Handballer verpatzen EM-Generalprobe

Deutschlands Martin Strobel beim Torwurf

Deutschland - Island 24:27

Handballer verpatzen EM-Generalprobe

Die deutschen Handballer haben zum Abschluss der EM-Vorbereitung gegen Island einen Dämpfer einstecken müssen.

24 Stunden nach dem 26:25-Erfolg in Kassel unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson dem WM-Elften im letzten Härtetest vor dem Turnier in Polen mit 24:27 (12:15). Damit kassierte sie sechs Tage vor ihrem EM-Auftaktspiel ihre erste Testspiel-Niederlage.

Beste deutsche Torschützen vor 10.050 Zuschauern in Hannover waren Kapitän Steffen Weinhold und Linksaußen Rune Dahmke mit je fünf Treffern. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beendete ihre EM-Vorbereitung mit der Bilanz von zwei Siegen in drei Spielen.

"Man hat gesehen, Island und Deutschland sind beide auf einem sehr guten Weg zur EM. Das hat keinen Freundschaftsspiel-Charakter gehabt. Das war vom Kampf auf EM-Niveau", sagte Sigurdsson.

Baustellen in Abwehr und Angriff

Nach dem couragierten Auftritt am Vortag offenbarte die neu formierte DHB-Auswahl am Sonntag allerdings sowohl im Angriff als auch in der Abwehr noch einige Baustellen. Viele der 10.050 Zuschauer rieben sich am Sonntag verwundert die Augen: Die deutschen Spieler wirkten überraschend ausgelaugt und uninspiriert.

Im Angriff lief im deutschen Team erstaunlich wenig zusammen. Es fehlte an Dynamik, Laufwege passten nicht. Das gesamte Spiel war zu behäbig und statisch. Dadurch war die DHB-Auswahl berechenbar in ihren Aktionen - auch für Islands Torhüter Björvin Gustavsson, der viele Würfe der Fäth und Co. entschärfte.

Im ersten Abschnitt war es einzig der Treffsicherheit von Linksaußen Rune Dahmke zu verdanken, dass die Isländer nicht noch weiter enteilten. Doch schon kurz nach dem Seitenwechsel waren die Fronten beim 12:18 (33.) geklärt.

sid/dpa | Stand: 10.01.2016, 16:34

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