FIFA-Wahl - Fast alle UEFA-Mitglieder für Infantino

Gianni Infantino bei der UEFA-Versammlung

Wahl des neuen Präsidenten

FIFA-Wahl - Fast alle UEFA-Mitglieder für Infantino

Die Spitze der Europäischen Fußball-Union unterstützt bei der Präsidentschaftswahl des Weltverbands FIFA mit einer großen Mehrheit UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino - was das nützt, muss sich erst noch zeigen.

Im Rennen um die FIFA-Präsidentschaft kann UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino vorerst nicht mit der Unterstützung aller, aber fast aller europäischen Fußballverbände kalkulieren. In einer Mitteilung der Europäischen Fußball-Union vom Freitag war nur von einer "großen Mehrheit der Nationalverbände" die Rede, die hinter der Kandidatur des Schweizers um das Amt des Weltverbandschefs stehen würden.

Verbände stimmen intern ab

Die Verbände hatten sich zuvor bei einem Treffen in Nyon offensichtlich nicht auf eine einheitliche Position einigen können. Nach jeweils internen Abstimmungen würden die jeweiligen Verbände nun einzeln ihre Präferenz für die FIFA-Wahl bekanntgeben, hieß es. Infantino bedankte sich dennoch bei der Mehrheit: "Ich habe heute eine vereinte europäische Gemeinschaft gesehen. Ich fühle mich sehr geehrt ob der Unterstützung, die ich erhalten habe und bin sehr zuversichtlich."

DFB klar für Infantino

Insgesamt sind 53 der 54 UEFA-Mitgliedsverbände bei der FIFA-Wahl stimmberechtigt. Nur Gibraltar ist kein FIFA-Mitglied. Der Deutsche Fußball-Bund hatte sich bereits vorab für Infantino ausgesprochen. Auch das UEFA-Exekutivkomitee mit dem früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als Vertreter der europäischen Top-Clubs stellte sich am Freitag hinter den Generalsekretär.

Neben Infantino bewerben sich Asiens Kontinental-Chef Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa aus Bahrain, Prinz Ali bin Al-Hussein aus Jordanien, der Südafrikaner Tokyo Sexwale und Jerome Champagne aus Frankreich um die Nachfolge des gesperrten Joseph Blatter. Stimmberechtigt sind alle 209 FIFA-Mitgliedsländer.

sid/dpa | Stand: 22.01.2016, 17:20

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