DEB-Team muss von Null auf Hundert schalten

Eishockey-Cheftrainer Marco Sturm

Anspruchsvoller Start für deutsche Eishockey-Mannschaft

DEB-Team muss von Null auf Hundert schalten

Von Jörg Strohschein

Das deutsche Eishockey-Team startet mit einem schweren Auftaktprogramm ins olympische Turnier. Gegen Finnland muss das Team von Bundestrainer Marco Sturm gleich Höchstleistungen zeigen.

Der Stolz war der deutschen Eishockeymannschaft deutlich anzumerken. "Wir im Eishockey bekommen zu selten solche Besuche", sagte Bundestrainer Marco Sturm. Spieler und Verantwortliche des DEB-Teams interpretierten den Trainingsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kurz nach der Ankunft in Pyeongchang als ein gutes Omen.

Zum einen zeigte dies, welche Bedeutung das Eishockey für die Olympischen Spiele hat. Zum anderen wurde deutlich, welch Verantwortung auf die deutsche Mannschaft, die die letzten Winterspiele in Sotschi noch verpasst hatte, zukommt. "Eishockey ist mit das Größte bei den Winterspielen - von den Zuschauerzahlen, vom Interesse", sagte der Kölner Angreifer Felix Schütz: "Es ist eine tolle Sache, gute Werbung. Wir können stolz sein."

Erfahrenes deutsches Team

Bundespräsiden Frank-Walter Steinmeier zu Besuch beim DEB-Team.

Bundespräsiden Frank-Walter Steinmeier zu Besuch beim DEB-Team.

Am Donnerstag (15.02.2018) startet das 25 Spieler umfassende deutsche Team, das von den routinierten, ehemaligen NHL-Spielern Christian Ehrhoff (Kölner Haie) und Marcel Goc (Adler Mannheim) angeführt wird, in Gruppe C in den Wettbewerb. "Wir verfügen über eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern", sagt Sturm, der beim olympischen Turnier auf 16 Spieler vertraut, die schon bei der Heim-WM 2017 in Köln dabei waren.

Und Erfahrung kann bei diesem Turnier sicher nicht schaden. Denn das Auftaktprogramm hat es in sich. Das Sturm-Team muss gleich aus dem Stand von Null auf Hundert schalten. Ein langsames Reintasten ins Turnier wird es nicht geben. Vizeweltmeister Finnland, Schweden und Norwegen sind die deutschen Gegner.

NHL verweigert Abstellungen

"Mit Finnland, Schweden und Norwegen haben wir die vermutlich stärkste Gruppe erwischt", so Bundestrainer Marco Sturm. Beginnen wird das Team in der Halle von Gangneung gegen Finnland (4.10 Uhr MEZ). Dass Marco Sturm aber auch alle anderen Turnier-Teilnehmer nicht auf den besten Kader zugreifen können, liegt an der Weigerung der NHL-Teams, ihre Profis für die Olympischen Spiele freizugeben. Auf der Torhüter-Position trifft diese Regelung die deutsche Mannschaft wohl am Härtesten.

Weder Philipp Grubauer (Washington) und Thomas Greiss (New York Islanders) können beim Turnier mitwirken. Zur Verfügung stehen aus der heimischen Deutschen Eishockey Liga Dennis Endras (Mannheim), Timo Pielmeier (Ingolstadt) und Danny aus den Birken (München). In der ersten Partie wird Danny aus den Birken im Tor stehen. "Er macht einen sehr guten Eindruck, er bringt Ruhe rein", sagt der Bundestrainer.

Sturm geht zuversichtlich in die erste Partie. "Wichtig ist, dass der Großteil unserer Mannschaft schon zusammengespielt hat und unser System kennt", sagt der Bundestrainer und gibt sich kämpferisch: "Wir wollen versuchen, die Großen zu ärgern." 

Alle Eishockey-Vorrunden-Termine auf einen Blick:

Stand: 14.02.2018, 10:00

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