Handball-EM: Frankreich und Kroatien in der Hauptrunde

Luka Stepancic und Igor Karacic

Handball-EM in Kroatien - 2. Spieltag

Handball-EM: Frankreich und Kroatien in der Hauptrunde

Weltmeister Frankreich und Gastgeber Kroatien stehen nach zwei Spielen bereits in der Hautprunde. Nicht nur die Kroaten diskutieren jedoch weiterhin um Kapitän Duvnjaks Ausfall.

Das französische Starensemble besiegte am Sonntag (14.01.2018) Außenseiter Österreich mit 33:26 (17:12) und verbuchte ebenso den zweiten Sieg wie die Kroaten, die ohne ihren angeschlagenen Star Domagoj Duvnjak Island mit 29:22 (14:13) bezwangen. Schweden und Norwegen verbuchten nach ihren Auftaktniederlagen jeweils den ersten Sieg. In Kroatiens Gruppe A schlug Rekord-Europameister Schweden Serbien mit 30:25 (16:10). In der Gruppe B setzte sich der WM-Zweite Norwegen nach dem knappen 31:32 gegen Frankreich mit 33:28 (15:12) gegen Weißrussland durch.

Der frühere Kieler Nikola Karabatic wurde vom französischen Trainergespann Didier Dinart und Guillaume Gille geschont und kam in Porec nicht zum Einsatz. Bester Werfer der Partie, die vom deutschen Schiedsrichtergespann Lars Geipel und Marcus Helbig geleitet wurde, war Frankreichs Timothey N'Guessan mit sieben Toren. Frankreich beschließt die Vorrunde gegen Weißrussland.

Kroatien bangt um Duvnjak

Die Kroaten taten sich in Split ohne den Kieler Duvnjak, der wegen einer im Eröffnungsspiel gegen Serbien (32:22) erlittenen Wadenverletzung das Turnier-Aus fürchten muss, in der ersten Halbzeit sehr schwer, drehten aber dann auf. Fünf Tore in Folge zu Anfang der zweiten Halbzeit brachten die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber. Luka Cindric war mit sieben Toren bester Werfer der Kroaten. Der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson vom deutschen Meister Rhein Neckar Löwen erzielte ein Tor und ist mit nun 1.798 Treffern alleiniger Weltrekordhalter für Länderspieltore. Beim 26:24 zum Auftakt gegen Schweden hatte der 38-Jährige zum ungarischen Rekordhalter Peter Kovacs aufgeschlossen, der in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren in 323 Partien 1.797 Tore warf.

Die Kroaten hadern trotz des Sieges mit der Verletzung von Duvnjak. Der Kapitän zog sich eine Muskelverletzung in der Wade zu, zudem wurde bei einer MRT-Untersuchung am Samstag ein Hämatom festgestellt. Er fällt damit zumindst für den Rest der Vorrunde aus. "Duvnjak ist unser bester Spieler, er ist der Chef des Angriffs und ich möchte nicht glauben, dass wir ihn verloren haben", sagte Kroatiens Abwehrchef Jakov Gojun von den Füchsen Berlin. THW-Coach Alfred Gislason rechnet schon mit "mindestens" drei Wochen Pause. "Wenn die Kroaten jetzt mit aller Macht versuchen, dass er bei der EM noch spielen kann, sind wir wieder die großen Verlierer des Turniers", sagte der Isländer den Kieler Nachrichten. Die kroatischen Medien kritisierten wie Storm und Gislason die riskante Aufstellung von Trainer Lino Cervar.

red/sid/dpa | Stand: 14.01.2018, 22:39

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