Die Medaillenchancen der Deutschen, Teil II

Olympische Winterspiele in Pyeongchang

Die Medaillenchancen der Deutschen, Teil II

Vor vier Jahren bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi hatte DOSB-Präsident Alfons Hörmann 30 Medaillen vorgegeben, es wurden 19. Wo diesmal die Chancen der Deutschen liegen, lesen Sie hier im zweiten Teil des Überblicks von sportschau.de.

Rennrodeln

Natalie Geisenberger rodelt in Altenberg zum Sieg

Natalie Geisenberger rodelt in Altenberg zum Sieg

Medaillen winken in jedem Wettbewerb: Felix Loch könnte im Herren-Einsitzer nach Vancouver und Sotschi den Titel-Hattrick perfekt machen, auch wenn er zuletzt mal schwächelte. Bei den Damen ist Natalie Geisenberger die Top-Favoritin auf Gold, aber auch Tatjana Hüfner und Julia Taubitz haben beste Chancen. Bei den Doppelsitzern sind Toni Eggert/Sascha Benecken klare Gold-Favoriten, die Weltcup-Zweiten Tobias Wendl und Tobias Arlt sind für Edelmetall auch fest eingeplant.

Shorttrack

Bianca Walter und Anna Seidel sind am Start, aber aller Voraussicht nach chancenlos beim Kampf ums Podium. Deutsche Männer fehlen ganz.

Skeleton

Alle Deutschen können ganz vorn mitfahren. Zuletzt am Königssee gewann Axel Jungk den Weltcup, auch Christopher Grotheer und Alexander Gassner landeten weit vorn. Bei den Damen dominieren Jaqueline Lölling und Tina Herrmann die Weltcupgesamtwertung - hier winkt sogar ein Doppelsieg.

Ski Alpin

Thomas Dreßen freut sich über seinen Sieg in Kitzbühel

Beste Olympia-Motivation: Thomas Dreßen jubelt über seinen Sieg in Kitzbühel.

Bis vor kurzem undenkbar: Bei den Herren gibt es gleich mehrere Medaillen-Kandidaten, vor allem in den Speed-Disziplinen. Thomas Dreßen empfahl sich mit einem sensationellen Streif-Sieg, auch Josef Ferstl (Super-G) und Andreas Sander (Abfahrt) können jederzeit aufs Podest fahren. In den technischen Disziplinen könnten Linus Straßer (Slalom) und Alexander Schmid (Riesenslalom) für eine Überraschung gut sein, Medaillen sind aber unwahrscheinlich, nachdem Felix Neureuther und Stefan Luitz verletzungsbedingt fehlen. Fritz Dopfer hat wohl nur Außenseiter-Chancen.

Bei den Damen ist nur Viktoria Rebensburg eine ernsthafte Medaillen-Kandidatin - beim Riesenslalom am Kronplatz zeigte sie mit ihrem Sieg ein Traum-Comeback nach ihrer langwierigen Grippe.

Skilanglauf

Top-Ten-Ergebnisse wären für Nicole Fessel und Stefanie Böhler gut, Medaillen sind höchst unwahrscheinlich, auch in der Staffel. Im Sprint können Hanna Kolb und Sandra Ringwald an einem guten Tag weit kommen, eine Medaille wäre aber sensationell. Bei den Herren scheint eine Medaille derzeit außer Reichweite.

Skispringen

Richard Freitag und Andreas Wellinger

Richard Freitag (li.) und Andreas Wellinger.

Richard Freitag und Andreas Wellinger liegen im Weltcup direkt hinter Überflieger Kamil Stoch - da winken Medaillen. Im Team gab es zuletzt bei der WM in Oberstdorf Platz vier, mit entsprechend viel Wut im Bauch fliegen die Deutschen nach Pyeongchang. Bei den Damen sind Katharina Althaus und die Gold-erfahrene Carina Vogt sehr zu beoachten.

Snowboard

Ramona Hofmeister beim Snowboard-Weltcup in Bad Gastein

Große Medaillenhoffnung in Pyeongchang: Snowboarderin Ramona Hofmeister

Mit ihren ersten beiden Weltcup-Siegen im Snowboard-Parallelslalom im Januar katapultierte sich Ramona Hofmeister in den Kreis der Medaillen-Kandidatinnen. Auch Selina Jörg empfahl sich bereits mit einem zweiten Platz in diesem Winter. Gemeinsam mit Stefan Baumeister, mit dem sie diese Saison bereits einen zweiten Platz eingefahren hat, hat Ramona Hofmeister auch im Team-Parallelslalom alle Chancen. Bei den Herren wäre eine Einzel-Medaille für Stefan Baumeister und Patrick Bussler eine große Überraschung.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 23.01.2018, 22.50 Uhr

red | Stand: 23.01.2018, 13:00

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