Zwölftägiges Spektakel beginnt
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Startschuss für die Nordische Ski-WM
Zwölftägiges Spektakel beginnt
Mit einer bunten und stimmungsvollen Feier haben am Mittwochabend in Val di Fiemme die 49. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften begonnen. In den kommenden zwölf Tagen kämpfen 700 Athleten aus 57 Nationen in 21 Wettbewerben um Medaillen. Die deutschen Hoffnungen ruhen ganz besonders auf den Kombinierern. Dort gab es ein vorsichtiges Aufatmen.
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Auf dem Domplatz von Trient (Trento) gab der Präsident des Weltskiverbandes FIS, Gian Franco Kasper, den Startschuss für das zwölftägige Spektakel. "Val di Fiemme ist ein würdiger Austragungsort" sagte Kaspar über das Fleimstal in Südtirol, das nach 1991 und 2003 zum dritten Mal Gastgeber für die weltbesten Langläufer, Skispringer und nordischen Kombinierer ist. "Ich wünsche uns in den kommenden Tagen eine schöne und erfolgreiche Weltmeisterschaft", erklärte der FIS-Chef. Zuvor waren die 57 teilnehmenden Nationen mit kleinen Delegationen eingelaufen, die deutsche Fahne trug der viermalige Weltmeister und heutige Sprungtrainer der Kombinierer, Ronny Ackermann. Anschließend wurde den Tausenden Zuschauern eine Mischung aus Theater und Oper geboten. Im 35 Kilometer Luftlinie entfernten Langlauf-Stadion in Cavalese ließen Jugendliche und ehemalige Skistars wie der dreimalige Olympiasieger Alberto Tomba 150 mit Kerzen erleuchtete Ballons in den Himmel steigen. Den Schlusspunkt der Feier bildete ein Feuerwerk.
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Schnappschüsse von der Eröffnungsfeier
Es war ein farbenfrohes Fest und machte Lust auf mehr. Die Ski-Weltmeisterschaften in Val die Fiemme sind eröffnet. Ronny Ackermann durfte die deutsche Fahne tragen.
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700 Aktive kämpfen in 21 Entscheidungen um Medaillen
Ab Donnerstag kämpfen rund 700 Athleten in 21 Entscheidungen um die Medaillen. Erstmals im WM-Programm sind der Mixed-Wettbewerb im Skispringen und der Teamsprint-Wettbewerb in der Nordischen Kombination. Der Deutsche Skiverband (DSV) hat insgesamt 29 Athletinnen und Athleten nach Val di Fiemme geschickt und hofft auf sechs bis sieben Medaillen. Vor zwei Jahren in Liberec hatte die deutsche Mannschaft achtmal Edelmetall geholt, allein sechs Medaillen steuerten die Kombinierer bei, das einzige Gold gewann Eric Frenzel.
Edelmann rechtzeitig gesund
Nordische Ski-WM in Val Di Fiemme
In eben jenem Kombinierer-Lager gab es kurz vor Beginn der Titelkämpfe ein vorsichtiges Aufatmen. Vize-Weltmeister Tino Edelmann meldete sich nach seiner schweren Grippe zurück. Zwei Wochen hatte der Thüringer das Bett hüten müssen. "Richtig gesund bin ich noch nicht, die Grippe hatte mich richtig erwischt", sagte das Sorgenkind unter den deutschen Kombinierern: "Eine Woche lang konnte ich gar nicht trainieren - es ist echt ärgerlich, kurz vor dem Höhepunkt so ausgebremst zu werden." Seit Dienstag trainiert Edelmann auf der WM-Anlage. "Wir hoffen, dass er noch rechtzeitig fit wird. Wir können ihn gut gebrauchen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Edelmann gilt neben Eric Frenzel als eine der deutschen Medaillen-Hoffnungen. Für die Kombinierer steht am Freitag mit dem Einzelwettbewerb von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Lauf der erste von vier WM-Wettbewerben auf dem Programm.
Saltin bezweifelt saubere Titelkämpfe
An saubere Wettkämpfe glaubt der frühere Chefmediziner der FIS, Bengt Saltin, nicht. "Ich sehe keine Chance, dass große Wettkämpfe in Ausdauersportarten komplett sauber sind", sagte der 78-Jährige im schwedischen Fernsehen. Zudem kritisierte er die seiner Meinung nach unzureichenden Testmethoden auf das Blutdopingmittel EPO: "Wenn man EPO der neuesten Generation benutzt und richtig dosiert, dann liegt die Chance, erwischt zu werden, praktisch bei Null. Die aktuellen Prüfmethoden können das neueste EPO nicht nachweisen." Verdächtig findet der Schwede u.a. die Erfolg der ukrainischen Biathletinnen bei der WM in Nove Mesto. "Das sind sicherlich talentierte Sportler. Aber das System in diesem Land macht diese Erfolge schon verdächtig. Es gibt aber insgesamt vier, fünf Länder im Skilanglauf und Biathlon, bei denen verschärfte Regeln und Test sicherlich ratsam wären", so Saltin.
re / sid / dpa | Stand: 20.02.2013, 11:16