Handball - Frankreich zittert sich zum EM-Auftaktsieg

Norwegens Sander Sagosen gegen Frankreichs Nikola Karabatic

Handball-EM

Handball - Frankreich zittert sich zum EM-Auftaktsieg

Island hat die Handball-EM in Kroatien mit einem überraschenden Achtungserfolg eröffnet. Frankreich entging knapp einer Pleite. Kroatien gab sich keine Blöße.

Gastgeber Kroatien startete mit einem Prestige-Erfolg in die EM. Im hitzigen Duell mit Nachbar Serbien setzten sich die Kroaten am Freitagabend (12.01.2018) in Split deutlich mit 32:22 (14:9) durch. Luka Stepancic und Manuel Strlek erzielten jeweils sechs und damit die meisten Treffer für die Kroaten, die sich im eigenen Land den Titel zum Ziel gesetzt haben. Der ehemalige Berliner Petar Nenadic war bester Serbe und warf ebenfalls sechs Tore. Die kroatischen Fans hatten vor der Partie die serbische Nationalhymne niedergepfiffen.

Frankreich wendet Auftaktpleite ab

Im ersten Topspiel des Turniers wendete Weltmeister Frankreich eine Auftaktpleite gerade noch ab. Gegen Mitfavorit Norwegen gewann die Mannschaft von Trainer Didier Dinart dank eines späten Tores von Michael Guigou mit 32:31 (15:17). Bester Schütze seiner Mannschaft war Kentin Mahe von der SG Flensburg-Handewitt mit acht Toren. Für die Norweger war der Ex-Bundesliga-Profi Kent Robin Tönnesen mit sieben Toren am erfolgreichsten.

Islands Arnar Freyr Arnarsson jubelt mit Keeper Björgvin Pall Gustavsson

Zuvor hatten sich die Isländer mit 26:24 (15:8) in Split gegen Rekord-Europameister Schweden durchgesetzt. Bester Werfer der Mannschaft um Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson von den Rhein-Neckar Löwen war Olafur Andres Gudmundsson mit sieben Toren. Bei den Schweden traf Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt mit sechs Toren am häufigsten. In der EM-Vorbereitung hatten die Isländer beide Spiele gegen die deutsche Auswahl verloren.

Sigurdsson egalisiert Weltrekord für Länderspieltore

Der isländische Bundesligaprofi Gudjon Valur Sigurdsson egalisierte in der Partie zudem den Weltrekord für Länderspieltore. Der Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen erzielte fünf Treffer und schraubte sein Länderspieltorkonto damit auf sagenhafte 1.797 Tore in 342 Länderspielen. Damit schloss Sigurdsson zum Ungarn Peter Kovacs auf, der in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren in 323 Partien 1.797 Tore warf.

Die Österreicher unterlagen Weißrussland in Porec mit 26:27 (12:14). Überragender Akteur der Österreicher war Nikola Bylik vom THW Kiel, dessen acht Treffer aber nicht zum Sieg reichten.

Stand: 12.01.2018, 22:14

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