DOSB fordert mehr als 19 Medaillen

Olympia Pyeongchang 2018: So sehen die Medaillen der kommenden Winterspiele aus

Deutsches Olympiateam

DOSB fordert mehr als 19 Medaillen

Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi erlebte der Deutsche Olympische Sportbund ein kleines Debakel. Mit nur 19 Medaillen rutschte Deutschland auf Platz sechs im Medaillenspiegel ab. Eine Leistungssportreform wurde initiiert, aber hilft das schon in Pyeongchang 2018?

2002 in Salt Lake City holten die deutschen Athletinnen und Athleten noch 36 Medaillen, in Turin 2006 waren es 29, in Vancouver 2010 30. Mit dieser Ausbeute rangierte die deutsche Olympiamannschaft immer auf den vorderen Plätzen im Medaillenspiegel.

In Sotschi 2014 dann der Absturz: "nur" 19 Mal Edelmetall, Platz sechs im Medaillenspiegel. Fast alles wurde hinterfragt, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) initiierte eine Leistungssportreform, um perspektivisch wieder an frühere Glanzzeiten anzuknüpfen. Die Spiele von Pyeongchang könnten aber noch zu früh kommen, um erste Ergebnisse dieser Reform zu sehen.

DOSB: "Wollen uns an Sotschi orientieren"

Olympia Pyeongchang 2018: Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des DOSB

Dirk Schimmelpfennig

"Wir wollen zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben. Deshalb ist das Ergebnis von Sotschi das, an dem wir uns orientieren wollen", sagt Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des DOSB: "Wir wollen nach Möglichkeit die Zahl von 19 Medaillen, die wir dort gewonnen haben, übertreffen."

Die Leistungssportreform wird in Südkorea wohl kaum auffallen, weil die vom DOSB eingeführte neue Fördersystematik mit einer Potenzialanalysebewertung im Wintersport erst zum Olympiazyklus 2019 bis 2022 ihre volle Wirkung entfalten kann. "Wir sind in einem laufenden Olympia-Zyklus, die Verbände haben nach den Analysen der Sotschi-Spiele ihre Konzepte in Richtung Pyeongchang aufgestellt", so Schimmelpfennig: "Diese wollten wir nun auch in aller Ruhe konsequent durchziehen."

"Effekte der Leistungssportreform", sehe er für Pyeongchang aber noch nicht. "Wir haben im vergangenen Jahr einen erfolgreichen Winter gehabt und können davon ausgehen, dass wir mit einer leistungsstarken Olympia-Mannschaft reisen werden", sagte Schimmelpfennig, aber "wer den Sport kennt, weiß aber, dass sich Ergebnisse nicht wiederholen."

Größeres Team als in Sotschi

Für Pyeongchang plant der DOSB mit einem rund 170 bis 180 Athletinnen und Athleten großen Team, weil sich die deutschen Eishockey-Herren, die die Spiele in Sotschi 2014 verpasst hatten, qualifiziert haben. Dort waren es 153 Teilnehmer. "Als Präsident wünsche ich mir erst einmal ein möglichst großes Team D und sichere und für unsere Athleten einmalige Spiele mit tollen Erlebnissen", sagt DOSB-Chef Alfons Hörmann. Nominiert werden die Olympia-Starter am 16. und 23. Januar 2018.

Thema in: ARD-Mittagsmagazin, Mittwoch, 1.11., 13.00 Uhr

dpa | Stand: 30.10.2017, 13:17

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