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DTM
Die Chronik der DTM-Saison 2009
Gute Action und viel Aufregung
Wie in einer guten Ehe: Zwischen den Marken Mercedes und Audi gab es 2009 viele heiße Szenen, aber auch ordentlich Zoff auf den DTM-Rennstrecken zwischen Oschersleben und Barcelona, zwischen Brands Hatch und dem Norisring. Die Rennen in der Übersicht.
1. Lauf, Hockenheim
Feierstimmung in Ingolstadt: Der Däne Tom Kristensen besherte Audi beim Saisonauftakt einen Vierfacherfolg. Der 41-jährige Le-Mans-Rekordsieger, der kurz zuvor noch seinen Abschied aus der DTM nach dieser Saison angekündigt hatte, setzte sich knapp vor Titelverteidiger Timo Scheider und den Jahreswagen-Fahrern Oliver Jarvis und Markus Winkelhock durch. Kristensen profitierte allerdings von einem Reifenplatzer seines schwedischen Markenkollegen Mattias Ekström, der bis drei Runden vor dem Ende einem scheinbar sicheren Start-Ziel-Sieg entgegengefahren war. Mercedes erlebte wie schon in den beiden Vorjahren ein Debakel zum Saisonauftakt: Bester Pilot im 100. Rennen seit Beginn der neuen DTM war Vize-Meister Paul di Resta aus Großbritannien auf Platz fünf. [Rennbericht]
2. Lauf, Lausitzring
Mercedes-Pilot Gary Paffett gewann das zweite Saisonrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz und verschaffte Mercedes nach dem verkorksten Auftakt in Hockenheim zwei Wochen zuvor eine gelungene Rehabilitation. Der 28-jährige Brite setzte sich nach einer fahrerisch wie taktisch starken Vorstellung vor seinem Markenkollegen Bruno Spengler aus Kanada durch. Bester Audi-Pilot war Ex-Champion Mattias Ekström aus Schweden, der von der Pole Position gestartet auf dem dritten Platz landete. Titelverteidiger Timo Scheider belegte in seinem Audi A4 den fünften Platz hinter Mercedes-Pilot Paul di Resta aus Großbritannien. [Rennbericht]
3. Lauf, Norisring
Es bleibt dabei: Audi kann auf der "Heimstrecke" am Norisring einfach nicht gewinnen. Trotz langer Führung von Vorjahres-Champion Timo Scheider gewann Mercedes-Pilot Jamie Green den dritten Lauf der DTM auf dem Norisring. Der Brite setzte somit die Erfolgsserie von Mercedes in Nürnberg fort - für die Stuttgarter war es bereits der siebte Erfolg in Serie. Zudem sorgte der 27-Jährige für den erst zweiten Jahreswagensieg in der Geschichte der DTM. Den bislang einzigen Sieg eines "Jahreswagens" hatte 2007 in Oschersleben Greens Landsmann und Markenkollege Gary Paffett gefeiert. Hinter Green machte Bruno Spengler den neuerlichen Doppelerfolg für Mercedes an der Noris perfekt. Erst dahinter fuhren mit Mattias Ekström und Timo Scheider die ersten Audi-Piloten über die Ziellinie. Auf Rang fünf landete Lausitzring-Sieger Gary Paffett, dahinter fuhr Neuwagen-Pilot Ralf Schumacher die ersten drei Punkte 2009 ein. [Rennbericht]
4. Lauf, Zandvoort
Der Brite Gary Paffett gewann das vierte Saisonrennen im niederländischen Zandvoort und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Der Mercedes-Pilot verwies mit einem fehlerfreien Rennen den zweimaligen Champion Mattias Ekström aus Schweden im Audi auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Brite Oliver Jarvis (Audi), der nach dem Qualifying als erster Fahrer der DTM-Geschichte in einem Jahreswagen auf der Pole Position gestanden hatte. Auf Rang vier landete mit Alexandre Prémat aus Frankreich ein weiterer Jahreswagenpilot. Vier Fahrer von Audi wurden von den Rennkommissaren nach dem Rennen aus der Wertung genommen. Markus Winkelhock war in der Auslaufrunde ohne Sprit liegengeblieben. Timo Scheider und Prémat erschienen zu spät zum Wiegen und verloren die Plätze vier und acht. Und der havarierte Christian Bakkerud erschien nach dem Rennen überhaupt nicht mehr zur Gewichtskontrolle. Überschattet wurde das Ergebnis vom schweren Vorwurf der Stallregie bei Audi. Der auf Rang fünf liegende Ekström überholte wenige Runden vor Schluss die vor ihm platzierten Markenkollegen Tomczyk, Jarvis und Prémat mühelos. [Rennbericht]
5. Lauf, Oschersleben
