Die Eintönigkeit der Weltfußballer-Wahl

Die Eintönigkeit der Weltfußballer-Wahl

Seit 2008 heißt der Weltfußballer des Jahres entweder Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Auch für die Wahl heute Abend sind sie wieder nominiert - gemeinsam mit einem Debütanten.

Lionel Messi

Spannend dürfte auf jeden Fall die Kleiderwahl von Lionel Messi werden. Der Ballon d'Or-Sieger der Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012 ist für seinen modischen Wagemut bekannt. Der Argentinier ist praktisch immer zu Gast bei der Wahl - 2007, 2008, 2013 und 2014 war er zudem nominiert, ohne jedoch zu gewinnen.  In diesem Jahr spricht wieder viel für Messi, der mit Barcelona fünf Titel gewann. 43 Tore erzielte er auf dem Weg zum Meistertitel, zehn Tore bis zum Triumph in der Champions League.

Spannend dürfte auf jeden Fall die Kleiderwahl von Lionel Messi werden. Der Ballon d'Or-Sieger der Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012 ist für seinen modischen Wagemut bekannt. Der Argentinier ist praktisch immer zu Gast bei der Wahl - 2007, 2008, 2013 und 2014 war er zudem nominiert, ohne jedoch zu gewinnen.  In diesem Jahr spricht wieder viel für Messi, der mit Barcelona fünf Titel gewann. 43 Tore erzielte er auf dem Weg zum Meistertitel, zehn Tore bis zum Triumph in der Champions League.

Und die Anderen? Xaví Hernández vom FC Barcelona war auch schon dreimal unter den letzten Drei (2009, 2010, 2011), gereicht hat es für den kleinen Spanier aber nie - obwohl sein Trophäenschrank mit dem WM-Titel 2010 und den EM-Triumphen 2008 und 2012 auch ins Auge fällt.

Ebenso erfolgreich auf dem Feld ist Xavís Mannschaftkollege Andrés Iniesta - aber auch er hat den Ballon d'Or bisher nur aus der Ferne gesehen. 2012 wurde er Dritter.

Der letzte Sieger vor Messi und Ronaldo ist übrigens Kakà. Der brasilianische Mittelfeldspieler - Ballon d'Or-Gewinner 2007 - hat im Gegensatz zu seinen beiden Kollegen eine durchaus bunte Wechselgeschichte hinter sich. Vom AC Mailand ging es 2009 zu Real Madrid, wo er sich aber nie so richtig durchsetzen konnte. Also wechselte er zurück zu Milan, bevor er 2014 in die nordamerikanische Fußballliga ging. Während seines Engagements bei Orlando City wurde er auch für ein paar Monate an den FC Sao Paulo verliehen.

Ein Jahr bevor Kakà den Goldenen Ball gewann, also 2006, war das bislang letzte Mal, als weder Messi (Jahrgang 1987) noch Ronaldo (Jahrgang 1985) nominiert waren. Ebenfalls bemerkenswert: Mit Fabio Cannavaro gewann damals ein Abwehrspieler. Geholfen bei dieser Ausnahmewahl hat bestimmt auch der Gewinn Italiens bei der WM in Deutschland. Kapitän der Squadra Azzura: Cannavaro. Da war für Zinedine Zidane (Platz 2) und Ronaldinho (Platz 3) am Ende nichts zu holen.

In diesem Jahr tritt nun also Neymar an, das Duo Messi/Ronaldo endlich mal in den Schatten zu stellen und damit erfolgreicher zu sein als Neuer (2014), Franck Ribèry (2013, Bild), Iniesta (2012), Xaví (2009-11) und Fernando Torres (2008)

Neymar ist der erste Brasilianer seit Kakà, der den Sprung in die Endausscheidung schaffte. Indirekt wird damit ein Vorurteil aus Südamerika bestätigt, wonach nur Spieler, die in Europa spielen, bei der Wahl berücksichtigt werden. Mediale Präsenz ist ausschlaggebend für den Erfolg, wenn die Nationaltrainer und Kapitäne der 209 Mitgliedsverbände der FIIFA sowie ausgewählte Journalisten ihre Stimmen abgeben. Und da haben Ronaldo und Messi die Nase immer noch vorne.

Stand: 11.01.2016, 08:47 Uhr

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