Deutsches Mixed-Team nicht zu schlagen

Nordische Ski-WM - Skispringen, Mixed

Nordische Ski-WM in Lahti

Deutsches Mixed-Team nicht zu schlagen

Mission erfüllt. Die deutschen Skispringer und Skispringerinnen haben ihren Titel verteidigt. Die große Überraschung dabei war die Dominanz des DSV-Quartetts. Die Konkurrenz hatte nicht den Hauch einer Chance.

Einen kompletten Medaillensatz hatte sich das deutsche Skisprung-Team in Lahti bereits gesichert. Und als Titelverteidiger hoffte das DSV-Quartett im Mixed-Wettbewerb auf weiteres Edelmetall. Dass es am Ende wieder zu Gold reichen könnte, war schon früh im Wettkampf absehbar. Carina Vogt, Svenja Würth, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger hielten die Konkurrenz von Beginn an souverän auf Distanz und sicherten sich Gold vor Österreich und Japan.

Die Bilder vom deutschen Mixed-Gold

Nordische Ski-WM - Skispringen, Mixed

Ab geht's nach oben. Svenja Würth im verschneiten Lahti auf dem Weg zur Schanze. Sonntag ist Mixed-Wettkampf.

Ab geht's nach oben. Svenja Würth im verschneiten Lahti auf dem Weg zur Schanze. Sonntag ist Mixed-Wettkampf.

Pünktlich zu Wettkampfbeginn legte der Schneefall los. Die Flocken behinderten aber nur die Sicht der Zuschauer ...

... die Springer, hier der Japaner Taku Takeuchi, störte der Flockenwirbel nicht ...

... zumal die Bedingungen für alle etwa gleich waren.

Carina Vogt, die Einzige, die aus dem Siegerteam von vor zwei Jahren noch dabei war, brachte das DSV-Quartett gleich in Führung. Mit 98 und 95 Metern landete sie jeweils die Bestweite ihrer Gruppe.

Auch Markus Eisenbichler war mit 95,5 Metern und 99,5 Metern Bester seiner Gruppe.

Svenja Würth hielt den Vorsprung mit Weiten auf 95 und 95,5 Metern konstant.

Andreas Wellinger machte mit 98 und 99 Metern den Deckel drauf.

Der Moment, als die 1 auf der Anzeige aufleuchtet.

Das ganze Team feierte ...

... und am Abend gab es die Medaillen.

Über Silber freuen konnten sich die Österreicher mit Michael Hayböck.

Das Quartett Jaqueline Seifriedsberger, Stefan Kraft, Daniela Iraschko-Stolz und Michael Hayböck (v.l.n.r.) verewigte den Moment mit einem Selfie.

Die Japaner mit Einzel-Silbermedaillengewinnerin Yuki Ito ...

... wurden Dritte.

Geschlagen geben mussten sich die Slowenen mit Peter Prevc als Vierte - aber schon mit 18 Punkten Rückstand.

Die Hoffnungen der Finnen um Altmeister Janne Ahonen wurden bereits im ersten Durchgang beendet. Als Elfte nach dem ersten Sprung verpassten sie den Sprung unter die besten Acht.

Die Freude bei den Deutschen, den Österreichern und den Japanern war dafür umso größer.

DSV-Quartett dominiert Konkurrenz

Andreas Wellinger beim Mixed-Wettbewerb der WM in Lahti (26.02.2017)

Andreas Wellinger konnte den letzten Sprung entspannt angehen.

Das deutsche Team hatte sich im ersten Durchgang bereits knapp 18 Punkte Vorsprung auf Japan und Österreich erarbeitet. Carina Vogt und Markus Eisenbichler erwischten auch in ihrem jeweils zweiten Versuch sehr gute Sprünge und bauten die Führung auf mehr als 32 Punkte aus. Die Dritte im Bunde, Svenja Würth, musste bei ihrem zweiten weiten Satz auf 95,5 Meter zwar ein paar Abzüge bei den Haltungsnoten hinnehmen, aber der Vorsprung blieb komfortabel. Schlussspringer Andreas Wellinger machte den Sack mit hervorragenden 98,0 Metern zu und freute sich im ZDF-Interview: "Wenn es einem die Teamkollegen so leicht machen für den letzten Sprung, dann kann man das so richtig genießen." Am Ende kam Deutschland auf 1035,5 Punkte. Die zweitplatzierten Österreicher hielten mit 999,3 Punkten die Japaner (979,7) recht deutlich auf Distanz.

Schuster: "Riesenlob an Carina Vogt"

Damen-Skipspringen Nordische Ski-WM Lahti

Carina Vogt brachte das DSV-Quartett souverän in Führung.

Den Grundstein zu Gold hatte Weltmeisterin Vogt gleich zu Beginn mit einem sensationellen Flug auf 98,0 Meter gelegt. Sie nahm der Mitfavoritin Sara Takanashi acht Meter ab und brachte den Titelverteidiger sofort auf Platz eins. Die Teamkollegen zogen nach und hatten bereits zur Halbzeit einen Vorsprung, über den der Bundestrainer Werner Schuster im ZDF-Interview sagte: "Das sollte eigentlich genügen und den Jungs und Mädels Kraft geben, auf dieser Welle weiter zu segeln." Und das taten sie auch. Keiner im DSV-Quartett zeigte eine Schwäche, alle konnten ihre Bestleistung abrufen. Entsprechend überwältigt sagte Svenia Würth nach dem Wettkampf: "Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Ich muss das erst mal sacken lassen. Ich hab vielleicht ein paar Punkte liegen lassen, aber es waren trotzdem zwei gute Sprünge." Als das Gold für Deutschland feststand, gab Bundestrainer Schuster zu: "Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass es ganz eng wird. Da geht ein Riesenlob an Carina Vogt. Ihre Leistung hat dem Team Sicherheit gebracht." Damentrainer Andreas Bauer zeigte sich ähnlich überrascht: "Es war unglaublich. So eine Skisprung-Demonstration zu zeigen, das war unfassbar für mich."

ake | Stand: 26.02.2017, 18:18

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