Drei deutsche Siege bei der Generalprobe für Pyeongchang

Noemi Ristau (re.) und Guide Lucien Gerkau strahlen um die Wette (Archiv).

Para-Ski-Alpin-Weltcup in Kimberly

Drei deutsche Siege bei der Generalprobe für Pyeongchang

In den letzten Weltcup-Rennen vor den Paralympics zeigten sich die deutschen Athleten in guter Verfassung. Noemi Ristau und Anna Schaffelhuber ließen im Super-G in ihren Disziplinen die Konkurrenz hinter sich.

Erneut waren die Athleten bei schwierigen Bedingungen in zwei Wettkämpfen (mit je einem Lauf) gefordert. Denn der viele Neuschnee machte einerseits die Piste sehr holprig und beeinträchtigte andererseits die Sicht der Sportler.

Anna Schaffelhuber zeigte sich davon aber unbeeindruckt und schien durch ihren gestrigen Sieg in der Abfahrt bei den sitzenden Starterinnen beflügelt. Sie legte mit 1:26.10 Minuten einen fulminanten Lauf im ersten Wettkampf des Tages hin. Da ihre ärgste Rivalin, Claudia Lösch aus Österreich, ausschied, konnte ihr niemand sonst gefährlich werden. Den zweiten Platz belegte die Amerikanerin Laurie Stephens (1:28.38) vor der Japanerin Momoka Muraoka (1:29.26). Wie auch gestern schon blieb für Anna-Lena Forster nur Platz vier.

Bei den stehenden Starterinnen erwischte Andrea Rothfuss von der VSG Mitteltal keinen guten Lauf im ersten Wettkampf. Sie wirkte etwas gehemmt und konnte kein Tempo aufnehmen. Somit verpasste sie das Treppchen und landete mit einer Zeit von 1:31.41 Minuten auf dem fünften Platz. Die Kanadierin Alana Ramsay (1:26.87) gewann auf ihrer Heimstrecke vor ihrer Landsfrau Mollie Jepsen (1:26.99) und der Niederländerin Anna Jochemsen (1:27.38).

Ristau riskiert im 1. Wettbewerb zu viel

In der Kategorie der Sehbehinderten ging Noemi Ristau aufs Ganze und fuhr mit viel Risiko. Das wurde allerdings nicht belohnt. Sie kam mit zu viel Geschwindigkeit aus der Kurve und verpasste kurz vor dem Ziel ein Tor und schied aus. Die Britin Menna Fitzpatrick (1:24.19) gewann vor der Slowakin Henrieta Farkasowa (1:25.13) und Millie Knight (1:27.83), ebenfalls aus Großbritannien.

Thomas Nolte

Thomas Nolte fuhr in Kimberly der Weltspitze hinterher.

Thomas Nolte war der einzige deutsche männliche Starter in Kanada. Wie bereits gestern in der Abfahrt, hatte er auch beim Super-G nichts mit den vorderen Plätzen zu tun. Im ersten Lauf wurde er mit 1:28.52 Minuten 15. Der Amerikaner Andrew Kurka (1:18.94) gewann den ersten Wettbewerb vor dem Norweger Jesper Pedersen (1:19.06) und dem Österreicher Roman Rabl (1:20.49).

Schaffelhuber und Ristau holen sich Selbstvertrauen für Pyeongchang

Im Anschluss folgte der zweite Wettbewerb des Tages, gleichzeitig auch das letzte Weltcuprennen vor den Paralympischen Spielen in Pyeongchang.

Und wieder war Anna Schaffelhuber das Maß aller Dinge bei den sitzenden Starterinnen. Auch im zweiten Rennen des Tages siegte die Athletin vom TSV Bayerbach mit 1:25.41 Minuten und machte den Doppelsieg perfekt. "Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und fahre jetzt mit einem guten Gefühl nach Pyeongchang", so Schaffelhuber nach ihrem Rennen.

Das sehr gute Ergebnis aus deutscher Sicht rundete Anna-Lena Forster mit dem zweiten Platz in einer Zeit von 1:29.54 Minuten ab. Momoka Muraoka (1:29.55) wurde ganz knapp dahinter Dritte.

Rothfuss verpasst erneut das Treppchen

Bei Andrea Rothfuss in der stehenden Disziplin lief es im zweiten Wettbewerb des Tages nicht viel besser (1:30.94). Mit dem vierten Rang verpasste sie erneut einen Platz auf dem Podest. Mollie Jepsen (1:26.97) gewann das Rennen vor Anna Jochemsen (1:27.40) und Alana Ramsay (1:30.21).

Die Überraschung des Tages gelang Noemi Ristau im zweiten Rennen. Gemeinsam mit ihrem Guide Lucien Gerkau setzte sie sich mit 1:27.57 Minuten an die Spitze des Feldes und gewann den Weltcup vor Menna Fitzpatrick (1:28.34) und Millie Knight (1:29.17).

Thomas Nolte beendete die Weltcup-Saison mit einem achten Platz. Er fuhr mit einer Zeit von 1:25.86 Minuten einen besseren Lauf im zweiten Wettkampf des Tages. Akira Kano (1:16.43) und Taiki Morii (1:17.95) feierten einen japanischen Doppelsieg vor dem Norweger Jesper Pedersen (1:18.16).

jbr | Stand: 11.02.2018, 23:26

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