Deutschland schlägt Ägypten und steht im Viertelfinale

Carsten Lichtlein im Spiel gegen Ägypten

Deutschland - Ägypten

Deutschland schlägt Ägypten und steht im Viertelfinale

Deutschland steht dank eines souveränen Erfolgs über Ägypten im Viertelfinale der WM und trifft nun auf Gastgeber Katar. Einen entscheidenden Anteil am Sieg hatte wieder Mal der Torwart.

Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson besiegte Ägypten nach einer Weltklasseleistung von Torhüter Carsten Lichtlein souverän mit 23:16 (12:8) und trifft im Viertelfinale am Mittwoch (16.30 Uhr) auf Gastgeber Katar. Bester Werfer der deutschen Mannschaft war Kapitän Uwe Gensheimer mit sechs Toren.

Mit einem weiteren Sieg gegen Katar würde das deutsche Team erstmals seit dem Titelgewinn im eigenen Land vor acht Jahren wieder unter die besten vier Mannschaften der Welt vorstoßen und sich zudem einen Platz bei einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2016 in Rio sichern.

Lichtlein erneut überragend

Dem Gummersbacher Lichtlein war das Lob von allen Seiten unterdessen fast schon ein bisschen peinlich, noch Minuten nach Spielende machten sogar die ägyptischen Fans Erinnerungsfotos mit dem 34-Jährigen nach einem denkwürdigen Abend. "Man muss auch die Ruhe und Gelassenheit haben, um einfach auch mal stehen zu bleiben. Dabei hilft auch schon das Alter", sagte Lichtlein, nachdem er zum Spieler des Spiels ausgezeichnet worden war. Bundestrainer Sigurdsson sagte: "Wenn wir so eine Torhüter- und Abwehrleistung wieder hinbekommen, ist alles möglich." 56 Prozent aller Würfe parierte Lichtlein und trieb die Ägypter damit zur Verzweiflung.

Lange wollte sich Lichtlein mit der Partie gegen Ägypten aber nicht aufhalten, seine Gedanken kreisten schon um das Viertelfinale gegen Katar. "Ich will 2016 zu den Olympischen Spielen nach Rio. Mit einem Sieg gegen Katar hätten wir die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier sicher. Das muss das Ziel sein", sagte Lichtlein.

Gute Lösungen im deutschen Angriff

Die Ägypter gingen von Beginn an sehr hart zu Werke. Die deutsche Mannschaft zeigte sich von dieser Spielweise, der offensiven Deckung und der lautstarken Unterstützung für die Ägypter aber nur in den ersten Minuten beeindruckt. Steffen Weinhold sorgte mit dem ersten Tor nach 4:45 Minuten für Ruhe und Sicherheit im deutschen Spiel. Die deutsche 5:1-Abwehr agierte äußerst aufmerksam, dahinter trieb Lichtlein die Ägypter zur Verzweiflung. Zehn Paraden, drei abgewehrte Siebenmeter und eine sich auf die Mitspieler übertragende Ruhe - der Gummersbacher Schlussmann war im ersten Durchgang der Rückhalt.

Von Lichtleins Paraden beflügelt fand auch der deutsche Angriff immer wieder gute Lösungen. Rechtsaußen Patrick Groetzki sorgte mit seinem vierten Treffer in Unterzahl für die erste Vier-Tore-Führung der DHB-Auswahl (7:3/15.). Auch nach dem Wechsel blieb Deutschland zu jeder Zeit klar überlegen. Lichtlein hielt, der Angriff traf und Deutschland führte in der 37. Minute mit 17:8. In der Schlussphase konnte es sich Sigurdsson angesichts des deutlichen Vorsprungs erlauben, einige Stammkräfte mit Blick auf das Viertelfinale gegen Katar zu schonen.

Statistik

Handball · Weltmeisterschaft · Achtelfinale

Montag, 26.01.2015 | 16.30 Uhr

Deutschland

Lichtlein, Heinevetter – Weinhold (3), Drux (1), Kneer, Kraus (1), M. Strobel (3), Schöngarth (1), M. Müller – Gensheimer (6/3), Musche, Groetzki (5), Sellin (1) – Wiencek (2), Pekeler, E. Schmidt

23

Ägypten

Handawy, Khalil, Bakir – Elahmar (4/1), Elderaa (1), Mohamed (3), Elbassiouny, Abouebaid (1), Hashem (2) – Elwakil, Issa (4/1), Amer (1), Radwan – Nawar, A. Abdelrahman, El Masry

16

Fakten und Zahlen zum Spiel

DeutschlandÄgypten
Siebenmeter4 Würfe, 3 Treffer5 Würfe, 2 Treffer
Strafminuten14 Min.10 Min.

Zuschauer:

  • 15000

Schiedsrichter:

  • Novotny/Horacek (Tschechien/Tschechien)

nch/sid/dpa | Stand: 26.01.2015, 18:17

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