Bald Olympia-Gespräche zwischen Nord- und Südkorea?

Nordkoreanische Frauen mit der Landesflagge

Annäherung zwischen den verfeindeten Ländern

Bald Olympia-Gespräche zwischen Nord- und Südkorea?

Es scheint so, als könnte sich kurz vor den Olympischen Spielen die politische Lage zwischen Nord- und Südkorea zumindest etwas entspannten. Jetzt wurde ein konkreter Terminvorschlag für Gespräche unterbreitet.

Vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang deutet sich zwischen den verfeindeten Ländern Südkorea und Nordkorea eine lange erhoffte Entspannung an. Einen Tag nachdem Nordkoreas Dikator Kim Jong-Un am Neujahrstag die Entsendung nordkoreanischer Sportler in den Süden in Aussicht gestellt hatte, reagierte Südkorea mit konkreten Terminvorschlägen.

Treffen am 9. Januar vorgeschlagen

Der südkoreanische Einheitsminister Cho Myoung-Gyon schlug am Dienstag (02.01.2018) den 9. Januar als Datum für hochrangige Gespräche vor. "Wir hoffen, dass der Süden und der Norden sich von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen und über die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Spielen in Pyeongchang diskutieren können. Genauso wie über weitere Themen von gemeinsamem Interesse für die Stärkung der Beziehungen", sagte Cho auf einer Pressekonferenz.

IOC und China begrüßen Entwicklung

Sowohl das Internationale Olympische Komitee (IOC) als auch China reagierten noch am Dienstag positiv auf die politische Entwicklung zwischen beiden Ländern. In einer Mitteilung des IOC heißt es, man begrüße "die beiderseitige Absicht" der Regierungen, Gespräche zu führen. In diesem Zusammenhang sollen auch die Diskussionen mit dem Nationalen Olympischen Komitee Nordkoreas über eine Teilnahme fortgesetzt werden. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, beide Länder sollten die Winterspiele nutzen, "um die bilateralen Beziehungen zu verbessern."

Nordkoreanische Eiskunstläufer qualifiziert - aber nicht gemeldet

Nebelhorn Trophy in Oberstdorf (Bayern). Tae Ok Ryom und ihr Partner Ju Sik Kim aus Nordkorea

Sportlich für die Winterspiele qualifiziert sind die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik, allerdings hatte Nordkorea zuletzt eine Meldefrist des Eiskunstlauf-Weltverbandes ISU verstreichen lassen. Das Reglement lässt jedoch weiterhin die Vergabe einer zusätzlichen Startgenehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu.

dh/sid | Stand: 02.01.2018, 17:45

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