Handball - Mazedonien ringt Slowenien nieder

Mazedoniens Stojanche Stoilov (2.v.l) in Aktion mit Sloweniens Blaz Blagotinsek (r).

Handball-EM

Handball - Mazedonien ringt Slowenien nieder

Bei der Handball-EM in Kroatien hat Mazedonien für einen Paukenschlag in der deutschen Gruppe C gesorgt. Das Team um Superstar Kiril Lazarov besiegte die favorisierten Slowenen mit 25:24 (11:11). Der WM-Dritte Slowenien steht damit vor dem Duell mit Deutschland am Montag (live in Das Erste und bei sportschau.de) bereits unter großem Druck.

Beste Werfer des EM-Elften Mazedonien waren Dejan Manaskov (8 Tore) und Lazarov (7). Bei den besonders im Angriff enttäuschenden Slowenen erzielte Ziga Mlakar vier Treffer.

Slowenien kurz vor Schluss vorn

In der ersten Halbzeit hatte sich keine Mannschaft auf mehr als zwei Tore absetzen können. Es war eine spannende, umkämpfte, aber vor allem spielerisch nicht wirklich hochklassige Partie zwischen zwei defensivstarken Mannschaften. In der zweiten Hälfte enteilten die Mazedonier durch einen Blitzstart schnell bis auf 15:11, verfehlten dann aber einmal das leere Tor. Das nutzten die Slowenen, um wieder auf 17:17 heranzukommen und beim Stand von 24:23 fünf Minuten vor dem Ende, schien die Partie gedreht. Doch Mazedonien vernagelte das eigene Tor und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Kiril und Filip Lazarov sorgten mit den letzten beiden Toren für den umjubelten Sieg.

Slowenien muss nun am Montag gegen Deutschland unbedingt punkten, um im Hinblick auf die Hauptrunde die Träume für ein mögliches Halbfinale nicht schon begraben zu müssen.

Rasmus Lauge überragt für Dänemark

In die Hauptrunde und eben auch ins Halbfinale will auch Dänemark. Die Mannschaft von Nicolaj Jacobsen, der auch Bundesligatrainer bei den Rhein-Neckar Löwen ist, besiegte Ungarn mit 32:25 (14:12). So richtig gefährdet war der Erfolg des Olympiasiegers nie, nur in den ersten 30 Minuten hatte man etwas größere Mühe gegen die Magyaren von Trainer Ljubomir Vranjes.

Wichtige Impulse lieferten auf Seiten der Dänen der eingewechselte Keeper Jannick Green (SC Magdeburg), der für den glücklosen Niklas Landin (THW Kiel) gekommen war, sowie Flensburgs Rasmus Lauge, der glänzend Regie führte und mit sieben Treffern bester Werfer seines Teams war. Weil auch Michael Damgaard (ebenfalls Magdeburg) zuverlässig traf, fiel die dritte Zeitstrafe gegen Dänemarks Superstar Mikkel Hansen nach 40 Minuten nicht mehr ins Gewicht.

Die Ungarn waren vor allem in der Defensive nicht in der Lage, mit dem Favoriten mitzuhalten und auch ihre Chancenverwertung war letztlich ausbaufähig. Lekai Mate war mit fünf Toren ihr erfolgreichster Schütze.

Tschechien hält nur am Anfang mit

Vize-Europameister Spanien ist im ersten Spiel der Gruppe D seiner Favoritenrolle ebenfalls gerecht geworden. Gegner Tschechien war beim 32:15 (16:9) chancenlos.

Die spanischen Spieler feiern ihren Auftaktsieg

Die spanischen Spieler feiern ihren Auftaktsieg

Nur in der Anfangsphase schien es, als könnten die Tschechen, die von den ehemaligen Bundesligaspielern Daniel Kubeš und Jan Filip trainiert werden, mithalten. 5:4 für Spanien hieß es nach gut zwölf Minuten, doch zwei Zeitstrafen für Tschechien ermöglichten den Iberern einen Zwischenspurt bis auf 9:4.

Starke spanische Defensive

Die routinierte Mannschaft von Trainer Jordi Ribera ließ von nun an nichts mehr anbrennen. Bis zur Pause war der Vorsprung bis auf sieben Treffer angewachsen. Im zweiten Durchgang mussten die Tschechen dann zusehen, wie sie, obwohl der Gegner munter durchwechselte, sogar noch mehr an Boden verloren und vor allem gegen den starken Abwehrverband hoffnungslos unterlegen waren. Zwischen der 38. und 51. Minute gelang ihnen kein eigener Treffer mehr, während Spanien deren neun erzielte.

Beste Werfer beim Sieger waren Barcelonas Linksaußen Valero Rivera, Klubkamerad Raúl Entrerrios und Rechtsaußen Ferran Solé mit jeweils fünf Toren. Bei den Tschechen kam Stanislav Kašpárek als bester Schütze ebenfalls auf fünf Treffer. Die Spanier führen damit ihre Gruppe D erst einmal an.

rt/dpa/sid | Stand: 13.01.2018, 22:05

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