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1. Sportler

Ahlmann, Christian

Ahlmann, Christian

Christian Ahlmann wurde vom Wettbewerb der Springreiter bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking suspendiert und für vier Monate gesperrt. Bei seinem Wallach wurde das Mittel Capsaicin nachgewiesen, das die Vorderbeine des Pferdes schmerzempfindlicher macht; das Tier springt dann aus Angst höher über Hindernisse. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat Ahlmann für zwei Jahre von internationalen Einsätzen ausgeschlossen.

Aldag, Rolf

Aldag, Rolf

Der ehemalige Radprofi fuhr zwischen 1993 bis 2005 für das Team Telekom und das T-Mobile-Team. Nach dem Fuentes-Skandal 2006 und der Entlassung Jan Ullrichs übernahm Aldag den Posten des Sportdirektors bei T-Mobile und gab sich als Vorkämpfer gegen Doping. Im Mai 2007 gestand er, während seiner Profikarriere EPO genommen zu haben, durfte seinen Posten in der Teamleitung aber dennoch behalten.

Armstrong, Lance

Armstrong, Lance

Lance Armstrong ist der erfolgreichste Radfahrer der Geschichte. Nachdem der Amerikaner eine Krebserkrankung überstanden hatte, gewann er sieben Mal die Tour de France. 2005 beendete er zunächst seine Karriere, gab jedoch im Januar 2009 bei der Tour Down Under sein Comeback im Rennsattel. Immer wieder gab es in der Öffentlichkeit Dopingvorwürfe. 2005 wurde in einer Armstrong-Urinprobe von 1999 das Bluthormon Epo nachgewiesen. Die B-Probe konnte nicht mehr analysiert werden.

Basso, Ivan

Basso, Ivan

Ivan Basso wurde 2006 als einer der Topfavoriten von der Tour de France ausgeschlossen. Der Radprofi gab 2007 zu, Kontakte zu dem spanischen Arzt Fuentes gehabt zu haben. Nach einer zweijährigen Sperre wegen versuchten Dopings kehrte Basso im Herbst 2008 als Fahrer des Teams Liquigas in den Radsport zurück.

Baumann, Dieter

Baumann, Dieter

Dieter Baumann ist Olympiasieger 1992 über 5000m, wurde wegen seiner Lauferfolge über die Mittelstrecke der ?weiße Kenianer? genannt. Setzte sich vehement für einen sauberen Sport ein, wurde 1999 bei einer Dopingkontrolle allerdings positiv getestet. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt. Baumann beteuert seine Unschuld, seine Zahnpasta sei vergiftet worden.

Blume, Marc

Blume, Marc

Marc Blume - einer der schnellsten Menschen in Deutschland. Hallen-Europameister 1996. Leichtathlet mit sauberem Image. Setzt sich für den Kampf gegen Doping ein.

Börjesson, Jörg

Börjesson, Jörg

Jörg Börjesson war Bodybuilder, der dopte. Dann bekam er gesundheitliche Probleme. Nun kämpft er an der Basis für einen sauberen Sport.

Böse, Birgit

Böse, Birgit

Birgit Böse musste als Kugelstoßerin in der DDR Anabolika einnehmen ? ohne es zu wissen. Schon mit 14 Jahren bekam sie Oral-Turinabol, eine Abwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Unter den Folgen leidet sie noch heute. In Berlin engagiert sie sich jetzt in der Doping-Opfer-Hilfe.

Busch, Florian

Busch, Florian

Florian Busch hat mit seiner verweigerten Dopingkontrolle nach einem Spiel der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft indirekt einen sportpolitischen Eklat ausgelöst. Weil der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) den Spieler der Eisbären Berlin nur verwarnte, statt ihn zu sperren, entzog das Bundesinnenministerium dem Verband vorübergehend die Fördergelder. Die Nationale Anti-Doping-Agentur kündigte zudem ihren Vertrag mit dem DEB.

