Odonkors Erben - Max, Havertz, Uth?

Augsburgs Philipp Max

Mögliche Odonkor-Nachfolger im WM-Kader

Odonkors Erben - Max, Havertz, Uth?

Von Christian Hornung

David Odonkor ist der Inbegriff der WM-Überraschungen der jüngeren Vergangenheit: Mit seiner Nominierung verblüffte Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor dem Sommermärchen 2006 alle. sportschau.de wirft einen Blick auf Odonkors mögliche Erben - die mit einer Riesen-Rückrunde noch den Sprung zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland schaffen können.

Philipp Max (Abwehr)

Der Augsburger ist eigentlich kein echter Geheimtipp mehr, dazu sind seine Werte zu stark: Zehn Tore hat der beste Flankengeber der Hinrunde direkt vorbereitet und damit deutlich mehr als seine Konkurrenten Marvon Plattenhardt von der Hertha und Marcel Halstenberg aus Leipzig, die bereits für den DFB debütiert haben.

Mark Uth (Angriff)

Alle 140 Minuten hat der Hoffenheimer in der Bundesliga-Hinserie ein Tor erzielt: Uth ist sogar noch vor dem für die WM gesetzten Timo Werner und gemeinsam mit Leverkusens Kevin Volland der aktuell beste deutsche Torjäger. In allen Pflichtspielen der TSG zusammen kommt der abschlussstarke Uth sogar auf 20 Treffer und dazu noch elf Vorlagen, die sein Auge für den besser postierten Nebenmann dokumentieren.

Kai Havertz (Mittelfeld)

Mit 18 Jahren verfügt der Leverkusener bereits über soviel Ruhe und Abgeklärtheit in seinen Aktionen, dass ihn Heiko Herrlich schon mehrfach zwischen offensivem und zentral-defensivem Mittelfeld hin- und herschob - ohne Qualitätsverlust. Auch hängende Spitze hat der Junioren-Nationalspieler schon gespielt. Dass Havertz mit seiner Technik und Torgefahr (sechs Scorerpunkte in der Hinrunde) irgendwann ins A-Team aufrücken wird, ist keine allzu gewagte Prognose. Wenn es Verletzungsprobleme geben sollte, könnte Löw Havertz auch jetzt schon ohne Risiko dazuholen.

Timo Baumgartl (Abwehr)

 Stuttgarts Timo Baumgartl

Stuttgarts Timo Baumgartl jubelt - er spielte eine starke Hinrunde.

Gegenüber dem recht wechselhaften Jonathan Tah aus Leverkusen, der aber gute WM-Chancen hat, spielt der Stuttgarter Baumgartl eine ausgesprochen solide Saison. Er gewann knapp 63 Prozent seiner Zweikämpfe und hat damit sogar eine etwas bessere Quote als DFB-Abwehrchef Mats Hummels.

Niklas Stark (Abwehr)

Stark in der Spieleröffnung, robust im Zweikampf und bei Offensiv-Standards auch noch torgefährlich: Niklas Stark ist genau der Typ Innenverteidiger, auf den der Bundestrainer steht. Beim EM-Triumph der U 21 in Polen zeigte der Berliner an der Seite von Freiburgs Marc-Oliver Kempf auch schon, dass er während eines Turniers sein hohes Niveau halten kann.

Nils Petersen (Angriff)

Bayern-Neuzugang Sandro Wagner hat im Nationalteam schon in durchaus beeindruckender Manier seine Visitenkarte hinterlassen, er geht im WM-Jahr in das Stoßstürmer-Duell mit Stuttgart-Rückkehrer Mario Gomez. Geht man aber rein nach der Form im Endspurt der Hinrunde, dann könnte es auch noch einen lachenden Dritten geben: Petersen hat in den letzten fünf Partien sieben Tore erzielt und damit fast im Alleingang für die Aufholjagd der Freiburger im Abstiegskampf gesorgt. Bei Olympia in Rio vertrat der Angreifer auch schon mal sehr erfolgreich den DFB - und ein charakterstarker Typ ist er auch.

Dennis Geiger (Mittelfeld)

Dennis Geiger

Sturm- und Drang-Fußballer: Dennis Geiger hat einen rasanten Aufstieg hingelegt.

Hoffenheims große Entdeckung der Saison hat sogar schon bei einem möglichen Konlkurrenten einen dicken Stein im Brett. Sami Khedira schwärmt: "Ich habe Dennis in der Champions-League-Quali gegen Liverpool gesehen und war extrem beeindruckt, wie er an der Anfield Road aufgetreten ist. Dem Jungen gehört die Zukunft, er hat alles, was man im modernen Fußball braucht." Zweikampfstärke, Spielintelligenz und auch Torgefahr dürfte Khedira gemeint haben - all das hat der 19-jährige Geiger in seinen 13 Bundesligaspielen schon unter Beweis gestellt.

Stand: 12.01.2018, 13:55

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