Gold-Hoffnung Dahlmeier greift an

Vorschau auf den Biathlon-Sprint der Frauen

Gold-Hoffnung Dahlmeier greift an

Mit dem Sprint-Rennen der Damen starten am Samstag (20.15 Uhr Ortszeit/12.15 MEZ im Livestream) die olympischen Biathlon-Wettbewerbe. Neben Gold-Hoffnung Laura Dahlmeier nominierte Bundestrainer Gerald Hönig auch Umsteigerin Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz. Maren Hammerschmidt und Franziska Preuß bleibt nur die Zuschauerrolle.

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier

Alle Augen sind auf Laura Dahlmeier gerichtet. Die 24-Jährige hatte im vergangenen Jahr bei der WM in Hochfilzen als erste Biathletin fünfmal Gold und einmal Silber geholt und gilt bei Wettanbietern und Experten als Top-Favoriten "Wenn sie gesund bleibt, ist sie nur schwer zu schlagen oder hat zumindest in jedem Rennen eine Chance auf das Podium", glaubt Magdalena Neuner. Für Dahlmeier spricht aus Sicht von Neuner vor allem die extreme mentale Stärke. "Ich glaube nicht, dass sie jemals Probleme am Schießstand bekommen wird. Sie ist für diesen Sport gemacht, geboren" sagte Neuner, die am Schießstand ja nicht ganz so abgezockt war. Zu schaffen macht Dahlmeier momentan nur die eisige Kälte im Biathlon-Stadion. "Aber ich versuche es entspannt zu nehmen", sagte die Bayerin.

Überrascht Herrmann alle?

Denise Herrmann

Denise Herrmann

Im Schatten von Dahlmeier hat sich Denise Herrmann zur Medaillenkandidatin gemausert. Die Oberwiesenthalerin, die ihre ersten Spiele als Biathletin erlebt, ist aktuell die beste deutsche Läuferin im Weltcup und setzte mit zwei Sprint-Siegen zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen. Herrmann glänzte in nahezu jedem Rennen mit der Laufbestzeit, wenn es in Pyeongchang mit dem Schießen klappt, kann es ganz weit nach vorn gehen. "Bei mir ist der Dreh- und Angelpunkt am Schießstand. Da will ich mit der Saison-Bestleistung weggehen", erklärte die frühere Langläuferin.

Hinz: "Strecke ist brutal stumpf"

Vanessa Hinz, die sich in der internen Ausscheidung gegen Hammerschmidt und Preuß durchsetzte, will ein "gutes Rennen machen". Die Strecken haben die Biathletinnen schon im Training kennen-, aber nicht lieben gelernt. "Die hier ist brutal stumpf und extrem langsam", meinte Hinz. Dass statt Vormittags erst am späten Abend gelaufen wird, sollte kein Problem sein. Um bestens vorbereitet zu sein, griffen die Verantwortlichen in die Trickkiste. Die Athletinnen bleiben bis tief in die Nacht auf, schlafen dann fast bis Mittags. So bleibt die Zeitspanne bis zum Wettkampf ähnlich der im Weltcup, sagte Hönig.

Männersprint - Quartett ausgewählt

Am Sonntag (20.15 Uhr Ortszeit/12.15 MEZ) gehen die Männer erstmals im Kampf um die Medaillen in die Loipe. Erwartungsgemäß starten Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll. Die Olympia-Debütanten Johannes Kühn und Roman Rees müssen sich noch gedulden.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

sst | Stand: 09.02.2018, 07:42

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