Hirscher in Super-Kombi nicht zu schlagen

Ski-Alpin, Super-Kombination

Hirscher in Super-Kombi nicht zu schlagen

Goldmedaille für Österreich in der Super-Kombination: Marcel Hirscher dominierte den Slalom, nachdem er mit einer starken Abfahrt frühmorgens schon den Grundstein gelegt hatte. Thomas Dreßen schaffte eine gute Platzierung.

Marcel Hirscher hat es endlich geschafft: Olympiasieg. Der Österreicher, der 2014 von Sotschi noch so enttäuscht ohne Goldmedaille nach Hause gefahren war, hat bei der Super-Kombination zugeschlagen. Schon am frühen Morgen bei der Abfahrt hatte er mit nur 1,32 Sekunden hinter dem Besten Thomas Dreßen die Grundlage gelegt. Beim Slalom ein paar Stunden später war er dann mit einer Gesamtzeit von 2:06,52 Minuten nicht zu schlagen.

"Die Sensation für mich war die starke Abfahrt morgens. Im Slalom hatte ich dann etwas Probleme und ich dachte schon, dass es nicht reichen würde. Aber jetzt hab ich die Goldene", freute sich Hirscher.

Hirschers ärgster Konkurrent, Alexis Pinturault aus Frankreich, in der Abfahrt noch ein klein wenig schneller als Hirscher, konnte seinen knappen Vorsprung auf den Dominator im Slalom aber nicht ganz ins Ziel bringen. Am Ende lag er 23 Hundertstelsekunden hinter Hirscher auf Platz zwei.

Keine Chance für die Abfahrer

Die Bestzeit hielt lange Victor Muffat-Jeandet, der nach der Abfahrt von Position 30 aus einen Top-Slalom hinlegte und einen riesigen Satz nach vorn machte. Erst als Hirscher kam, war die Führung des Franzosen dahin. Aber am Ende stand dann mit 1,02 Sekunden Rückstand Platz drei für ihn, weil sämtliche Abfahrt-Spezialisten auf der anspruchsvollen Slalomstrecke chancenlos waren. Die Abfahrtsstrecke war aufgrund des starken Windes um etwa 20 Fahrsekunden verkürzt und entschärft worden.

Dreßen: "Bin etwas genervt"

Auch Dreßen, der eine Top-Abfahrt hingelegt hatte und als Führender in den Slalom gegangen war, konnte da nichts machen. Nach respektabler Fahrt landete er am Ende auf Rang neun. "Ich bin etwas genervt. Im Training bin ich besser Slalom gefahren. Ich muss jetzt das Positive mitnehmen: In der Abfahrt hat's ja gepasst", meinte Dreßen.

Der deutsche Slalomspezialist Linus Straßer konnte später die Gunst der Stunde nicht nutzen und schied nach einem Einfädler aus.

Stand: 13.02.2018, 07:56

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