Russische Sportler entscheiden am 12. Dezember

 Alexander Zhukov Präsident des russischen olympischen Komitees

Nach Dopingskandal in Russland

Russische Sportler entscheiden am 12. Dezember

Die russischen Olympia-Sportler sollen am 12. Dezember entscheiden, ob sie zu den Winterspielen nach Südkorea fahren oder nicht.

Das kündigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, am Dienstag (05.12.2017) in Lausanne an. Zu der "Olympischen Versammlung" sollten die potenziellen Teilnehmer, Trainer und Verbandsvertreter kommen, sagte er der Agentur "Tass" zufolge.

Wegen des russischen Doping-Skandals hat das Internationale Olympische Komitee beschlossen, Russland nicht als Mannschaft zu den Spielen in Pyeongchang im Februar zuzulassen. Einzelne, nachweislich nicht gedopte Sportler dürfen unter der olympischen Flagge antreten.

Schukow hält die Existenz eines staatlichen Dopingsystems weiter für nicht bewiesen. Bei den Strafen gegen Russland habe sich das Internationale Olympische Komitee leider von den Aussagen des Kronzeugen Grigori Rodschenkow leiten lassen, sagte Schukow. "Wir reden heute über die Disqualifizierung eines ganzen Landes aufgrund der durch keinerlei Belege gestützten Aussagen eines Betrügers, der in ein fremdes Land geflohen ist."

Rodschenkow steht unter Schutz des FBI

Rodschenkow hatte früher das Moskauer Anti-Doping-Labor geleitet, war aber eine Schlüsselfigur in den Manipulationen, gerade bei den Winterspielen in Sotschi 2014. Er lebt inzwischen in den USA an einem anonymen Ort und steht unter dem Schutz des FBI.

Nach Angaben der Agentur "Interfax" entschuldigte sich Schukow bei der IOC-Sitzung für die Vorfälle. Sie seien aber die Schuld Rodschenkows und seiner Umgebung gewesen. Die staatliche Ebene habe damit nichts zu tun.

Organisationskomitee: "Respektieren IOC-Entscheidung"

Das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang "akzeptiert und respektiert" derweil die IOC-Entscheidung im russischen Doping-Skandal. "Wir werden mit dem IOC und allen anderen relevanten Akteuren zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Athleten und Offiziellen, die an den Spielen teilnehmen, die bestmöglichen Erfahrungen machen können", hieß es in einer am Dienstag vom südkoreanischen POCOG veröffentlichten Mitteilung.

sid/dpa | Stand: 05.12.2017, 21:30

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