Kronzeuge Rodschenkow sagt vor dem CAS aus

Verhandlung

Kronzeuge Rodschenkow sagt vor dem CAS aus

Doping-Kronzeuge Grigori Rodschenkow wird bei der Verhandlung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS über die Einsprüche der 42 lebenslang für Olympia gesperrten russischen Wintersportler aussagen. Das bestätigte sein New Yorker Anwalt Jim Walden der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Grigori Rodschenkow

Grigori Rodschenkow

Die Anhörungen sollen demnach am 22. Januar beginnen, die Urteile "am oder vor dem 31. Januar" fallen. Für seine Aussagen soll Rodschenkow per Video zugeschaltet werden. Die IOC-Untersuchungskommission unter Vorsitz des Schweizers Denis Oswald hatte den ehemaligen Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors als glaubwürdigen Zeugen eingestuft.

42 Sportler gesperrt

Whistleblower Rodschenkow war der Kopf des russischen Doping-Programms rund um Olympia in Sotschi. Auf seinen Aussagen basieren große Teile der beiden McLaren-Berichte, in denen Russland ein staatlich gelenktes Dopingsystem nachgewiesen wurde. Mehr als 1.000 Athleten sollen demnach von den Manipulationen profitiert haben. Rodschenkow, der in die USA geflüchtet ist, befindet sich im Zeugenschutzprogramm des FBI und hält sich an einem geheimen Ort auf.

In den letzten Wochen waren 42 russische Sportler vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lebenslang für olympische Wettbewerbe gesperrt worden. Dagegen wehren sie sich. Sie bestreiten, mit Rodschenkow zusammengearbeitet zu haben und reichten Klage gegen die Annullierung ihrer Ergebnisse von Sotschi 2014 und gegen die lebenslangen Sperren ein. Dazu gehört auch Skilangläufer Alexander Legkow. Sein deutscher Trainer Markus Cramer glaubt ihm und erklärte: "Alexander hat Herr Rodschenkow nie persönlich getroffen. Es gibt sehr viele widersprüchliche Aussagen."

Thema in: MDR Aktuell, 11.01.2017, 11.40 Uhr

Stand: 11.01.2018, 12:09

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