Zidane vor erstem Pflichtspiel "aufgeregt"

Zinedine Zidane bei einer Pressekonferenz

80.000 Augen auf Zidane - Real gegen La Coruna

Zidane vor erstem Pflichtspiel "aufgeregt"

Die Stunde der Wahrheit rückt näher: Nach der Aufregung um seine Inthronisierung zum Chefcoach von Real Madrid muss Zinedine Zidane bereits bei seiner Premiere auf dem heißen Stuhl der Königlichen am Samstagabend gegen Deportivo La Coruna Ergebnisse liefern, um nicht den Kritikern neues Futter zu geben.

"Ich bin mir darüber im Klaren, dass ein Trainer Ergebnisse vorweisen muss. Deshalb bin ich auch sehr aufgeregt", sagte "Zizou" vor seiner Feuertaufe, die den 19. Spieltag der Primera Division überstrahlt. Nicht nur die Augen der über 80.000 Zuschauer im wohl ausverkauften Estadio San Bernabeau sind auf den 43-Jährigen gerichtet, der erst am Montag das Zepter von Rafael Benitez übernommen hatte.

Mourinhos Name kreist bereits über Zidane

Diese Personalie hatte nicht bei allen Real-Anhängern Jubelstürme ausgelöst. "Ich bin sicher, dass er es schwer haben wird", sagte stellvertretend für viele Skeptiker der frühere Real-Präsident Ramon Calderon, der bereits wieder den Namen von Ex-Coach Jose Mourinho ins Spiel brachte. Auch Meistertrainer Ottmar Hitzfeld hatte aus der Ferne seine Bedenken geäußert: "Er ist ein Trainer ohne jegliche Erfahrung. Er lebt ausschließlich von seinem großen Namen als Spieler."

Dass Zidane in seiner neuen Funktion nicht nur mit offenen Armen empfangen wurde, ist dem französischen Volkshelden bewusst. "Ich stehe vor einer komplizierten Herausforderung, die mich aber sehr motiviert", sagte Zidane angesichts der nicht einfachen Aufgabe beim Tabellendritten. Die Real-Ikone, bereits der 14. Real-Trainer in den vergangenen 13 Jahren, ist zum Erfolg verdammt. Denn am Ende zählen vor allem für den herrischen Präsidenten Florentino Perez nur Titel. Das weiß der neue Coach von Weltmeister Toni Kroos auch schon aus seiner seiner Zeit als Spieler bei Real (von 2001 bis 2005) unter Perez. "Mir ist klar, dass man von mir und der Mannschaft Titel erwartet. Dieser Aufgabe stelle ich mich. Jetzt ist es aber wichtig, erst einmal gegen La Coruna zu gewinnen. Ich vertraue meinen Spielern, dass sie diese Aufgabe lösen", sagte Zidane.

Wirbel um Ronaldo

Derweil spekulieren spanische Medien noch vor der Premiere des neuen Hoffnungsträgers, dass der dreimalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo wegen angeblicher Differenzen mit Zidane die Königlichen im Sommer vorzeitig verlassen wird. Dies wurde vom neuen Real-Coach am Freitag aber in aller Schärfe dementiert. "So lange ich hier Trainer bin, wird Ronaldo den Verein nicht verlassen. Er ist unverkäuflich", sagte Zidane und machte dann deutlich, dass der Torjäger auch unter seiner Regie einen Freibrief hat: "Seine Rekorde sprechen für sich. Ich will, dass er bei uns glücklich ist."

Einige Medien hatten zuvor berichtet, Ronaldos Berater stünden mit dessen Ex-Klub Manchester United und Paris Saint Germain in Verhandlungen. Zidane hätte zudem angeblich schon einen Nachfolger für CR7 im Auge. Berichten türkischer Medien sowie des spanischen Sportblattes AS zufolge habe der Welt- und Europameister bereits seine Fühler nach dem deutschen Nationalspieler Mario Gomez ausgestreckt, der zurzeit für seinen neuen Klub Besiktas Istanbul nach Belieben trifft.

sid/red | Stand: 08.01.2016, 16:23

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