Chambers, Dwain

Chambers, Dwain

Dwain Chambers ist als Sprinter 2003 im Zuge der Balco-Affäre wegen der Einnahme des künstlich hergestellten Designersteroids Tetrahydrogestrinon, kurz THG, für zwei Jahre gesperrt worden. Der Brite wurde lebenslang von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

D'Hont, Jef

D'Hont, Jef

Der Belgier war nach seiner Karriere als Radprofi seit 1964 in der Radsportszene als professioneller Pfleger tätig. Zwischen 1992 und 1996 betreute er die Fahrer des Teams Telekom. In seinen Memoiren, die im April 2007 erschienen, berichtete d?Hont von systematischem Doping innerhalb des Bonner Rennstalls. Seine Enthüllungen lösten eine Geständniswelle ehemaliger Telekom-Profis aus.

Elze, Jupp

Elze, Jupp

Jupp Elze war ein erfolgreicher deutscher Boxer, der 1968 nach einem Kampf bewusstlos zusammenbrach und wenige Tage später starb. In seinem Blut fand man Aufputschmittel. Sein Tod gilt in Deutschland als einer der ersten Dopingfälle des modernen Sportzeitalters.

Evers, Meike

Evers, Meike

Meike Evers gewann als Ruderin bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille mit dem Doppelvierer. Die Kriminalkommissarin ist eine von drei Anti-Doping-Vertrauensleuten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Griffith-Joyner, Florence

Griffith-Joyner, Florence

Florence Griffith-Joyner war Ende der 80er Jahre die schnellste Frau der Welt und gewann 1988 drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen. Wegen ihrer sportlichen Dominanz gab es immer wieder Dopingvorwürfe. Allerdings waren alle elf Dopingtests in ihrer stärksten Saison negativ. Acht Jahre nach Olympia in Seoul erlitt sie einen Schlaganfall. Im Alter von 38 Jahren starb sie 1998. Offizielle Todesursache: Ein epileptischer Anfall während des Schlafs, der durch eine angeborene Abnormität des Hirns hervorgerufen wurde.

Järmann, Rolf

Järmann, Rolf

Rolf Järmann fuhr von 1987 bis 1999 als Radprofi für verschiedene Schweizer, belgische, italienische und französische Rennställe. In dieser Zeit gelangen ihm 28 Siege, darunter zwei Etappen der Tour de France und beim Amstel Gold Race. Nach dem Ende seiner Karriere gestand er zunächst anonym dann namentlich, mit EPO gedopt zu haben. Heute arbeitet Järmann als Webpublisher.

Jaksche, Jörg

Jaksche, Jörg

In der Serie der Dopinggeständnisse 2007 nimmt der Radprofi Jörg Jaksche eine Ausnahmestellung ein. Er gab zu, über Jahre systematisch gedopt zu haben. Dabei beschuldigte er die Teamleiter seiner ehemaligen Mannschaften Polti, Team Telekom, Once, CSC und Liberty Seguros massiv. Jaksche will sich den Anti-Doping-Kämpfern als Kronzeuge zur Verfügung stellen.

Johnson, Ben

Johnson, Ben

Ben Johnson war in den 80er Jahren der schnellste Mann der Welt, lief 1988 die 100m bei den Olympischen Spielen in Seoul in 9,79 Sekunden ? Weltrekord. Zwei Tage später wurde Johnson des Anabolika-Missbrauchs überführt ? bis heute einer der spektakulärsten Dopingfälle.

Jones, Marion

Jones, Marion

Marion Jones war der Star der Olympischen Spiele von Sydney im Jahr 2000. Die US-Sprinterin gewann dort fünf Medaillen. Im Zuge des Balco-Skandals geriet Jones erstmal unter Dopingverdacht, leugnete jedoch zunächst vehement. Im Oktober 2007 musste sie vor Gericht jedoch einräumen, Jahre lang gedopt zu haben. Für eine vorherige Falschaussage wurde sie deshalb Anfang 2008 zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Jones wurde aus allen Ergebnislisten seit 2000 gestrichen und musste ihre Medaillen zurückgeben.

