Pech und Pannen bei der deutschen Para-Ski-Nordisch-Nationalmannschaft

Nico Messinger (li.) mit Guide Lutz Klausmann

Para-Langlauf in Oberried

Pech und Pannen bei der deutschen Para-Ski-Nordisch-Nationalmannschaft

Magen-Darm-Virus und Stürze: Die deutsche Para-Ski-Nordisch-Nationalmannschaft hat beim Langlauf-Weltcup in Oberried ein paar Tage zum Vergessen erlebt. Kleine Lichtblicke gab es aber.

Im Mannschaftshotel der deutschen Para-Ski-Nordisch-Nationalmannschaft machen Kamillentee und Desinfektionsgel die Runde. Ein Magen-Darm-Virus erwischte im Nordic-Center Notschrei nicht nur Betreuer und Techniker, sondern auch einige Sportler. Ein Leidtragender ist Nico Messinger. Der 23-Jährige aus Freiburg versuchte alles, musste sein Rennen in der Konkurrenz der Sehbehinderten aber abbrechen. Über 4 x 2,5 Kilometer siegte der Kanadier Brian McKeever.

Eskau und Fleig starteten am Sonntag nicht

Die Sitzskiathleten Andrea Eskau und Martin Fleig fuhren am Sonnabend (20.01.2018) im Schneetreiben zwar ins Ziel, fühlten sich aber ermattet und landeten auf den Rängen sieben und acht. Ihre körperliche Verfassung ließ ein Start am Sonntag nicht zu. Anja Wicker blieb zwar vom Virus verschont, nachdem sie als 16 ins Ziel kam sagte sie aber: "Die Spritzigkeit hat mir gefehlt."

Anja Wicker

Anja Wicker (Archiv)

Gebrochener Schlitten bei Patrik Fogarasi - Bänderrisss bei Mathias Köhler

Zwei Debütanten starteten denkbar ungünstig in den Heim-Weltcup. Der Frankenberger Patrik Fogarasi verlor bei einem Sturz in der Abfahrt einen Skistock. Anschließend fuhr er mit gebrochenem Schlitten-Gestell auf Rang 27. Mathias Köhler aus Berlin fiel bei den Männern mit Sehbehinderung auf seinen Daumen und zog sich einen Bänderriss zu. Er lief das Rennen über 4 x 2,5 Kilometer aber zu Ende. Mit Rang 27 wurde er Vorletzter.

"Mega-Erlebnis" für Johanna Recktenwald

Johanna Recktenwald vom Biathlon Team Saarland zeigte mit ihren 16 Jahren, dass man in der Konkurrenz der Sehbehinderten bald mit ihr rechnen muss. Die Nachwuchshoffnung des deutschen Teams beendete ihr erstes Rennen als Zehnte und schwärmte hinterher von ihrem "Mega-Erlebnis". Für die 3 x 2,5 Kilometer hatte sie 37:45.1 Minuten benötigt. Der Sieg ging an die Russin Michalina Lysowa (25:29,6 Min.), die bei den Weltcups unter neutraler Flagge startet.

Lokalmatador Benny Rudiger kam bei seiner Weltcup-Premiere in der sitzenden Konkurrenz auf Rang 37. Er sagte: "Der Schnee war zu weich für mich, aber es war trotzdem toll, dabei zu sein."

Thema in: MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio, 22.01.2018, 16:40 Uhr

mkö | Stand: 22.01.2018, 12:33

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