DFB-Elf erkämpft sich Nullnummer in Italien

Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Italien

DFB-Elf erkämpft sich Nullnummer in Italien

Die deutsche Nationalelf hat sich mit einem torlosen Remis gegen Italien aus dem Länderspieljahr 2016 verabschiedet. Italien wirkte im Test gegen das auf vielen Positionen neu besetzte DFB-Team besser eingespielt, Joachim Löws Elf hielt tapfer dagegen.

Gianluigi Buffon, Thomas Müller

Mit viel Einsatz und am Ende ein wenig Glück blieb Deutschland am Dienstag (15.11.16) beim 0:0 in Italien auch im sechsten Spiel in Folge ohne Gegentor. Bundestrainer Joachim Löw, der auch in Mailand vor 48.600 Zuschauern zahlreichen Nachwuchskräften eine Chance gab, kann mit dem Neuaufbau nach der EM äußerst zufrieden sein.

"Insgesamt muss ich den Jungs ein Kompliment machen, wir haben eine gute Truppe und ich bin stolz, dass ich sie aufs Feld führen durfte", sagte Aushilfs-Kapitän Thomas Müller in der ARD und sprach von "zwei unterschiedlichen Halbzeiten". Schalkes Benedikt Höwedes, der Teil der deutschen Dreierkette war, sagte: "Das war ganz ordentlich, insgesamt geht das 0:0 absolut in Ordnung."

Beginn ohne Götze

In Löws ungewöhnlicher Aufstellung stand Müller anfangs als einzige echte Offensivkraft auf dem Platz. Auf Mario Götze und den zuletzt leicht angeschlagenen Mario Gomez verzichtete der Bundestrainer zunächst. Yannick Gerhardt vom VfL Wolfsburg feierte als 86. Neuling in der Ära Löw sein Debüt im DFB-Trikot. Leon Goretzka nahm in seinem dritten Länderspiel eine recht offensive Rolle ein und hatte auch nach zwölf Minuten die erste große Chance der Partie. Nach einem feinen Pass von Ilkay Gündogan lief Goretzka auf Italiens Torwart-Routinier Gianluigi Buffon zu, wurde aber im letzten Moment von dem 38-Jährigen gestoppt.

Eine Minute später musste Bernd Leno, der den kranken Kapitän Manuel Neuer im deutschen Tor vertrat, erstmals eingreifen. Einen Schuss von Daniele Rugani lenkte der Leverkusener über die Latte. Im Gegensatz zum Spaziergang gegen San Marino entwickelte sich im altehrwürdigen Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion von Beginn an ein intensives und aggressives Spiel mit hohem Tempo und reichlich Offensivszenen.

Siegeswillen auf beiden Seiten

Der frühere Dortmunder Ciro Immobile verpasste knapp das Tor des herauslaufenden Leno (25.), auf der Gegenseite rettete Buffon nach einer Hereingabe von Müller vor den einschussbereiten Gerhardt und Gündogan (27.).

Auch wenn sich beide Teams von den Mannschaften des Elfmeter-Spektakels bei der Europameisterschaft erheblich unterschieden, merkte man von Beginn an den unbedingten Siegeswillen auf beiden Seiten. Nur noch jeweils vier Akteure aus dem EM-Viertelfinale von Bordeaux standen in den Startformationen.

Italien im zweiten Durchgang überlegen

In der zweiten Halbzeit wurde der Offensivdrang der Italiener größer - auch weil es die Deutschen nicht mehr so gut verstanden, für Entlastung zu sorgen. Löw jedoch nahm wie angekündigt keine Rücksicht auf das Ergebnis und wechselte weitere Spieler der jüngeren Generation wie Jonathan Tah oder den gegen San Marino dreimal erfolgreichen Serge Gnabry ein. Das Kombinationsspiel litt unter den vielen Wechseln merklich, nur sporadisch sorgten die Deutschen für Gefahr.

Andrea Belotti forderte in der 55. Minute nach einem Laufduell mit dem Leverkusener Tah einen Elfmeter, den Schiedsrichter Artur Soares Dias aber zurecht nicht gab. Der für Müller ins Spiel gekommene Kevin Volland lenkte wenig später den Ball nach einer Flanke von Joshua Kimmich ins Netz, stand dabei aber knapp im Abseits (63.). Leno hielt gegen den eingewechselten Federico Bernardeschi stark (71.), Immobile schoss knapp vorbei (74.). Die beste Möglichkeit vergab Belotti, der sich gegen Mustafi durchsetzte und aus elf Metern den Pfosten traf (82.).

Statistik

Fußball · Länderspiele Männer · 18. Spieltag 2016

Dienstag, 15.11.2016 | 20.45 Uhr

Italien

Buffon (46. Donnarumma) – Rugani, Bonucci, A. Romagnoli (46. Astori) – Zappacosta, De Rossi, Parolo, Darmian – Martins (68. Bernardeschi), Belotti (88. N. Sansone), Immobile (89. Zaza)

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Deutschland

Leno – Höwedes, Mustafi, M. Hummels (46. Tah) – Kimmich, Rudy, Weigl (70. M. Götze), Gerhardt – Goretzka (60. Gnabry), Gündogan – T. Müller (60. K. Volland)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Tah (1 )
  • gelbe Karte Gündogan (1 )

Zuschauer:

  • 48600

Schiedsrichter:

  • Artur Soares Dias (Portugal)

Stand: Dienstag, 15.11.2016, 23:07 Uhr

Stand: 15.11.2016, 22:59

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