Dinge, die Sie in Korea (nicht) machen sollten

Dinge, die Sie in Korea (nicht) machen sollten

Noch sind Tickets für die Olympischen Spiele und Paralympics in Pyeongchang zu haben. Eine Korea-Reise? Gern, aber worauf Sie bei Ihrem Trip achten sollten, hat sportschau.de recherchiert.

Koreaner in einem Tempel

1) Bunte Socken? Das könnte peinlich werden. Denn in einem Tempel, einem Teehaus und vielen Restaurants müssen Sie in Korea Ihre Schuhe ausziehen.

1) Bunte Socken? Das könnte peinlich werden. Denn in einem Tempel, einem Teehaus und vielen Restaurants müssen Sie in Korea Ihre Schuhe ausziehen.

2) Riesenhunger? Wenn Sie mit Koreanern speisen, sollten Sie trotzdem warten, bis der Ranghöchste oder Älteste mit dem Essen beginnt. Er beendet das Essen auch. Wenn er nichts mehr bestellt, ist es unhöflich, noch weiterzuessen.

3) Wenn es in der Nase kribbelt: Oh, oh. Nase putzen beim Essen sehen Koreaner gar nicht gern. Das empfinden sie als eklig. Notfalls sollten Sie sich mit einer Serviette möglichst geräuschlos die Nase abtupfen.

4) Hm, lecker! Da will man am liebsten schlemmen, bis jedes Schälchen leer ist. Als wir Kinder waren, haben unsere Mütter teilweise gesagt: "Wenn Du aufisst, scheint morgen die Sonne." In Korea ist es wichtig, dass Sie noch etwas übrig lassen. Sonst entsteht der Eindruck, Sie wären nicht satt geworden. Besonders beliebt ist übrigens Kimchi, eingemachtes Gemüse. Viele Haushalte haben sogar einen eigenen Kimchi-Kühlschrank.

5) Soju nicht unterschätzen: Dieser Branntwein aus Reis hat zwar nur einen Alkoholgehalt von 20 Prozent, aber nur ein paar Schlucke reichen. Soju wirkt langsam und kann Unachtsame hart erwischen. Jedes Jahr werden in Korea Millionen Kästen Soju verkauft.

6) Trinkgelder in Korea unüblich: Was auf der Rechnung steht, wird auch bezahlt. Ein Trinkgeld für die Bedienung gibt es nicht. Sie sind mit Freunden oder Kollegen unterwegs und wollen nur Ihr Menü bezahlen? Das kennen die Kellner oder Kellnerinnen nicht. Klären Sie das am besten, nachdem Sie das Restaurant verlassen haben.

7) Auch Taxifahrer und andere Servicekräfte bekommen kein Trinkgeld. Apropos Taxi: Murmeln oder das ungenaue Aussprechen Ihres Zielortes könnte dafür sorgen, dass sie ganz woanders hingefahren werden. Am besten zeigen Sie den gewünschten Ort auf einer Karte. Ein Beispiel aus der Metropole Seoul: Dort gibt es die Bezirke Sinchon (gesprochen "Sin-CHOWN") und Sincheon (gesprochen "Sin-CHAWN"). Viele Taxifahrer sprechen kein Englisch. Oft kommen Sie mit der U-Bahn leichter an ihr Ziel.

8) Wundern Sie sich nicht, wenn Autofahrer rechts überholen. Was auf der Autobahn kaum vorstellbar ist, ist auf den Schnellstraßen Koreas erlaubt und üblich. Auch in der Stadt ist einiges beim Autofahren anders: Der koreanische Zebrastreifen dient nur der Orientierung. Sie müssen die Fußgänger nicht überqueren lassen.

9) Und wenn Sie den Bus nehmen? Da heißt es nach dem Kaufen des Tickets: Rette sich, wer kann! Suchen Sie sich schnellstmöglich etwas zum Festhalten. Die Busfahrer warten nicht, bis die Fahrgäste ihre Plätze eingenommen haben. Zudem sind die Busfahrer sehr schnell unterwegs. Genau so schnell wie sie aufs Gaspedal drücken, drücken sie übrigens auch auf die Bremse. Am besten sitzen sie möglichst weit hinten. Vorn befinden sich die Plätze für Rollstuhlfahrer oder Schwangere.

10) Zu guter Letzt: Verlassen Sie Ihre Komfortzone. Eine Reise in ein fremdes Land ist die beste Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren. Noch nie Karaoke gesungen? Egal wie schief es klingen mag, die Koreaner lieben das Interpretieren der Chart-Hits. Sie müssen ja nicht gleich mit einem K-Pop-Titel anfangen. Thema in: Das Erste, Sportschau, 09.02.2018, 9:05 Uhr

Stand: 24.01.2018, 14:57 Uhr

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