Kohl, Bernhard

Kohl, Bernhard

Bernhard Kohl war die große Überraschung der Tour de France 2008. Der für das Team Gerolsteiner fahrende Österreicher gewann das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers und beendete die Rundfahrt als Gesamtdritter. Bei Nachtests der französischen Anti-Doping Agentur (AFLD) wurde Kohl im Oktober 2008 positiv getestet auf das EPO-Präparat Cera getestet. Der Radprofi verzichtete auf die Öffnung der B-Probe und gab Doping zu, trug dabei allerdings nach Ansicht der NADA Austria nicht zu einer umfassenden Aufklärung bei und wurde deshalb bis zum 3.7.2010 gesperrt.

Krieger, Andreas/Heidi

Krieger, Andreas/Heidi

Andreas Krieger wurde 1966 als Heidi Krüger geboren und ist eine ehemalige DDR-Kugelstoßerin. Sie wurde ab einem Alter von 16 Jahren nichtwissentlich mit Anabolika und männlichen Hormonen behandelt. Er wechselte die Geschlechtsrolle, unterzog sich 1997 einer geschlechtsangleichenden Operation und nahm den Namen Andreas an.

Landis, Floyd

Landis, Floyd

Der Amerikaner Floyd Landis war der erste Tour-de-France-Sieger, der des Dopings überführt wurde und dessen Erfolg deshalb nachträglich annulliert wurde. In der Dopingprobe, die er nach seinem spektakulären Etappensieg in Morzine abgegeben hatte, befand sich Testosteron. Landis wurde daraufhin für zwei Jahre gesperrt und scheiterte auch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS mit dem Versuch, die Sperre aufzuheben. Im Februar 2009 gab er sein Comeback als Radprofi bei der Tour of California.

Rasmussen, Mikael

Rasmussen, Mikael

Der dänische Radprofi Mikael Rasmussen war einer der Hauptdarsteller der Skandal-Tour 2007. Nachdem er sich tagelang wahnwitzige Sprintduelle mit dem späteren Sieger Alberto Contador in Alpen und Pyrenäen geliefert hatte, trug Rasmussen das Gelbe Trikot. Sein Team nahm ihn jedoch noch vor dem Ende der Rundfahrt aus dem Rennen, weil er im Vorfeld der Tour mehrfach falsche Angaben zu seinem Aufenthaltsort gemacht und sich so den Dopingkontrollen entzogen hatte. Rasmussen wurde rückwirkend zum 25. Juli 2007 für zwei Jahre gesperrt. Sein Einspruch vor dem CAS scheiterte.

Riis, Bjarne

Riis, Bjarne

Der Däne gewann 1996 die Tour de France im Trikot des Bonner Rennstalls Team Telekom. Riis, der inzwischen das Team CSC leitet, gab zu, bei seinem Toursieg mit EPO gedopt zu haben und wurde daraufhin aus den Siegerlisten gestrichen und zur persona non grata erklärt.

Simpson, Tom

Simpson, Tom

Tom Simpson starb 1967 während einer Tour-de-France-Etappe am Mont Ventoux. Der britische Radsportler ? einer der besten seiner Zeit ? hatte eine Überdosis Amphetamine eingenommen.

Sinkewitz, Patrik

Sinkewitz, Patrik

Patrik Sinkewitz wurde 2007 bei einer Trainingskontrolle positiv auf Testosteron getestet. Der positive Test wurde allerdings erst während der Tour de France im selben Jahr bekannt. Daraufhin zogen sich ARD und ZDF aus der Liveübertragung der Tour zurück. Sinkewitz gestand sein Vergehen und sagte als Kronzeuge aus. Dabei belastete er die Teamärzte des T-Mobile-Teams schwer. Sinkewitz berichtete u.a., am Tag des Prologs der Tour de France 2006 in der Uniklinik Freiburg eine Bluttransfusion erhalten zu haben. Wegen seiner umfassenden Aussagen wurde Sinkewitz? Sperre auf ein Jahr verkürzt. Seit Januar 2009 steht er bei einem zweitklassigen tschechischen Team unter Vertrag.

