EM 2020 - Entscheidung über Brüssel naht

Modell des Eurostadions

UEFA-Exekutivkomitee tagt

EM 2020 - Entscheidung über Brüssel naht

Die EM 2020 findet in ganz Europa statt, alleine symbolisch sollte Brüssel deshalb eigentlich eine prägende Rolle spielen. Doch die Baumaßnahmen an dem Stadion brachten Probleme mit sich - Donnerstag könnte Brüssel aus der Liste der Austragungsorte fliegen.

Brüssels König-Baudouin-Stadion, das früher unter dem Namen Heysel-Stadion bekannt war, ist einer der Kandidaten für das Eröffnungsspiel der EM 2020 gewesen. Es wäre ein tragender Auftakt, ist Brüssel als Sitz der Europäischen Union doch ein Symbol für die europäische Einigung. Ob es zu der großen Show in Brüssel kommen wird, ist allerdings fraglich.

Streit um Baugenehmigung

Denn das neue "Eurostadion" - bislang nur wie im Foto oben in Modellen existent - soll komplett neu gebaut werden, auf der Fläche des Parkplatzes des alten Stadions. Doch es gab immer wieder Verzögerungen, wofür vor allem Streitigkeiten zwischen der Region Flandern und der belgischen Hauptstadt Brüssel verantwortlich waren. Verkürzt geht es um eine Baugenehmigung durch die Gemeinde Grimbergen in der Provinz Flämisch-Brabant, auf deren Gebiet sich der Bauort zu großen Teilen befindet.

Die UEFA als Veranstalter des milliardenschweren Turniers hat deshalb nun eine Entscheidung angesetzt. Am kommenden Donnerstag (07.12.2017) bei der Sitzung des Exekutivkomitees in Nyon (Schweiz) soll die Entscheidung fallen, ob Brüssel dabei ist. Bis zum 20. November hatte die UEFA Brüssel eine letzte Frist gesetzt, um alle Genehmigungen für den Bau des Stadions sowie einen "realistischen und garantierten Zeitplan" vorzulegen.

Der Chef des lokalen Organisationskomitees, Dimitri Huygen, bekräftigte Mitte November, dass die Belgier alle Unterlagen eingereicht hätten. "Wir sind absolut zuversichtlich, dass wir Spielort bleiben dürfen." Zumindest Ende September sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "Wir vertrauen immer noch Brüssel."

Plan B liegt zumindest bereit

Parallel arbeitete die UEFA aber bereits an einem Plan B. Alternativen für die geplanten drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale in Brüssel sind Stockholm, Cardiff und London. Die erste paneuropäische EM wird in 13 Städten Europas ausgetragen.

Neben Brüssel und München sind Dublin, Amsterdam, Baku, Bilbao, Bukarest, Budapest, Kopenhagen, Glasgow, London, Rom und Sankt Petersburg als Spielorte vorgesehen.

Spielortpartner für München wird festgelegt

Per Los wird die UEFA derweil den Spielort-Partner für München bestimmen. Der Verband hat verschiedene Varianten erarbeitet, wie die zwölf Stadien zu sechs Clustern kombiniert werden. In diesen Orten finden dann jeweils die sechs Spiele einer Gruppe sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale statt. Möglich erscheint eine Kombination für München mit Budapest oder Kopenhagen. Die beiden Halbfinals und das Endspiel finden in London statt.

nch/sid/dpa | Stand: 04.12.2017, 12:12

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