EM 2024 : Deutsche Bewerbung ohne Gladbach, Hannover, Bremen und Nürnberg

Der Gladbacher Borussia-Park

UEFA EURO 2024

EM 2024 : Deutsche Bewerbung ohne Gladbach, Hannover, Bremen und Nürnberg

Deutschland will die EM 2024 ausrichten. Die Spielorte wären dann: Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Köln, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt. Nicht in der Bewerbung sind die Stadien in Mönchengladbach, Hannover, Bremen und Nürnberg

Der Deutsche Fußball-Bund entschied sich bei einer Präsidiumssitzung am Freitag (15.09.2017) in Frankfurt/Main für Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart als mögliche Spielorte.

Mit diesen Stadien geht Deutschland ins Rennen um die Fußball-EM 2024

Deutschland bewirbt sich um die Ausrichtung der Fußball-EM 2024. Aus vierzehn Bewerberstädten hat der DFB nun zehn ausgewählt. Die Stadien im Überblick.

Das Stadion in Berlin

Berlin
Name des Stadions: Olympiastadion
Kapazität: 74.745 Plätze
Heimat des Vereins: Hertha BSC

Berlin
Name des Stadions: Olympiastadion
Kapazität: 74.745 Plätze
Heimat des Vereins: Hertha BSC

Dortmund
Name des Stadions: Signal Iduna Park
Kapazität: 81.360 Plätze (international: 65.851 Plätze)
Heimat des Vereins: Borussia Dortmund

Düsseldorf
Name des Stadions: Esprit-Arena
Kapazität: 54.600 Plätze
Heimat des Vereins: Fortuna Düsseldorf

Frankfurt
Name des Stadions: Commerzbank-Arena
Kapazität: 51.500 Plätze
Heimat des Vereins: Eintracht Frankfurt

Gelsenkirchen
Name des Stadions: Veltins Arena
Kapazität: 54.740 Plätze
Heimat des Vereins: FC Schalke 04

Hamburg
Name des Stadions: Volksparkstadion
Kapazität: 57.000 Plätze
Heimat des Vereins: Hamburger SV

Köln
Name des Stadions: Rheinenergiestadion
Kapazität: 49.968 Plätze
Heimat des Vereins: 1. FC Köln

Leipzig
Name des Stadions: Red Bull Arena Leipzig
Kapazität: 42.959 Plätze
Heimat des Vereins: RB Leipzig

München
Name des Stadions: Allianz Arena
Kapazität: 75.000 Plätze
Heimat des Vereins: Bayern München

Stuttgart
Name des Stadions: Mercedes-Benz Arena
Kapazität: 60.449 Plätze
Heimat des Vereins: VfB Stuttgart

"Alle 14 Bewerber-Stadien waren EM-tauglich", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Die zuvor erstellte Empfehlung des Bewerbungskomitees, "dass alle Bewerbungen in einem detaillierten, transparenten und beispielhaften Verfahren eingehend geprüft hat", sei 1:1 übernommen worden, "ohne eine sportpolitische Entscheidung zu treffen".

Der DFB-Präsident hoffe nun, "dass auch die vier nicht berücksichtigten Bewerber unser gemeinsames Ziel, die EM 2024, weiter unterstützen und alle gemeinsam dazu beitragen, im kommenden Jahr eine starke Bewerbung des gesamten deutschen Fußballs abzugeben".

Dresden, Freiburg und Kaiserslautern hatten ihr zunächst bekundetes Interesse zurückgezogen.

Enttäuschung in Bremen, Wut in Mönchengladbach

Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald zeigte sich enttäuscht über die Nicht-Berücksichtigung des Bremer Weserstadions als möglicher Spielort bei der EM 2024. "Bremen hat eine starke Bewerbung abgegeben, aber ist leider nicht berücksichtigt worden", wird Hess-Grunewald in einer Mitteilung zitiert. "Wir sind nach wie vor überzeugt, dass Bremen mit seiner ganz besonderen Fußball-Atmosphäre der deutschen Bewerbung eine besondere Note gegeben hätte. Diese Stadt und die Region lebt Fußball und das hätten wir Europa auch gern gezeigt, daher sitzt die Enttäuschung schon tief."

Tief enttäuscht waren sie in Mönchengladbach: "Ich bin nicht sauer, ich bin stinksauer", kommentierte der ehemalige Weltmeister Rainer Bonhof am Freitag die Entscheidung. "Ich bin kurz davor, dass mein Hals platzt, weil ich wirklich damit gerechnet habe, dass Borussia nach all den Jahren die Dinge mal so gestaltet hat, mit dem Stadion, mit dem Umfeld, mit der super Zusammenarbeit mit der Stadt und der Präsentation, die wir abgeliefert haben, dann doch den Zuschlag kriegt", ergänzte Borussia-Vizepräsident Bonhof.

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin"

Freude herrschte naturgemäß in den berücksichtigten Städten. "Düsseldorf könnte erstmals seit 1988 Austragungsort eines internationalen Fußballturniers werden. Das ist ein Riesenerfolg für uns", meinte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Mit Stuttgart hat der DFB eine gute Wahl getroffen. Bereits bei der WM 2006 haben wir in Stuttgart ein tolles Fußball-Fest gefeiert und auch zuletzt gegen Norwegen hat sich das Stuttgarter Publikum absolut sportbegeistert und fair präsentiert." Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller frohlockte: "Der Magie des Schlachtrufs 'Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!' kann sich niemand entziehen."

Entscheidung über EM-Vergabe erst Herbst 2018

Nun muss sich der favorisierte DFB natürlich noch als Ausrichter durchsetzen: Neben Deutschland hat sich auch die Türkei um die EURO in sieben Jahren beworben.

Die Vergabe durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) findet im September 2018 statt. Der DFB hofft dann auf den Zuschlag, um zum zweiten Mal nach 1988 das Kontinentalturnier ausrichten zu dürfen. "Es wäre ein völlig falscher Eindruck, dass das Rennen schon gelaufen ist", betonte Grindel.

dpa/sid | Stand: 15.09.2017, 13:27

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