Klug und Hösch überzeugen beim Heimweltcup

Para-Langlauf in Oberried

Klug und Hösch überzeugen beim Heimweltcup

Beim Heimweltcup in Oberried haben die deutschen Para-Biathletinnen Clara Klug und Vivian Hösch in den Sprintrennen geglänzt. Bei den Paralympics muss man durchaus mit ihnen rechnen.

Para-Biathletin Clara Klug beim Schießen

Para-Biathletin Clara Klug beim Schießen (Archiv).

Beide Frauen trafen in der Konkurrenz der Sehbehinderten alle der insgesamt zehn Scheiben. Dabei legte Klug mit Begleitläufer Martin Hartl bei dem Wettbewerb unter Flutlicht die bessere Laufleistung hin. Mit 20:14.5 Minuten für die sechs Kilometer lange Strecke musste sie nur den Russinnen Michalina Lysowa und Jelena Remizowa (beide unter neutraler Flagge) den Vortritt lassen.

Vivian Hösch nimmt sich noch mehr vor

Vivian Hösch (re.) und Guide Florian Schillinger

Vivian Hösch (re.) läuft seit fast vier Jahren mit Guide Florian Schillinger (Archiv).

Hösch belegte mit Guide Fabian Schillinger den vierten Platz. Über ihre Zeit von 21:46.0 Minuten sagte sie Sportschau.de: "Läuferisch habe ich mich noch nicht ganz so gut gefühlt. Ich hoffe, dass ich bei den nächsten zwei Rennen eine Schippe drauflegen kann!" Die Freiburgerin ergänzte: "Ansonsten hat es sehr viel Spaß gemacht, auf der Heimstrecke und vor meinen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen zu laufen. Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele vor Ort waren und mich angefeuert haben." Die 16-jährige Johanna Recktenwald vom Biathlon Team Saarland war erstmals in einem Para-Biathlon-Weltcup gestartet. Sie musste mit zwei Schießfehlern und 27:36.5 Minuten mit dem letzten Platz vorliebnehmen.

Anja Wicker ohne Schießfehler

Anja Wicker

Anja Wicker

Bei den sitzenden Starterinnen landete Anja Wicker, die lange angeschlagen gewesen war, auf Rang neun. Sie schoss perfekt und kam auf eine Zeit von 23:09.1 Minuten. Den Sieg sicherte sich Biathlon-Star Oksana Maters aus den USA vor ihrer Landsfrau Kendall Gretsch und der Russin Nadezhda Fedorowa (unter neutraler Flagge). Andrea Eskau war noch angeschlagen und konnte nicht starten. Unter den stehenden Frauen gab es keine deutsche Starterin. Dort gewann die Russin Anna Milenina (unter neutraler Flagge).

Nach dem Magen-Darm-Virus: Martin Fleig kämpft sich zurück

Martin Fleig

Martin Fleig (Archiv).

Martin Fleig wurde in der sitzenden Konkurrenz Sechster. Der Freiburger erklärte: "Eine ganz gut Leistung, wenn man mal die Vorgeschichte mit dem Magen-Darm-Virus betrachtet. Und mit 0 Schießfehlern muss man ja zufrieden sein." Im Mannschaftshotel hatten sich einige Sportler und Betreuer mit dem Virus infiziert. Andrea Eskau und Fleig mussten deshalb im Langlauf passen. Der 28-Jährige analysierte: "Ich musste anfangs erst reinfinden in das Rennen. Naja, und beim Sprint ist halt normalerweise keine Zeit zum Reinkommen. Da habe ich am Anfang schon zu viel verloren. Und klar, hinten raus war meine Kraft noch nicht wieder ausreichend zurück." Sein Vereinskamerad Nico Messinger wird wohl wie Eskau diese Woche nicht mehr an den Start gehen.

Den Sieg auf der 7,5 Kilometer langen Strecke ging an den Russen Iwan Golubkow (unter neutraler Flagge) vor Taras Rad (UKR) und Aleksandr Dawidowitsch (unter neutraler Flagge). Patrik Fogarasi und Sven Henrich kamen auf die Plätze 21 und 25.

Zu viele Fehler bei Alexander Ehler

Bei den stehenden Startern kam Steffen Lehmker mit vier Schießfehlern auf Rang elf. Alexander Ehler, oft ein sicherer Schütze, kam nach vier Strafrunden auf Platz 15. Marco Maier, der seit kurzem wieder im Weltcup starten darf, belegte mit zwei Schießfehlern Position 17. Das Rennen machte Ihor Reptyukh (UKR) vor Mark Arendz (CAN) und Vitalii Malyschew (unter neutraler Flagge). In der Konkurrenz der Sehbehinderten siegte der Russe Stanislaw Chokhlaew mit Guide Oleg Kolodiitschuk (unter neutraler Flagge).

mkö | Stand: 26.01.2018, 10:05

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