Shiffrin holt Gold, Höfl-Riesch scheidet aus

Mikkaela Shiffrin jubelt über ihren Sieg

Slalom der Damen

Shiffrin holt Gold, Höfl-Riesch scheidet aus

Mikaela Shiffrin aus den USA holte die Goldmedaille beim Slalom der Damen. Silber ging an die Österreicherin Michaela Kirchgasser, Bronze errang Frida Hansdotter aus Schweden. Maria Höfl-Riesch, Vierte nach dem ersten Lauf, schied aus.

Mikaela Shiffrin aus den USA: Oben zeitgleich mit Kirchgasser, verlor sie im Mittelteil – aber im Flachstück setzte sie sich mit einer Fabelfahrt endgültig gegen Kirchgasser durch. Und die Fahrt sollte sich als ihr Meisterstück erweisen. Keine der beiden vor ihre liegenden konnte sie von der Spitzenposition verdrängen. Die 17-Jährige ist die jüngste Weltmeisterin seit 28 Jahren. Auf der Tribüne jubelten ihre Eltern, die die Tränen nicht zurückhalten konnten. Die Weltmeisterin selbst suchte nach den richtigen Worten: "Ich weiß nicht, ob ich das jemals realisieren werde", sagte sie.

Hansdotters Weg zu Bronze

Frida Hansdotter im zweiten Durchgang

Frida Hansdotter im zweiten Durchgang

Tanja Poutiainens Vorsprung auf Shiffrin schwand im oberen Streckenabschnitt, doch im Steilhang fuhr sie zu vorsichtig und fiel hinter Kirchgasser zurück auf Rang vier. Frida Hansdotter fuhr eine ganz saubere Linie. Es wurde ein ganz enges Rennen, vier Hundertstel vor dem Flachstück - und das konnte sie nicht ins Ziel bringen. Mit mehr als zwei Zehntel Rückstand fiel die nach dem ersten Durchgang Führende auf den Bronzerang zurück.

Kirchgassers Aufholjagd

Michaela Kirchgasser jubelt über Silber

Michaela Kirchgasser jubelt über Silber

Michaela Kirchgasser, Sechste im ersten Lauf, baute ihren Vorsprung aus. Sie fuhr oben eine gute Linie, nahm den Schwung mit in den flachen Zielhang. Mit acht Zehntel Vorsprung legte sie die Basis für den Silbermedaillenplatz. "Ich bin so froh. Es ist einfach so geil", sagte Kirchgasser nach dem Rennen. Tina Maze fuhr Oben eine Spur verhaltener. Kirchgasser war wesentlich dynamischer unterwegs. Obwohl Maze Unten extrem aggressiv fuhr, fiel sie auf Platz fünf zurück.

Höfl-Riesch ausgeschieden

Maria Höfl-Riesch hatte als Viertplatzierte vor dem zweiten Lauf volles Risiko fürs Finale versprochen – vielleicht sogar etwas zu viel. Oben hatte sie nicht viel vom Vorsprung verloren. Im Mittelteil fuhr sie eine runde Linie und fiel etwas zurück. Und als sie kurz vor dem Zielhang Gas geben wollte, fädelte sie ein und schied aus. "Es ist bitter, so kurz vor dem Ziel auszuscheiden. Sicher wäre eine Medaille möglich gewesen. Es hat nicht sollen sein, trotzdem war es eine super WM für mich", lautete Höfl-Rieschs Fazit.

Dürr mit angezogener Handbremse

Lena Dürr hatte mächtig was gut zu machen. Acht Zehntel Rückstand hatte sie sich im ersten Durchgang eingefangen. Doch bei ihr hatte man im zweiten Durchgang durchgehend dem Eindruck, dass sie mit angezogener Handbremse gefahren ist. Zu vorsichtig, zu passiv, war ihr Lauf. Ihr Rückstand summierte sich auf mehr als eine Sekunde. Verbesserung sieht anders aus.

Geigers Ausfall im ersten Lauf

Christina Geiger leistete sich im ersten Durchgang gleich an einem der ersten Tore einen Patzer. Im weiteren Lauf fuhr sie zu verhalten, dazu noch ein weiterer Fahrfehler, der zum Ausfall führte. "Es gibt Schlimmeres", sagte die 23-Jährige sichtbar enttäuscht, fügte aber an: "Man hat sich jetzt so lang auf die WM vorbereitet. Es ist halt schön, wenn man das hier miterleben kann, und wenn es dann so schnell wieder vorbei ist, das ist natürlich enttäuschend."

rmü / dpa / sid | Stand: 16.02.2013, 15:32

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