EM-Quali - Österreich jubelt, Schweiz zittert

Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich

EM-Quali - Österreich jubelt, Schweiz zittert

Österreichs Fußballer haben Schweden klar bezwungen und sich erstmals auf sportlichem Weg für eine Europameisterschaft qualifiziert. Die Schweiz unterlag in England.

Das Team um Bayern Münchens David Alaba setzte sich am Dienstag (08.09.2015) bei Verfolger Schweden mit 4:1 (2:0) durch und ist auf dem Weg zur EURO 2016 in Frankreich nicht mehr von Rang eins der Qualifikationsgruppe G zu verdrängen.

Doppelpack von Harnik

Im schwedischen Solna standen fünf Bundesliga-Profis in Österreichs Startelf. Alaba brachte die Mannschaft von Trainer Marcel Koller früh per Foulelfmeter in Führung (9.), Bremens Zlatko Junuzovic war im Strafraum unfair gestoppt worden. Die weiteren Tore erzielten Martin Harnik (38./88.) vom VfB Stuttgart und Stürmer Marc Janko (77.). Superstar Zlatan Ibrahimovic (90.+1) gelang noch der Ehrentreffer. Bei der bislang einzigen Endrundenteilnahme hatte Österreich 2008 als Co-Gastgeber automatisch Startrecht.

Russland schob sich derweil durch ein erwartetes 7:0 (3:0) in Liechtenstein mit 14 Punkten auf Rang zwei vor, der ebenfalls zur EM-Teilnahme berechtigen würde. Schweden (12) rutschte durch die bittere Niederlage vorerst auf Playoff-Rang drei ab und hat die direkte Qualifikation nicht mehr selbst in der Hand. Montenegro (11) wahrte durch ein 2:0 (1:0) in der Republik Moldau seine Chancen auf ein Ticket für die EM.

Rooney schreibt Geschichte

Die Schweiz muss im Kampf um das EM-Ticket dagegen wieder zittern. Die Eidgenossen verloren in England mit 0:2 (0:0) und liegen als Tabellenzweiter der Gruppe E nur noch drei Punkte vor Slowenien. Harry Kane (67.) und Englands neuer Rekordtorschütze Wayne Rooney (84./Foulelfmeter) trafen im Wembley-Stadion für die bereits qualifizierten Engländer. Rooney schrieb mit seinem Treffer Geschichte: Mit 50 Toren ist er nun vor Sir Bobby Charlton (49) Englands erfolgreichster Schütze der bisherigen Länderspiel-Historie. Mit 24 Punkten ist den "Three Lions" zudem der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen.

Auf den Plätzen folgen die Schweiz (15) und Slowenien (12).Die Slowenen gewannen ihr Heimspiel gegen Estland mit 1:0 (0:0) und sitzen der Schweiz damit wieder im Nacken. Bei den Gastgebern stand Bayer Leverkusens Neuzugang Kevin Kampl in der Startelf. In Vilnius verbuchte unterdessen Litauen mit einem 2:1 (1:0) gegen San Marino den erst dritten Sieg. San Marino hat damit die vergangenen 35 Pflichtspiele auswärts allesamt verloren, durfte sich aber über das erste Auswärtstor seit April 2001 freuen.

Spanien beseitigt letzte Zweifel

Titelverteidiger Spanien hat letzte Zweifel an der Teilnahme  in Frankreich beseitigt. Die Mannschaft von Trainer Vicente Del Bosque siegte gegen Mazedonien in Skopje 1:0 (1:0) und baute damit die Tabellenführung in Gruppe C aus. Mit 21 Zählern liegt Spanien nun zwei Zähler vor der Slowakei und fünf Punkte vor der Ukraine. Die beiden Verfolger trennten sich am achten Spieltag in Zilina torlos.

Spanien ging bereits nach acht Minuten durch ein Eigentor des mazedonischen Keepers Tome Pacovski in Führung. Vorausgegangen war eine Flanke von Juan Mata, die vom Pfosten ins Gesicht von Pacovski und von dort ins Tor prallte. Auf der Gegenseite stand bei den Spaniern David de Gea anstelle von Iker Casillas zwischen den Pfosten. De Gea hatte in der vergangenen Woche ungewollt für Schlagzeilen gesorgt, als sein fest vereinbarter Transfer von Manchester United zu Real Madrid aufgrund einer Panne scheiterte.

sid/dpa | Stand: 08.09.2015, 23:27

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