Heute - Teichmann startet im Klassiksprint

Axel Teichmann

Nordische Ski WM in Val di Fiemme

Heute - Teichmann startet im Klassiksprint

In den Sprintwettbewerben der Langläufer werden am Donnerstag die ersten Medaillen der Nordischen Ski-WM in Val di Fiemme vergeben. Die Rennen werden in der klassischen Technik ausgetragen. Um 10:45 Uhr beginnen die Prologs, zwei Stunden später starten die Finals. Die Frauen laufen 1,2 Kilometer, die Männer 300 Meter mehr. Die deutschen Starter haben höchstens Außenseiterchancen und sollen sich für die kommenden Rennen warmlaufen. Etwas überraschend im DSV-Aufgebot steht Axel Teichmann.

Axel Teichmann (Bad Lobenstein), Tim Tscharnke ( Biberau ), Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Alexander Wolz (Buchenberg) starten am Donnerstag im Klassik-Sprint. Neben den drei Letztgenannten nominierte Bundestrainer Frank Ullrich etwas überraschend den 33-Jährigen Routinier aus Thüringen. Teichmann, der hier in Val di Fiemme vor zehn Jahren Gold über 15 Kilometer holte, hatte sich am Wochenende mit einem vierten Platz in Davos über 15 Kilometer in der freien Technik rechtzeitig vor der WM zurückgemeldet. Im Sprint hat er dennoch nur Außenseiterchancen. Für den "Spätstarter" geht es zunächst darum, sich im Prolog für die Finalläufe der besten 30 zu qualifizieren. Danach ist auf der auf der anspruchsvollen Strecke mit zwei Anstiegen vielleicht noch einiges möglich.

Skandinavier oder Russen - oder ein Kasache?

Die Favoriten kommen aus Skandinavien mit den Norwegern Petter Northug und Teodor Pettersen sowie dem Schweden Emil Jönsson und aus Russland mit Nikita Kriukow und Alexej Petuchow. Nicht zu unterschätzen ist auch der Klassik-Spezialist Alexei Poltoranin aus Kasachstan. Mit dem Schweizer Dario Cologna und dem Schweden Marcus Hellner verzichten zwei Stars der Szene auf einen Start. Die beiden Olympiasieger hätten im Klassiksprint nur Außenseiterchancen und wollen deshalb Kraft sparen für die Distanzrennen.     

Kolb und Hermann wollen ins Halbfinale

Denise Herrmann

Hoffnungsträgerin des DSV: Denise Herrmann

Bei den Frauen ruhen die deutschen Hoffnungen vor allem auf Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Hanna Kolb (Buchenberg). Beide haben als Ziel das Erreichen des Halbfinales der besten Zwölf ausgegeben. Beim Klassik-Sprint am letzten Wochenende in Davos hatten sie das knapp verpasst. "Ich fühle mich gut in Form und werde ab Donnerstag alles rauslassen", erklärte Herrmann. Ihre Stärken haben Herrmann und Kolb aber in der freien Technik, wo sie in dieser Saison mit einem zweiten Platz im Teamsprint  in Quebec aufhorchen ließen. Neben Herrmann und Kolb starten auch Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg), die ihre WM-Premiere erlebt, und die Oberstdorferin Nicole Fessel, die einst als Sprinterin begann und inzwischen eine Distanzläuferin ist.

Goldfavoritinnen Kowalczyk und Björgen

Den Sieg werden aller Voraussicht nach Marit Björgen (Norwegen) und Justyna Kowalczyk unter sich ausmachen. Bei der WM-Generalprobe in Davos hatte Kowalczyk klar die Nase vorn. Die Polin brauchte im Finale gar nicht zu sprinten und gewann austrudelnd mit fast drei Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin. Die Strecke in der Schweiz war aber noch schwerer als die in Tesero. Hinter den beiden ist alles offen.

kos | sid | dpa | Stand: 20.02.2013, 14:20

Darstellung: