Frenzel mit Medaillenchancen - Österreicher führt

Gundersen-Wettkampf | Springen Normalschanze

Frenzel mit Medaillenchancen - Österreicher führt

Aus dem deutschen Kombinierer-Quartett hat Eric Frenzel nach dem Springen von der Normalschanze beste Chancen auf seine nächste Olympiamedaille. Die restlichen Deutschen haben große Abstände. Als Spitzenreiter geht der junge Österreicher Rehrl in die Loipe.

Frenzel landete bei 106,5 Metern und belegt nach dem Springen den fünften Platz. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt vor dem 10-Kilometer-Langlauf, der 10 Uhr startet, 36 Sekunden. Das Podest ist nur acht Sekunden entfernt.

"Der Sprung hat sehr gut gepasst, da habe ich nichts auszusetzen", sagte Frenzel nach dem Springen. "Die Ausgangssituation ist in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden. Mit Lukas (Klapfer) und Akito (Watabe) habe ich zwei gute Läufer vor mir. Ich hoffe, dass ich mit beiden gut zusammenarbeiten kann. Dann ist nach vorn einiges möglich."

Rehrl fliegt auf 112 Meter

Franz-Josef Rehrl

Franz-Josef Rehrl führt nach dem Springen

Den weitesten Satz landete der 24-jährige Österreicher Franz-Josef Rehrl mit 112 Metern. Rehrl, der im Weltcup als beste Platzierung einen siebten Rang erreichte, führt vor Ausnahmespringer Jarl Magnus Riiber (111 Meter), der 15 Sekunden später in die Loipe geht. Weltcupspitzenreiter Akito Watabe kam auf 105,5 Meter und folgt mit 28 Sekunden Rückstand. Rehrl und Riiber dürften es schwer haben, die Spitzenposition zu verteidigen, beide zählen nicht zu den besten Langläufern im Klassement.

Rydzek abgeschlagen

Johannes Rydzek

Johannes Rydzek

Keinen guten Sprung erwischte Johannes Rydzek. Der Sechsfach-Weltmeister, der wegen Schwierigkeiten an der Schanze beim Training am Dienstag (13.02.2018) eine Sprung-Sonderschicht einlegen musste, hatte noch im Probespringen vor dem Wertungsdurchgang mit 105,5 Metern die Bestweite gelandet. Im Wettkampf landete er dann nur bei 101 Metern und Rang elf. Sein Rückstand auf Rehrl beträgt 1:26 Minuten - das dürfte selbst für den herausragenden Läufer Rydzek zu viel sein.

Wechselnder Wind

Wegen Wind musste das Springen zunächst um 30 Minuten verschoben werden, auch im Wettkampf hatten die Kombinerer immer wieder mit wechselnden Winden und leichten Plusgraden zu tun. Der Durchgang ging aber dann recht flüssig über die Bühne, nur Rydzek und Vinzenz Geiger musste wegen wechselnder Winde einmal eine Wind-Wartschleife einlegen. Doch anders als Rydzek behielt auch Geiger die Nerven und sprang auf erwartbare 103,5 Meter. Der starke Läufer geht mit einem Rückstand von 1:41 Minuten auf Spitzenreiter Rehrl in die Loipe, das Podest ist 1:13 Minuten Sekunden entfernt.

Rießle nur auf Rang 16

Einen schwachen Sprung erwischte Fabian Rießle, der schon bei 94,5 Metern landete und nur auf Rang 18 kam. Rießle war nicht der einzige Medaillenkandidat, der patzte. Auch die Norweger Joergen Grabaak (90 Meter) und Jan Schmid (88 Meter) patzten.

Lamy Chappuis, Gruber und Manninen abgeschlagen

Einige der großen Namen der Nordischen Kombination haben deutliche Rückstände und werden mit der Medaillenvergabe nichts zu tun haben. Der Franzose Jason Lamy Chappuis sprang auf 96 Meter und geht als 19. mit mehr als zwei Minuten Rückstand in die Loipe, der Österreicher Berndhard Gruber kam nach langer Pause wegen einer Blinddarm-Operation nur auf 91,5 Meter und Rang 33. Der Finne Hanu Manninen ist mit einer Weite von 90 Metern bei seinen letzten Olympischen Spielen nur 34. Das Trio wird mit den vorderen Plätzen nichts zu tun haben.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

dh | Stand: 14.02.2018, 08:40

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