EURO 2016 - diese 24 Teams sind qualifiziert

EURO 2016 - diese 24 Teams sind qualifiziert

Das Feld der 24 Teams bei der EURO 2016 in Frankreich ist vollständig. Die Ukraine und Schweden schafften es als letzte Teams in den Lostopf für die Gruppenauslosung am 12. Dezember in Paris.

EM-Trophäe

Das Feld der 24 Mannschaften ist komplett - das sind die Teilnehmer der EM-Endrunde in Frankreich 2016.

Das Feld der 24 Mannschaften ist komplett - das sind die Teilnehmer der EM-Endrunde in Frankreich 2016.

Schweden: In Kopenhagen mussten die "Tre Kronor" zum Endspiel gegen Dänemark antreten - und hatten in Zlatan Ibrahimovic den entscheidenden Trumpf. Der Stürmer schoss die Gäste in der 19. überraschend in Führung und machte mit einem sehenswerten Freistoß aus mehr als 25 Metern alles klar. Die beiden Treffer der Dänen beim 2:2 waren zu wenig.

Ukraine: Als der Slowene Miso Brecko in der Nachspielzeit gegen die Ukraine die Rote Karte sah, folgte kurz darauf der Ausgleichstreffer der Gäste zum 1:1 - und damit die sichere Teilnahme an der EM-Endrunde in Frankreich. Bostjan Cesar hatte für Slowenien in der elften Minute getroffen, und die Fans träumten in Maribor von der Qualifikation. Doch die Ukrainer verteidigte ihren 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel und machten durch Andrej Jarmolenko alles klar.

Irland: Die Party kann starten. Irlands Fußballer haben zum dritten Mal in ihrer Geschichte den Sprung zu einer EM geschafft und die Fans auf der Insel in Begeisterung versetzt. Nach dem 1:1 in der ersten Playoff-Partie gegen Bosnien-Herzegowina gewann das Team von Trainer Martin O'Neill das Rückspiel daheim 2:0 (1:0) und sicherte die Teilnahme an der Euro 2016 in Frankreich.

Ungarn: Eine lange Durststrecke endet, erstmals seit 44 Jahren haben sich die Ungarn wieder für eine EM qualifiziert. In den Playoffs feierten Torwart Gabor Kiraly und Co. einen 1:0-Sieg im Hinspiel und einen 2:1-Erfolg im Rückspiel gegen Norwegen. Auf die Schulter klopfen dürfen sich auch zwei Deutsche: Bernd Storck und Andreas Möller leisten als Chef- und Co-Trainer erfolgreiche Arbeit.

Russland: Die Sbornaja gab sich im entscheidenden Match keine Blöße und sicherte sich dank eines souveränen 2:0-Sieges über Montenegro das Ticket für die EURO 2016. Kontrahent Schweden zog im Fernduell der Gruppe G den Kürzeren und muss in die Play-offs.

Slowakei: Riesenjubel bei den Slowaken. Im sechsten Anlauf hat es endlich mit der Teilnahme bei dem großen Endturnier geklappt. Die Mannschaft von Trainer Ján Kozák führte in Luxemburg schon 3:0 im entscheidenden Match, ließ den Gegner noch einmal auf 2:3 herankommen, machte dann aber alles klar.

Belgien: Dass Belgien in Europa mittlerweile zu den Top-Nationen gehört, bewies das Team von Marc Wilmots auch in dieser Qualifikation. Mit einem 4:1 in Andorra löste die Mannschaft um die Superstars Eden Hazard und Kevin De Bruyne ihre Fahrkarte nach Frankreich bereits am neunten Spieltag.

Italien: So richtig rund läuft es nicht bei den Italienern, aber immerhin mussten sie mit ihrer Qualifikation nicht bis zum letzten Spieltag warten. In der Gruppe H reichte ihnen ein mühsames 3:1 gegen Aserbaidschan, um zum sechsten Mal in Serie die Teilnahme an der Endrunde sicherzustellen.

Spanien: Mit einem glanzlosen Pflichtsieg hat sich auch Europameister Spanien für qualifiziert. Der Titelverteidiger setzte sich in Logroño mit 4:0 (1:0) gegen Luxemburg durch und kann vor dem letzten Spieltag nicht mehr vom ersten Platz der Gruppe C verdrängt werden.

Schweiz: Auch die Schweiz hat ihr EM-Ticket nach einem 7:0-Kantersieg gegen San Marino sicher.

Nordirland: Die Briten haben sich zum ersten Mal für eine Fußball-Europameisterschaft qualifiziert. Die Nordiren besiegten Griechenland mit 3:1 und gewannen die Gruppe F mit 21 Punkten. Steven Davis (35., 58.) und Josh Magennis (49.) schossen den von Michael O'Neill trainierten Underdog in Belfast nach Frankreich, Christos Aravidis (87.) verkürzte für die enttäuschenden Hellenen.

