Geisenberger wiederholt ihren Olympiatriumph

Rodeln - Einsitzer Frauen

Geisenberger wiederholt ihren Olympiatriumph

Rodlerin Natalie Geisenberger hat ihren Titel im Einzel-Wettbewerb verteidigt und wie vor vier Jahren olympisches Gold geholt. Dajana Eitberger sicherte sich Silber. Nur eine Kanadierin verhinderte einen deutschen Dreifachtriumph.

Natalie Geisenberger jubelt

Natalie Geisenberger jubelt.

Geisenberger (Miesbach) behielt die Nerven und zeigte im Olympic Sliding Centre auch im dritten und vierten Lauf eine bravouröse Leistung. Die 30-Jährige, die schon in Sotschi Olympiagold im Einzel und in der Teamstaffel gewann, kann sich damit zum dritten Mal in ihrer Karriere eine olympische Goldmedaille umhängen.

Die Oberbayerin siegte mit 0,367 Sekunden Vorsprung vor Eitberger (Ilmenau). Die 27 Jahre alte Ex-Junioren-Weltmeisterin fuhr im vierten Durchgang Laufbestzeit, sicherte sich bei ihrer ersten Olympiateilnahme Silber. Bronze ging an die Kanadierin Alex Gough (+0,412 Sekunden), die einen erneuten deutschen Dreifachsieg wie 2006 in Turin ganz knapp verhinderte.

Geisenberger: "Nur geil!"

"Ich war so entspannt wie noch nie, denn ich wusste, dass ich meine Goldmedaille aus Sotschi schon habe und alles, was noch dazukommt, ist nur geil", so eine strahlende Natalie Geisenberger. Und eine sehr aufgedrehte Dajana Eitberger sagte: "Ich bin total happy, sehr erleichtert und ein bisschen euphorisch. Ich freue mich unglaublich, denn es war ein so hartes Stück Arbeit. Aber jetzt ist alles wurst. Das Rennen ist vorbei und ich bin Zweite."

Zu den ersten Gratulanten gehörte Felix Loch: "Das ist hammer-hammergeil von beiden", freute er sich in der ARD über den Doppelsieg. "Da ist mein fünfter Platz fast schon wieder vergessen". Und Rodel-Legende Georg Hackl fand: "Platz eins und zwei ist mehr, als wir uns erwarten durften."

Hüfners Aufholjagd ging nach hinten los

Die Unglücklichste war in diesen Minuten Tatjana Hüfner: Die 34-Jährige hatte vor dem letzten Lauf noch an zweiter Position gelegen und wollte Geisenberger noch einmal angreifen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Im unteren Streckenabschnitt verlor die erfahrene Thüringerin die entscheidenden Tausendstelsekunden auf Eitberger und die Kanadierin und musste sich im Ziel mit dem undankbaren vierten Rang begnügen.

Die für Südkorea startende gebürtige Deutsche Aileen Frisch fuhr auf einen hervorragenden achten Platz (+ 1,168 Sekunden). Die aus Schellerhau im Erzgebirge stammende 25-Jährige hatte ihre aktive Karriere im Jahr 2015 schon beendet, ehe sie 2017 ihr Comeback für das südkoreanische Team gab.

Sweeney übersteht spektakulären Sturz

Einige Schrecksekunden hatten Pilotinnen und Zuschauer beim schweren Sturz von Emily Sweeney zu überstehen. Die US-Amerikanerin verlor auf der Geraden vor der berüchtigten Kurve neun die Kontrolle über ihren Schlitten, krachte erst mit den Füßen sowie Beinen an die obere Streckenabgrenzung und schlug dann mit dem Kopf auf der unteren Bande der Kurve auf. Wenig später allerdings die Entwarnung: Zwar wurde Sweeney vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Brüche oder andere schwere Verletzungen hat sie aber wohl nicht erlitten.

wp | Stand: 13.02.2018, 14:42

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