Löws erste Elf steht - fast

Mario Gomez

Länderspiel gegen England

Löws erste Elf steht - fast

Bundestrainer Joachim Löw will das Länderspiel gegen England mit der bestmöglichen Elf angehen. Neun Spieler sind gesetzt - darunter auch Mario Gomez.

In Löws Personal-Puzzle sind nur noch zwei Positionen offen. Hinten rechts fällt die Entscheidung zwischen dem Römer Antonio Rüdiger und dem Liverpooler Emre Can. In der Innenverteidigung wird noch ein Nebenmann für Mats Hummels gesucht. Hier wird sich Löw wohl zwischen Shkodran Mustafi und Jonathan Tah entscheiden. Löw deutete an, in den beiden Partien gegen England am Samstag und Italien am Dienstag (29.03.16) unterschiedliche Spieler auf diesen beiden Positionen zu testen.

Gesetzt ist in der Defensive sind dagegen neben Torhüter Manuel Neuer und Mats Hummels der Kölner Jonas Hector als Linksverteidiger. Im defensiven Mittelfeld führt in Abwesenheit der Verletzten Bastian Schweinsteiger und Ilkay Gündogan kein Weg an Toni Kroos und Sami Khedira vorbei.

Gomez gesetzt, Götze nicht

Auch die offensive Dreierreihe mit Thomas Müller, Mesut Özil und Marco Reus gilt als gesetzt. Vorne ist Mario Gomez derzeit konkurrenzlos. "Mario Gomez wird von Beginn an spielen, das hat er sich in den drei Trainingstagen verdient", verriet Löw: "Mario hat spürbar mehr Selbstbewusstsein. Er hat wieder seine alte Sicherheit. Das erkennt man an seinen Bewegungen, seiner Ausstrahlung und seiner Körpersprache." Gomez ist nach seinem Wechsel zu Besiktas Istanbul aufgeblüht. "Er trifft wieder nach Belieben und zeigt Woche für Woche hervorragende Leistungen", sagt Löw.

Der lange verletzte Mario Götze habe dagegen noch "Aufholbedarf", werde aber am Dienstag in München gegen Italien von Beginn an spielen. Mit dem Bayern-Profi führte der Bundestrainer in Berlin auch ein ausführliches Gespräch über dessen Zukunft. "Das Thema Wechsel war ein zentrales Thema", verriet Löw. Für jeden Spieler seien die beiden anstehenden Klassiker eine "gute Bühne", um sich bei ihm noch einmal für die Europameisterschaft zu empfehlen: "Ich will diese beiden Spiele nutzen, um mir ein bisschen mehr Klarheit zu schaffen. Uns geht es um wichtige Erkenntnisse für die Feinjustierung Richtung EM.“

Absage an Huth

Die Diskussionen um ein Comeback von Robert Huth hat Löw beendet. "Robert ist ein guter Innenverteidiger, ein Turm in der Schlacht, wenn man überwiegend defensiv spielt. Wir spielen etwas anders, etwas höher, von daher zähle ich auf andere Spieler", sagte er über den 31 Jahre alten Abwehrspieler vom englischen Tabellenführer Leicester City. Löw ließ Huth, der zwischen 2004 und 2009 19 Länderspiele bestritt, aber eine Hintertür offen: "Wenn Dinge passieren, die wir nicht voraussehen können, ist er immer noch ein interessanter Spieler." Der Bundestrainer glaubt, dass Huth mit dem Überraschungsteam Leicester den Titel holt: "Das wird er schaffen, davon kann man ausgehen."

Potenzielle Gefahrenlage

Nach den Terroranschlägen in Brüssel hofft Löw auf ein friedliches Fußballfest gegen England und eine sichere Europameisterschaft im Sommer. "Keiner wünscht sich ein Spiel in einem leeren Stadion. Es wäre verheerend, wenn es so wäre", erklärte Löw. Die EM-Organisatoren hatten angekündigt, dass in Frankreich im Extremfall auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit denkbar wären. Auch im Berliner Olympiastadion wird es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geben. "Wir leben in einer potenziellen Gefahrenlage im Moment im Leben", sagte Löw. Das gelte über den Fußball hinaus.

sid / dpa | Stand: 25.03.2016, 14:36

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