Portugal: Der frühere Vize-Europameister Portugal mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat sich zum siebten Mal und insgesamt und zum fünften Mal in Folge für eine EM-Endrunde qualifiziert. Die Selecao löste das Ticket bereits am vorletzten Spieltag der Gruppe I durch ein 1:0 (0:0) in Braga gegen Verfolger Dänemark.

Island: 23 Mal hatte Island bislang an Qualifikationen zu den Endrunden von Welt- und Europameisterschaften teilgenommen - und war 23 Mal gescheitert. Der 24. Versuch brachte nun den historischen Tag: Der 6. September und das etwas glanzlose 0:0 gegen Kasachstan brachte Island die erste Endrundenteilnahme seiner Geschichte ein. "Als ich anfing, Fußball zu spielen, habe ich so etwas nicht zu träumen gewagt. Es ist unglaublich, es ist ein Schock", sagt Kapitän Aron Gunnarsson. Sein Trainer Lars Lagerbäck sieht das selbstbewusster. "Manche Leute sagen, das ist ein Traum. Vielleicht ist das wahr, aber unser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit."

Tschechien: Seit es die tschechische Republik gibt, war die Mannschaft bei Europameisterschaften stets erfolgreicher als bei Weltmeisterschaften. Während Tschechien bislang nur bei der WM 2006 dabei war und dort in der Vorrunde ausschied, schaffte das Team 1996 den Einzug ins Endspiel und 2004 den ins Halbfinale. Große Stars findet man in der aktuellen Mannschaft allerdings kaum, die meisten spielen in der heimischen Liga. Trainer Pavel Vrba gibt sich stolz: "In Anführungsstrichen namenlose Jungs können jetzt dasselbe schaffen wie große Spieler vor ihnen: Pavel Nedved, Milan Baros, Marek Jankulovski ..."

Frankreich: Der Gastgeber der Endrunde hatte als solcher von vornherein seinen Startplatz bei der Endrunde sicher. An der Qualifikation nahmen die Franzosen eher im Geiste teil. Die Gruppe I hatte wegen der ungeraden Zahl an Teilnehmern nur fünf Mannschaften, das jeweils spielfreie Team traf auf Frankreich. Zuletzt gab es einen 1:0 in Portugal. "Ich sah viele schöne Dinge", sagt Trainer Didier Deschamps. "Wir hätten früher in Führung gehen können." Bis zum neunten Spieltag holte Frankreich aus diesen Spielen theoretisch 17 Punkte und hätte damit ziemlich gute Chancen gehabt, sich sportlich zu qualifizieren. Ein kleiner Makel blieb allerdings das 0:1 bei Albanien.

Österreich: Mit kräftiger Unterstützung aus der Bundesliga wie David Alaba, Martin Harnik und Zlatko Junozovic hat Österreich die Qualifikation für die EURO gepackt. Für Österreich ist es die zweite erfolgreiche EM-Qualifikation der Verbandsgeschichte und gar die erste auf sportlichem Wege. 2008 musste die Alpenrepublik als Co-Ausrichter keine Ausscheidungsspiele bestreiten.

Rumänien: Die Rumänen fahren als Tabellenzweiter der Gruppe F ebenfalls nach Frankreich. Die Mannschaft von Coach Anghel Iordanescu konnte sich vor allem auf ihre starke Defensive verlassen. Lediglich zwei Tore kassierte der WM-Viertelfinalist von 1994 in zehn Spielen - so wenig Gegentore ließ kein anderes Team in der Qualifikation zurück.

Albanien: Die Albaner dürfen über die erstmalige Qualifikation für eine EM-Endrunde jubeln. Im abschließenden Gruppenspiel setzten sich die Mannschaft von Trainer Giovanni de Biasi bei den Armeniern souverän mit 3:0 (2:0) durch und fährt als zweiter der Gruppe I nach Frankreich.

Deutschland: Sicher, es gab schon überzeugendere Auftritte einer DFB-Elf als den im "Endspiel" um die EM-Teilnahme gegen Georgien. Fakt ist aber: Nach dem 2:1 gegen Georgien qualifiziert sich Deutschland zum zwöflten Mal in Serie für eine Europameisterschaft.

Polen: Auch die Polen haben das Direkt-Ticket nach Frankreich gelöst. Durch einen 2:1-Sieg im letzten Spiel gegen Irland schicken sie die Iren in die Playoffs - und haben selbst Planungssicherheit für den kommenden Sommer.

Türkei: Ende gut, alles gut: Dank der Schützenhilfe von Kasachstan, das in in Lettland mit 1:0 gewinnen konnte, verdrängten die Türken nach ihrem Sieg gegen Island Ungarn als punktbester Gruppendritter und qualifizierten sich direkt für die EM.

Kroatien: In Gruppe H schob sich Kroatien (20) am letzten Spieltag an den Norwegern (19) vorbei. Kroatien siegte knapp mit 1:0 auf Malta.

Stand: 17.11.2015, 23:19 Uhr

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