Savchenko/Massot von Gold weit entfernt

Eiskunstlauf Paarlaufen Kurzprogramm

Savchenko/Massot von Gold weit entfernt

Bitterer Moment für die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot: Nach einem Fehler im Kurzprogramm liegt das deutsche Paar zur Halbzeit nur auf dem vierten Platz. Der Abstand zu Gold ist schon deutlich.

Während die Konkurrenz am Mittwoch (14.02.2018) fehlerfrei blieb, patzte Bruno Massot beim Salchow. Er sprang nur doppelt statt dreifach und war danach am Boden zerstört: "Ich war nicht stark genug für einen Dreifachsprung. Ich hoffe morgen wird es besser", sagte der gebürtige Franzose. Aljona Savchenko, die sich unbedingt ihren Goldtraum verwirklichen möchte, gab sich kämpferisch: "Wir haben morgen noch eine Chance. Der Wettbewerb ist noch nicht vorbei." Mit Ausnahme des verpatzten Sprunges wirkte das Programm flüssig. Die Hebefiguren und der dreifache Wurfflip klappten perfekt und lassen den Olympia-Gold-Traum noch am lodern.

Weltmeister liegen in Führung

Allerdings sind Savchenko/Massot bei der Kür am Donnerstag (2.30 MEZ) auf Patzer der Konkurrenz angewiesen. Die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China liegen nach einem fehlerfreien Auftritt vorn (82,39 Punkte). Ihr Vorsprung auf die Europameister Jewgenija Tarassowa/Wladimir Morosow (OAR/81,68) ist hauchdünn. Auf dem Bronzerang rangieren momentan Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada/76,82).

Berliner Paar mit persönlicher Bestleistung

Eiskunstläufer Annika Hocke und Ruben Blommaert

Annika Hocke und Ruben Blommaert nach ihrer gelungenen Kurzkür

Das zweite deutsche Paar, die Berlinerin Annika Hocke und Ruben Blommaert aus Oberstdorf, sind mit einer persönlichen Bestleistung ins Kür-Finale eingezogen. Bei ihrem Olympia-Debüt schlugen sich die 17-jährige Berlinerin und der 25 Jahre alte Deutsch-Belgier hervorragend. Zwar patzte Blommaert beim dreifachen Toeloop, doch insbesondere der Rittberger gelang glänzend. Die Punktrichter belohnten die Leistung mit 63,04 Punkten. Damit zogen die DM-Dritten als 16. und letzte ins Finale ein. Die besten 16 von 22 Paaren erreichten die Medaillenentscheidung am Donnerstag (02.30 Uhr MEZ).  

Paar aus Nordkorea gefeiert

Dann dürfen auch die Paarläufer aus Nordkorea, Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik, noch einmal auf das Eis gehen. Als Elfte qualifizierten sie sich für das Kürfinale. Das Paar aus Pjöngjang hatte das Olympia-Ticket im September gelöst. Nachdem der nationale Verband die Meldefrist verstreichen ließ, brauchten die Schützlinge des kanadischen Trainers Bruno Marcotte letztlich eine IOC-Einladung, um in Südkorea an den Start gehen zu können.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

sst | Stand: 14.02.2018, 06:04

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