Schumacher, Stefan

Schumacher, Stefan

Mit Siegen bei beiden Zeitfahren der Tour de France 2008 gehörte Stefan Schumacher zu den größten Gewinnern. Im Oktober wurde jedoch eine positive A-Probe auf das Blutdopingmittel Cera bekannt. Sein neuer Rennstall Silence-Lotto kündigte daraufhin den Vertrag mit dem ehemaligen Gerolsteiner-Fahrer. Schumacher bestreitet Doping und kämpft mit Hilfe seines Anwalts Michael Lehner gegen eine Sperre. Lehner hat inzwischen wegen fehlender Unterlagen der zuständigen französischen Antidoping-Agentur die Einstellung des Verfahrens beantragt.

Ullrich, Jan

Ullrich, Jan

Jan Ullrich, ehemaliger deutscher Radprofi, Tour-de-France-Gewinner 1997. Ullrich kämpfte bis 2005 vergeblich gegen Lance Armstrong um den Tour-Sieg. Im Sommer 2002 wurde er positiv auf Amphetamine getestet und ein halbes Jahr gesperrt. 2006 wurde er wegen Dopingverdachts von der Tour de France ausgeschlossen. Der Vorwurf: Blutdoping. Nach einem DNA-Abgleich ist klar, dass beim spanischen Arzt Fuentes sichergestellte Blutbeutel von ihm stammen.

Virenque, Richard

Virenque, Richard

Richard Virenque zählt zu den erfolgreichsten Bergfahrern der Radsport-Geschichte. Er war 1998 einer der Hauptpersonen in der großen Dopingaffäre um den Rennstall Festina und gestand nach vielen öffentlichen Unschuldsbeteuerungen schließlich vor Gericht die Einnahme von Epo-Mitteln. 2004 beendete er seine Radsport-Karriere.

Zabel, Erik

Zabel, Erik

Der gebürtige Berliner gewann unter anderem sechs Mal das Grüne Trikot des besten Sprinters bei der Tour de France und genoss das Image eines Saubermanns. Im Zuge der Doping-Enthüllungen des ehemaligen Telekom-Masseurs Jef d?Hont räumte Zabel ein, während der Tour de France 1996 eine Woche lang EPO ?getestet? zu haben. Er habe das Mittel aber nicht vertragen und deshalb wieder abgesetzt.

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2. Mediziner und Doping-Experten

Augustin, Roland

Augustin, Roland

Roland Augustin arbeitet von 2003 bis 30. Juni 2007 als Geschäftsführer der Nationalen Antidoping-Agentur (NADA) in Bonn. Unter seiner Regie werden mehr als 8000 Dopingproben im Jahr durchgeführt. Augustin war wegen zahlreicher Pannen bei Dopingkontrollen und mangelhafter Informationspolitik zunehmend in die Kritik geraten.

Boos, Carsten

Boos, Carsten

Carsten Boos ist Spezialist für ?Doping beim Freizeit- und Breitensport? in der Orthopädischen Klinik der medizinischen Universität Lübeck.

Franke, Werner

Franke, Werner

Werner Franke ist als Professor für Biowissenschaften (Zellbiologie) der Universität Heidelberg eigentlich Krebsforscher, kämpft aber engagiert gegen Dopingmissbrauch im Sport. Gemeinsam mit seiner Frau Birgit Berendonk hat sich Franke in den 90er Jahren um die Aufarbeitung der Dopingvergehen in der DDR verdient gemacht.