Titelverteidiger Timo Scheider siegte beim fünften Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters und Audi bescherte damit im 100. Jahr des Bestehens den insgesamt 50. Sieg in der DTM. Der Audi-Pilot setzte sich in Oschersleben souverän vor seinen Markenkollegen Mattias Ekström und Martin Tomczyk durch. Überraschend kam der Triumph der "Audianer" allerdings nicht, hatte die Konkurrenz von Mercedes aufgrund der drei vorangegangenen Siege doch 20 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord und war somit zumindest im Kampf um die Spitzenplätze chancenlos. Dementsprechend zufrieden zeigten sich die Mercedes-Verantwortlichen, da sich hinter den drei Audi-Neuwagen gleich vier Mercedes' auf den Plätzen vier bis sieben platzieren konnten. Der Brite Paul di Resta war dabei bester Stern-Fahrer, sein Markenkollege Gary Paffett verteidigte durch den fünften Rang zur Saison-Halbzeit hauchdünn die Führung in der Meisterschaftswertung. Kurios: Tom Kristensen warf bereits zu Beginn des Rennens in Oschersleben ein gutes Ergebnis weg: An der Startbox rollt der Däne einige Zentimeter zu weit vor und wurde mit einer Strafe belegt. [Rennbericht]
6. Lauf, Nürburgring
Audi feierte beim sechsten Saison-Rennen im Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Nürburgring einen Vierfach-Erfolg und eroberte die Führung in der Gesamtwertung zurück. Pole-Setter Martin Tomczyk feierte dabei wie schon im Jahr 2007 einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. Für den 27-Jährigen war es der vierte DTM-Erfolg seiner Karriere. Knapp hinter dem Rosenheimer landeten Timo Scheider und Mattias Ekström auf den weiteren Podiumsplätzen. Markus Winkelhock komplettierte als bester Jahreswagenpilot das Audi-Quartett an der Spitze. Dahinter führte der Engländer Jamie Green auf Platz fünf ein Mercedes-Quartett auf den weiteren Punkterängen an. Der Kanadier Bruno Spengler und der ehemalige Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher landeteten dabei auf den Positionen sechs und sieben. Gary Paffett, vor dem Rennen Führender in der Gesamtwertung, kämpfte sich nach Platz 16 im Qualifying immerhin noch auf den achten Rang vor. [Rennbericht]
7. Lauf, Brands Hatch
Mercedes-Pilot Paul di Resta gewann den siebten von zehn Läufen vor Titelverteidiger Timo Scheider und dessen Markenkollegen Martin Tomczyk. Auf Platz vier folgte mit Gary Paffett ein weiterer "Sternfahrer", der Schwede Mattias Ekström landete auf Platz fünf. Der Kanadier Bruno Spengler überquerte als Sechster die Ziellinie. Hinter dem Mercedes-Piloten fuhren mit Mike Rockenfeller und Oliver Jarvis zwei Jahreswagen in die Punkte. Ralf Schumacher verpasste als Neunter seinen dritten Punkterang in dieser Saison nur knapp. Tomczyk unterstützte Scheider im Titelkampf und handelte sich erneut harsche Kritik der Fans ein. [Rennbericht]
8. Lauf, Barcelona
Titelverteidiger Timo Scheider konnte sich trotz Startplatz fünf gegen die Konkurrenz durchsetzen und in der katalanischen Metropole seinen zweiten Saisonsieg nach dem Erfolg in Oschersleben Anfang August bejubeln. Der Audi-Fahrer verwies seine Markenkollegen Tom Kristensen aus Dänemark und Martin Tomczyk aus Rosenheim auf die Plätze zwei und drei. Erst dahinter folgten Scheiders schärfste Titelkonkurrenten: Gary Paffett aus Großbritannien im Mercedes wurde Vierter - und Audi-Pilot Mattias Ekström aus Schweden musste sich hinter Bruno Spengler gar mit Platz sechs zufrieden geben. [Rennbericht]
9. Lauf, Dijon
Gary Paffett gewann das vorletzte DTM-Rennen der Saison und verschob die Entscheidung über den Fahrer-Titel auf das Saisonfinale am 25. Oktober in Hockenheim. Der britische Mercedes-Pilot führte beim ersten DTM-Gastspiel in Dijon ein Mercedes-Quintett an. Hinter dem DTM-Champion von 2005 landeten Paul di Resta, Bruno Spengler, Jamie Green und Ralf Schumacher auf den Plätzen. Titelverteidiger Timo Scheider belegte nach seinem verkorksten Qualifying immerhin noch den sechsten Rang. Pech hatte Mattias Ekström, der in Führung liegend nach einem Reifenschaden nicht über Platz neun hinauskam. [Rennbericht]
10. Lauf, Hockenheim
Timo Scheider hat seinen Titel in der DTM verteidigt. Als erster DTM-Fahrer seit Rekord-Champion Bernd Schneider 2001 konnte der Wahl-Österreicher somit zwei Mal in Folge das Deutsche Tourenwagen Masters gewinnen. Dem Audi-Piloten reichte beim letzten Saisonlauf auf dem Hockenheimring ein zweiter Platz hinter Verfolger Gary Paffett im Mercedes, um seinen Vorjahres-Triumph zu wiederholen. Dritter wurde der Schotte Paul di Resta im Mercedes, dahinter landeten mit Alexandre Prémat (Audi), Jamie Green (Mercedes) und Oliver Jarvis (Audi) drei Jahreswagenfahrer auf den Plätzen vier bis sechs. Tom Kristensen scheidet in seinem letzten DTM-Rennen aus.[Rennbericht]
jo | Stand: 23.10.2009, 19:12
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