Para-Ski-Alpin-Weltcup in Tignes abgesagt

Anna-Lena Forster über die Schneemengen in Tignes: "Ich habe noch nie so viel Schnee auf einmal gesehen."

Zu viel Schnee

Para-Ski-Alpin-Weltcup in Tignes abgesagt

Der Para-Ski-Alpin-Weltcup im französischen Tignes ist wegen der Schneemengen komplett abgesagt worden. Das teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Dienstag mit.

Der Schneefall der vergangenen Tage hatte für zu tiefe und weiche Pisten gesorgt. Somit mussten die ersten Speed-Rennen des Jahres gestrichen werden. Renndirektor Ali Bombardier erklärte: "Die Jury hat heute entschieden, die Rennen wegen der aktuellen Schneebedingungen und Sicherheitsbedenken der Athleten abzusagen. Aufgrund der Unmengen an Schnee auf der Piste sind sichere Speed-Rennen unmöglich."

Er ergänzte: "Unglücklicherweise hat Mutter Natur diesen Kampf gewonnen." Es fehle an der notwendigen Zeit und den notwendigen Mitteln, um eine gute Renn-Fläche sicherzustellen, so Bombardier. Zudem soll es Donnerstagnacht einen weiteren Sturm geben.

Alles wieder einpacken: Der Skiraum des Deutschen Para-Ski-Team-Alpin.

Alles wieder einpacken: Der Skiraum des Deutschen Para-Ski-Team-Alpin.

Keine Abfahrt und kein Super-G

Vor allem am Montag (22.01.2018) war viel Schnee gefallen. Deshalb wurden die Wettkämpfe zunächst auf Mittwoch verschoben. Anna-Lena Forster, die in Sotschi zwei Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen hatte, schrieb bei Instagram: "Ich denke, Ich habe noch nie so viel Schnee auf einmal gesehen." Andrea Rothfuss, Paralympics-Siegerin von 2014 im Slalom, teilte mit: "Wir stecken noch immer im Schnee."

Andrea Rothfuss über das Wetter in Tignes: "Wir stecken noch immer im Schnee."

Andrea Rothfuss über das Wetter in Tignes: "Wir stecken noch immer im Schnee."

Weltcup-Finale im Februar in Kimberley

Die nächste und letzte Weltcup-Station ist Kimberley in Kanada. Dort stehen vom 8. bis 11. Februar Super-G-, Riesenslalom- und Slalom-Rennen an. Das Weltcupfinale ist die Generalprobe für die Paralympics im März. Bisher haben Forster, Rothfuss, Noemi Ristau, Anna-Maria Rieder und Anna Schaffelhuber die Norm für die Spiele in Pyeongchang erfüllt.

mkö | Stand: 23.01.2018, 14:56

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