zehn Plätze zurück.

Bis dahin hatte Vettel nach einer blitzsauberen Leistung sogar an seinem zweiten Sieg geschnuppert, doch Jenson Button war im Brawn-Mercedes einfach zu schnell. Der Brite feierte vor rund 100.000 Zuschauern beim Großen Preis von Australien, der von Protesten und Chaos geprägt war, seinen zweiten Grand-Prix-Erfolg nach Ungarn 2006.

Button fuhr die letzten Kilometer im Albert Park im Schongang und lag nach 58 Runden und in einer Safety-Car-Phase 0,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (Brasilien). Als Dritter war zuerst Jarno Trulli im Toyota vor Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) gewertet worden, der Italiener verlor jedoch den Podestplatz nach Protesten. Trulli hatte während einer Gelbphase unerlaubterweise überholt und wurde deswegen von den Renn-Kommissaren nachträglich mit einer 25-Sekunden-Strafe belegt worden. Im Klassement rückte so Weltmeister Lewis Hamilton auf Rang drei vor. Der Brite war vom 18. Platz aus gestartet.

Rosberg mit großem Reifenproblem

Bester der fünf deutschen Fahrer war Timo Glock, der im Toyota den vierten Platz belegte. Nico Rosberg, der lange Zeit sogar auf Podestkurs fuhr, musste sich nach einem Fehler bei der Reifenwahl letztlich im Williams mit Rang sechs begnügen. Adrian Sutil landete im Force-India-Mercedes auf Position neun. Das deutsche Schlusslicht im Ziel war Nick Heidfeld, der im BMW-Sauber auf Platz zehn enttäuschte.

Ob Button den Sieg behalten darf, muss das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA am 14. April in Paris entscheiden. Dann wird der Protest von Ferrari, Renault und Red Bull gegen Brawn, Toyota und Williams verhandelt. Nach Ansicht der Kläger fahren die Rivalen mit einem illegalen Heck-Diffusor, der pro Runde einen Vorteil von mindestens einer halben Sekunde bringen soll.

Debakel für Ferrari

Letztmals hatte ein neues Team vor 32 Jahren gleich das erste Rennen gewonnen. 1977 siegte der Südafrikaner Jody Scheckter beim Großen Preis von Argentinien in einem Auto von Wolf.

Ein Debakel erlebte das Weltmeister-Team Ferrari. Ex-Champion Kimi Räikkönen schied nach einem Mauer-Crash aus, der WM-Zweite Felipe Massa musste mit technischem Defekt aufgeben.

Beim Start wurde das pfeilschnelle Brawn-Duo Button und Barrichello gesprengt: Der Brasilianer konnte nur mit Mühe den Motor seines Wagens am Laufen halten und fiel vom zweiten auf den siebten Platz zurück. Ganz vorn enteilte Button dem Feld. Nur Vettel konnte mit dem Briten, der zum vierten Mal in seiner Karriere auf der Pole Position stand, zunächst mithalten.

Heidfeld und Sutil kollidieren in der ersten Kurve

Pech hatten Heidfeld und Sutil, die beide in eine Karambolage in der ersten Kurve verwickelt waren und zur Reparatur ihrer Autos in die Box mussten. Mit einer Runde Rückstand fuhren sie schließlich dem Feld hinterher. Für einen anderen Bruchpiloten war das Rennen gelaufen, der Finne Heikki Kovalainen fuhr mit seinem beschädigten McLaren-Mercedes direkt in die Garage.

Vettel legte von den Topfahrern den ersten Boxenstopp ein (17. Runde), Rosberg folgte direkt dahinter. Bei der Williams-Mannschaft klemmte es allerdings, der 23-Jährige stand 21,1 Sekunden und fiel vom dritten auf den 12. Rang zurück.

Nachdem Button in der 19. Runde seinen Halt eingelegt hatte, musste das Safety Car auf die Strecke. Der Grund: Der Japaner Kazuki Nakajima hatte den Williams in die Mauer gesetzt. Nach vier Runden war das Rennen wieder freigegeben. Button blieb vorn, gefolgt von Vettel und Massa.

Nach einem tollen Zwischenspurt saß Kubica im BMW-Sauber Vettel im Nacken. Der Pole legte von der Spitzengruppe als erster Fahrer seinen zweiten Halt ein (39. Runde) und rutschte zunächst auf den sechsten Platz zurück. Als dann auch Vettel (46.) und Button (47.) ihren zweiten Stopp absolviert hatten, war die alte Reihenfolge wieder hergestellt. Vettels Crashkurs wirbelte dann die Podestplätze in der turbulenten Schlussphase durcheinander.

sid | Stand: 29.03.2009, 12:20

 

Lesezeichen setzen:

  • Logo: Yigg
  • Logo: del.icio.us
  • Logo: Mr. Wong
  • Logo: Linkarena
  • Logo: Webnews
  • empfehlen Seite empfehlen
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Sport im Ersten
  • Heute
  • Morgen
  • Sa
  • So
  • Mo
  • Di
  • Mi

Samstag, 13.03.2010

  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau

    3. Liga

  • 18:30 Uhr bis 18:54 Uhr Sportschau
  • 18:55 Uhr bis 19:57 Uhr Sportschau
  • 23:00 Uhr bis 01:00 Uhr Sportschau live - Boxen im Ersten

Sonntag, 14.03.2010

  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau

    Der Sport vom Wochenende






sportschau-Live-Ticker
  • Heute
  • Morgen
  • Sa
  • So
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do

Sonntag, 14. März 2010

13:00 Uhr · Formel 1
Großer Preis von Bahrain


Formel 1 | WM
RangNameP
1Jenson Button95
2Sebastian Vettel84
3Rubens Barrichello77
4Mark Webber69.5
5Lewis Hamilton49


 Standort:

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, Deutschlandradio, DW