Schaffelhuber feiert Sieg in der Abfahrt

Anna Schaffelhuber

Para-Ski-Alpin-Weltcup in Kimberly

Schaffelhuber feiert Sieg in der Abfahrt

Zwei Weltcuprennen standen am Samstag im Para Ski Alpin auf dem Programm. Im zweiten Durchgang konnte sich Anna Schaffelhuber bei den sitzenden Athletinnen durchsetzen und den Weltcup-Sieg in Kanada feiern. Es waren die letzten Abfahrtsrennen vor den Paralympischen Spielen in Pyeongchang.

Aufgrund des gestrigen Ausfalls wegen zu starker Schnee- und Regenfälle standen am Samstag gleich zwei Wettkämpfe in der Abfahrt (nur je ein Lauf pro Wettkampf) für die alpinen Skifahrer des Para-Sports in Kimberly (Kanada) auf dem Programm. Bei schwierigen Bedingungen wegen anhaltender Schneefälle gab es im ersten Rennen zwei dritte Plätze für die deutschen Athleten.

In der stehenden Kategorie verpasste die Deutsche Andrea Rothfuss den Sprung an die Spitze und das, obwohl ihre ärgste Rivalin Marie Bochet auf den Start in Nordamerika verzichtete. Sie musste sich am Ende mit einer Zeit von 1:25.99 Minuten knapp der Kanadierin Alana Ramsay (1:25.22) und der Niederländerin Anna Jochemsen (1:25.32) geschlagen geben.

Claudia Lösch dominiert im ersten Durchgang

Bei den sitzenden Fahrerinnen kam es beim Weltcup-Finale erstmals in dieser Saison zum direkten Duell in einer Speed-Disziplin zwischen der Österreicherin Claudia Lösch und Anna Schaffelhuber vom TSV Bayerbach. Wie so oft in dieser Saison hatte Lösch die Nase vorn (1:21.41). Da sich die Niederländerin Barbara van Bergen (1:22.08) noch zwischen die beiden Rivalinnen drängte, blieb für Schaffelhuber mit einer Zeit von 1:22.13 Minuten im ersten Rennen nur der dritte Platz. Anna-Lena Forster vom BRSV Radolfzell belegte den vierten Platz.

Claudia Lösch

Die Österreicherin Claudia Lösch bestimmte im ersten Durchgang das Niveau bei den sitzenden Starterinnen.

Noemi Ristau verpasste bei den sehbehinderten Sportlerinnen mit ihrem Guide Lucien Gerkau im ersten Rennen einmal mehr den Sprungs aufs Treppchen und landete auf dem undankbaren vierten Platz (1:27.04). Menna Fitzpatrick (1:21.83) aus Großbritannien konnte der Slowakin Henrieta Farkasowa (1:22.19) den Sieg wegschnappen. Den dritten Platz belegte die Britin Millie Knight (1:23.17).

Bei den Männern war Thomas Nolte der einzige Starter. In der sitzenden Disziplin schied er aber nach einem Sturz kurz vor dem Ziel im ersten Rennen aus. An der Spitze gab es ein packendes Duell. Der Amerikaner Andrew Kurka (1:14.74) setzte sich ganz knapp gegen die Japaner Akira Kano (1:14.83) und Taiki Morii (1:14.93) durch.

Deutsche Athletinnen im 2. Wettkampf mit besseren Platzierungen

Im zweiten Durchgang sah es bei den stehenden Starterinnen lange danach aus, als könnte Rothfuss mit einer Zeit von 1:25.64 Minuten Platz zwei für sich beanspruchen. Aber Mollie Jepsen aus Kanada schob sich als letzte Starterin noch an der Deutschen vorbei (1:24.70). Die Niederländerin Jochemsen gewann den zweiten Wettbewerb des Tages (1:24.48).

Bei Anna Schaffelhuber lief es im zweiten Lauf des Tages bei den sitzenden Athletinnen hingegen deutlich besser. Sie setzte sich mit einer Zeit von 1:19.88 Minuten an die Spitze, gefolgt von der Japanerin Momoka Muraoka (1:20.89). Dritte wurde die Österreicherin Claudia Lösch. Für Anne-Lena Forster blieb wieder "nur" Platz vier.

Noemi Ristau

Schaffte im zweiten Durchgang den Sprung aufs Treppchen: Noemi Ristau

Wie Schaffelhuber konnte sich auch Noemi Ristau bei den Sehbehinderten verbessern. Die Athletin von den SFBG Marburg schaffte den Sprung aufs Treppchen und wurde Dritte (1:23.03). Farkasowa (1:20.43) setzte sich im zweiten Lauf vor Fitzpatrick (1:21.04) durch.

Thomas Nolte blieb im zweiten Wettkampf ohne Sturz, belegte am Ende aber nur Platz zwölf (1:21.11). Erster wurde der Kanadier Kurt Oatway (1:12.76) vor dem Japaner Akira Kano (1:13.00) und Andrew Kurka (1:14.28) aus den USA.

Am Sonntag finden die letzten beiden Wettkämpfe vor Pyeongchang statt. Dann sind die Athleten im Super-G gefragt.

Thema in Deutschlandfunk, Sport am Sonntag, 11.02.2018

jbr | Stand: 10.02.2018, 23:23

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