Fuentes, Eufemiano

Fuentes, Eufemiano

Dr. Eufemiano Fuentes wird beschuldigt, als Arzt Leistungssportler beim Blutdoping unterstützt zu haben. Zu seinen Patienten zählten unter anderem Ivan Basso, Jan Ullrich und Jörg Jaksche.

Heinrich, Lothar

Heinrich, Lothar

Der Sportmediziner der Universität Freiburg betreute jahrelang die Radprofis des Teams Telekom. In dieser Funktion versorgte er die Profis mit Dopingmitteln. Heinrich gestand wie sein Kollege Andreas Schmid Fahrern das verbotene Mittel EPO gespritzt zu haben und wurde daraufhin von der Uni Freiburg suspendiert.

Huber, Georg

Huber, Georg

Der inzwischen von der Universität Freiburg entlassene Sportmediziner war seit 1972 betreuender Arzt beim Bund Deutscher Radfahrer und ab 1982 medizinischer Koordinator des BDR. Huber betreute zudem die Athleten des Deutschen Skiverbandes sowie die behinderten Sportler bei den Paralympics. Nach einem entsprechenden Zeitungsbericht gestand er, in der Zeit von 1980 bis 1990 einzelnen U-23-Straßenradfahrern Testosteron verabreicht zu haben.

Müller, Rudhard Klaus

Müller, Rudhard Klaus

Rudhard Klaus Müller führte von 1992 bis 2006 das Dopinglabor in Kreischa bei Dresden. Er ist Professor für Forensische Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Universität Dresden.

Niessen, Christoph

Niessen, Christoph

Christoph Niessen (38) war von Juli 2007 bis März 2008 Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping-Agentur Deutschland. Zuvor war der promovierte Sportwissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln neun Jahre lang Geschäftsführer des Sportbundes Rheinland in Koblenz. Niessen war zudem Gastdozent unter anderem an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Seit 1.Juli 2008 ist er Vorstand der Geschäftsführung des Landessportbundes NRW.

Schänzer, Wilhelm

Schänzer, Wilhelm

Wilhelm Schänzer gehört zu den führenden Doping-Experten in Deutschland. Leitet seit 1995 das Institut für Biochemie an der deutschen Sporthochschule in Köln.

Schmid, Andreas

Schmid, Andreas

Betreute als Sportmediziner wie sein Kollege Lothar Heinrich jahrelang die Radprofis des Teams Telekom. Auch er musste eingestehen, die Athleten mit EPO versorgt zu haben. Nach seinem Geständnis verlor auch Schmid seinen Job bei der Uni Freiburg.

Spitz, Ulrike

Spitz, Ulrike

Sprecherin der Nationalen Anti-Dopingagentur (NADA)

Springstein, Thomas

Springstein, Thomas

Thomas Springstein, Ehemann und Trainer der Weltklasseathletin Grit Breuer, wurde im Oktober 2007 wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und Weitergabe von Dopingmitteln an Minderjährige zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Angezeigt worden war Springstein von der Sprinterin Ann-Kathrin Elbe. Im Verlauf des Prozesses wurden E-Mails bekannt, die den Verdacht nahe legen, dass Springstein in ein internationales Dopingnetzwerk eingebunden war. Eine Aufklärung gab es jedoch nicht, da das Verfahren aufgrund eines Deals zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht verkürzt wurde. Der Anti-Dopingexperte Werner Franke hat daraufhin im November 2008 Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Springstein gestellt.

Thevis, Mario

Thevis, Mario

Mario Thevis, geboren 1973, studierte Sport und Chemie in Köln und Aachen. 2001 promovierte er am Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln und leitet dort seit 2006 das Zentrum für präventive Dopingforschung.

Treutlein, Gerhard

Treutlein, Gerhard

war Leichtathlet und Trainer. Seit 1971 lehrt er als Sportwissenschaftler und Doping-Experte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er engagiert sich seit rund 30 Jahren für den Kampf gegen Doping.

