U21-EM-Qualifikation

Deutsche U21 startet mit Pflichtsieg in die EM-Qualifkation

Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist mit einem glanzlosen Sieg gegen Außenseiter Kosovo in die Qualifikation zur EM 2019 in Italien gestartet.

Maximilian Eggestein war am Dienstag (05.09.2017) in Osnabrück der Mann des Abends: Der Bremer erlöste den Europameister kurz vor der Pause mit seinem ersten Treffer im U21-Trikot (45. Minute). Kurios: Nur vier Tage zuvor hatte bereits Eggesteins jüngerer Bruder Johannes beim 1:2 gegen Ungarn sein erstes Tor für das DFB-Team erzielt. "Das ist ja auch seine Aufgabe als Stürmer, ich leite die Tore ja eher ein", sagte Maximlian Eggestein im Anschluss: "Aber es freut mich natürlich, dass ich ausgleichen konnte."

Durch den Sieg vor rund 5.000 Zuschauern setzte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine beeindruckende Serie fort: Für die U21 war es in der EM-Qualifikation der 15. Sieg in Folge, seit September 2010 ist das DFB-Team in sämtlichen 35 Qualifikationsspielen ungeschlagen.

Kuntz: "Am Ende souverän gespielt"

Das neu formierte Team von Trainer Stefan Kuntz zeigte sich von Beginn an hellwach und gewann in Osnabrück letztlich verdient, ließ aber auch einige Wünsche offen. "Wir hätten ein paar Chancen besser nutzen können, aber am Ende haben wir es souverän gespielt", sagte Trainer Kuntz nach der Partie: "Aber wir wussten, dass das kein einfaches Spiel wird."

Mit nur noch fünf Europameistern im Kader zeigte die Mannschaft gegenüber dem Ungarn-Spiel zwar eine Steigerung, strahlte jedoch gegen die äußerst defensiv eingestellten Gäste lange Zeit kaum Torgefahr aus. Eggesteins Tor wirkte wie eine Erlösung, nach dem Seitenwechsel brachte die nun klar überlegene Kuntz-Auswahl den Sieg sicher nach Hause.

Probleme gegen Kosovos massive Abwehr

Die deutsche Mannschaft entwickelte im Mittelfeld schnell ein deutliches Übergewicht, viel lief über den neuen Kapitän Thilo Kehrer (Schalke 04), am Strafraum war aber Endstation. Gegen die zeitweise mit einer Fünferkette verteidigenden Gäste tat sich die deutsche Mannschaft in der Vorwärtsbewegung unerwartet schwer. Stürmer Johannes Eggestein bekam kaum Bälle.

Manko Chancenverwertung

Dafür traf sein Bruder: Maximilian Eggestein drehte sich kurz vor der Pause am Strafraum einmal um die eigene Achse und vollendete flach ins linke Eck.

In der zweiten Halbzeit trat der Kosovo etwas mutiger auf, der deutschen Mannschaft bot sich somit mehr Platz. Der eingewechselte Florian Neuhaus (Fortuna Düsseldorf) scheiterte aus der Distanz (49.) aber ebenso wie Johannes Eggestein (58.), dessen Heber kurz vor der Linie geklärt wurde - nur wenige Zentimeter fehlten zum brüderlichen Doppelpack. Die deutsche Mannschaft hatte nun alles im Griff, einziges Manko blieb die Chancenverwertung.

Nächster Gegner des DFB-Teams ist am 6. Oktober in Cottbus die Auswahl aus Aserbaidschan, anschließend geht es noch gegen Israel, Irland und Norwegen. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die vier besten Gruppenzweiten müssen in die Play-offs.

Thema in: Deutschlandfunk, Sport aktuell, Dienstag, 5. September, 22.50 Uhr