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18.03.2010 | 15.40 Uhr

Boxen

Sechster Knockout in Folge für Huck

"Käpt'n" Huck bleibt auf WM-Kurs

Marco Huck hat auch bei seiner dritten EM-Titelverteidigung kurzen Prozess gemacht. Der Bielefelder besiegte am Samstag (9.5.2009) in Bamberg den Ukrainer Vitaliy Rusal durch technischen K.o. in der fünften Runde. Huck, der nun auf eine erneute WM-Chance hofft, feierte bereits den sechsten vorzeitigen Sieg in Folge.

Sauerland: "Noch zwei, drei Kämpfe"

Huck (re.) hat seinen Titel gegen Rusal durch TKO in der fünften Runde verteidigt.; Rechte: ddp Lupe groß

Huck (re.) hat seinen Titel gegen Rusal durch TKO in der fünften Runde verteidigt.

"Ich habe alle Voraussetzungen, Weltmeister zu werden", jubelte Cruisergewichtler "Käpt'n" Huck nach dem Kampf und forderte größere Aufgaben: "Am liebsten würde ich sofort um die Weltmeisterschaft kämpfen." Doch der Wunsch dürfte dem Bielefelder, der bereits im Dezember 2007 eine WM-Chance hatte, und gegen Steve Cunningham K.o. ging, so bald nicht erfüllt werden.

Promoter Wilfried Sauerland sagte nach dem Fight. "Er verdient sich immer mehr. Er wird am 15. August wahrscheinlich gegen Firat Arslan kämpfen. Noch zwei, drei Kämpfe, dann können wir über eine WM nachdenken", so der 69-jährige Besitzer des nach ihm benannten Boxstalls: "Wir wollen ihm viel Zeit geben. Er ist 24 Jahre alt. Wir merken von Mal zu Mal, dass er sich verbessert."

Huck in der Deckung verbessert

Die angesprochene Verbesserung zeigte Huck auch im Kampf gegen Rusal. Der gebürtige Jugoslawe begann den Kampf gegen den Ukrainer mit der Explosivität, die ihn bei Boxfans beliebt macht. Nach einem kurzem Abtasten zu Beginn deckte Huck seinen Gegner immer wieder Schlagstafetten ein. Die Links-Rechts-Kombinationen zeigten bei Gegner Rusal ab der zweiten Runde auch Wirkung. Huck, der in den letzten Kämpfen von Coach Ulli Wegner immer wieder wegen seines zu ungestümen Kampfstils kritisiert wurde, hielt sich gegen den Ukrainer besser an die Marschroute seines Trainers. Insgesamt boxte Huck aus einer sicheren Deckung und zog sich nach eigenen Angriffen geschickt zurück.

Wegner: "Sehr diszipliniert"

Huck (re.) zeigte sich im Kampf gegen Rusal taktisch verbessert.; Rechte: Das Erste Lupe groß

Huck (re.) zeigte sich im Kampf gegen Rusal taktisch verbessert.

Rusal wurde die Möglichkeit genommen, selbst zu treffen. Der von Schwergewichts-Weltmeister Vitali Klitschko vermarktete Rusal blieb allerdings über die gesamte Zeit mit seiner Führhand gefährlich. Bis zum Ende der fünften Runde - da brachte Huck seinen Gegner zunächst mit einer krachenden Rechten ins Wanken. Rusal musste angezählt werden. Ringrichter Guido Cavalleri gab den Kampf zwar wieder frei, aber nur kurz. Denn eine weitere Rechte und eine Führhand durch die Mitte machten Rusal kampfunfähig. Nach 2:58 Minuten in der fünften Runde war der Fight vorbei. Danach jubelte Huck: "Es lief sehr gut. Es hat bei der Hitze schwer angefangen, aber mein Trainer hat mich motiviert." Trainer Wegner war ebenfalls voller Lob: "Wir wollten den Gegner mit Überraschungsangriffen aus dem Konzept bringen. Das ist uns gelungen. Ich muss Marco straff führen. Er war heute sehr diszipliniert."

20. K.o-Sieg für Huck - erste Niederlage für Rusal

Disziplin und Schlaghärte brachten dem früheren Kickbox-Weltmeister Huck den 24. Sieg im 25. Profikampf. Insgesamt hat der "Käpt'n" nun 20 vorzeitige Siege in seiner Bilanz stehen. Vitaliy Rusal, der vor seinem Ausflug nach Oberfanken nur in der Ukraine geboxt hatte, aber mit 23 Siegen angereist war, musste die erste Niederlage einstecken.

Stand: 09.05.2009, 23:47

 

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