Wengoborsky, Klaus

Wengoborsky, Klaus

Klaus Wengoborsky ist Dopingfahnder ? einer von rund 70 in Deutschland. Sein Einsatzgebiet: NRW.

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3. Politiker und Funktionäre

Bach, Thomas

Bach, Thomas

Thomas Bach gehört zu den führenden Sportfunktionären des Landes. Er ist Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Danckert, Peter

Danckert, Peter

Peter Danckert, SPD, ist Vorsitzender des Sportausschusses des Deutschen Bundestags.

Prokop, Clemens

Prokop, Clemens

Clemens Prokop ist der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Riegert, Klaus

Riegert, Klaus

Klaus Riegert ist sportpolitischer Sprecher der CDU im Deutschen Bundestag und Spielführer der Fußballmannschaft des Bundestages.

Schäuble, Wolfgang

Schäuble, Wolfgang

Wolfgang Schäuble, CDU, ist als Innenminister in der Bundesregierung für die Belange des Sports zuständig.

Scharping, Rudolf

Scharping, Rudolf

Rudolf Scharping engagiert sich nach einer langen Karriere als SPD-Politiker nun als Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für den Anti-Dopingkampf.

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4. Wissenschaftler

Bannenberg, Britta

Bannenberg, Britta

Britta Bannenberg, Ex-Leichtathletin, stellte 2006 Strafanzeige gegen Jan Ullrich. Die Bielefelder Professorin für Strafrecht und Kriminologie kämpft ?für einen sauberen Sport in Deutschland?.

Geipel, Ines

Geipel, Ines

Ines Geipel wurde 1960 in Dresden geboren. Als Leichtathletin war sie unwissentlich in das Zwangsdoping der DDR eingebunden. Im Prozess gegen die Drahtzieher des Dopingsystems trat sie im Jahr 2000 als Nebenklägerin auf. 2006 ließ sie sich aus den Rekordlisten des DLV streichen. Geipel ist heute eine der schärfsten Kritikerinnen des Sports. In ihrem Buch ?No Limit ? Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft?? gibt die Schriftstellerin und Professorin für Verssprache einen bedrückenden Ausblick auf das Gendoping-Zeitalter.

Kleinert, Jens

Kleinert, Jens

Jens Kleinert leitet das Psychologische Institut an der Sporthochschule Köln. Der Sportwissenschaftler und Mediziner war selbst lange Zeit Trainer im Schwimmsport, Handball und Segeln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Kommunikation und Befindlichkeiten im Sport.

Schimank, Uwe

Schimank, Uwe

Uwe Schimank ist Professor für Soziologie an der Fern-Universität Hagen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderen die Sportsoziologie und die Soziologie der Massenmedien. Gemeinsam mit dem Sportwissenschaftler Karl-Heinrich Bette veröffentlichte er im Jahr 2006 das Buch "Die Dopingfalle".

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5. Journalisten

Fischer-Solms, Herbert

Fischer-Solms, Herbert

Herbert Fischer-Solms ist Sportredakteur beim Deutschlandfunk und langjähriger Radsport- und Dopingexperte.

Leyendecker, Hans

Leyendecker, Hans

Hans Leyendecker gilt als einer der führenden, investigativen Zeitungsjournalisten in Deutschland. Er deckte mehrere Affären auf, unter anderem die CDU-Spendenaffäre um den damaligen Bundeskanzler Kohl.

Seppelt, Hajo

Seppelt, Hajo

Hajo Seppelt ist ARD-Sportreporter und Dopingexperte. Für seine kritische Sportberichterstattung ? vor allem im Radsport ? wurde er mehrfach mit Journalisten-Preisen ausgezeichnet.

Struve, Günter

Struve, Günter

Günter Struve, ARD-Programmdirektor, geriet 2006 wegen eines Geheimvertrags mit Radsportprofi Jan Ullrich in die Kritik. Ullrich soll für exklusive Interviews und Berichte im Ersten Extra-Honorare bekommen haben. Struve übernahm dafür die Verantwortung.

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