Medaillenhoffnung verpufft

Axel Teichmann

Teamsprint Herren

Medaillenhoffnung verpufft

Das DSV-Duo Teichmann/Tscharnke hatte nichts mit dem Ausgang des Teamsprints zu tun. Den Sieg holte sich das russische Team, das im Ziel hauchdünn vor Schweden lag.

Das deutsche Skilanglauf-Duo Tim Tscharnke/Axel Teichmann ist beim WM-Teamsprint in Val di Fiemme über sechs mal 1,5 Kilometer in der freien Technik nicht über Platz neun hinausgekommen. Im Ziel lag das DSV-Team knapp zehn Sekunden hinter dem Sieger Duo aus Russland.

Sprintstarke Russen holen Titel

In der ersten Runde hielt Tim Tscharnke (Biberau) das Tempo der Spitzenläufer gut mit und schickte Axel Teichmann (Bad Lobenstein) mit einem minimalen Rückstand von einer halben Sekunde auf das schwedische Duo Marcus Hellner/Emil Jönsson in Runde zwei. Die Teams tasteten sich lange ab, niemand startete einen ernsthaften Versuch sich abzusetzen. Tim Tscharnke führte das Feld in der dritten Runde an und machte zu diesem Zeitpunkt einen guten Eindruck. Axel Teichmann musste sich in Runde vier gegen eine Tempoverschärfung des Franzosen Maurice Manificat wehren. Die Attacke blieb zunächst erfolglos und alle zehn Teams wechselten nahzu geschlossen in die vorletzte Runde. Dort hatte Tim Tscharnke Probleme das nun verschärfte Tempo mitzugehen. Vorn gab Marcus Hellner (SWE) den Ton an, und Axel Teichmann ging abgeschlagen auf Platz neun in die Schlussrunde. Ein Sturz eines vor ihm laufenden Läufers brachte den 33-Jährigen um alle Möglichkeiten noch einmal anzugreifen. Den Sieg holte sich das russische Duo Alexey Petukhow/Nikita Krijukow vor Schweden. Bronze ging an Kasachstan, das sich im Photo Finish gegen Kanada durchsetzte.

Alexey Petukhov und Nikita Kriukov

Ein ernüchterndes Ergebnis für den DSV, denn auch Denise Hermann und Hanna Kolb holten im Damen-Teamsprint keine Medaille. "Wir haben uns in die Defensive drängen lassen. Wir konnten uns vor der letzten Runde nicht in eine aussichtsreiche Aussgangsposition bringen. Das ist sehr schade", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Noch schlechter erging es Topfavorit Norwegen, denn sie waren im Finale gar nicht erst dabei. Das Duo Petter Northug/Paal Golberg kam im Halbfinale nicht über Platz sechs hinaus, was das Aus bedeutete.

tor | Stand: 24.02.2013, 12:15

Darstellung: