Transferverbot für Barcelona - Was wird aus ter Stegen?

Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen

FIFA bestraft FC Barcelona

Transferverbot für Barcelona - Was wird aus ter Stegen?

Wegen des Transfers minderjähriger Spieler hat der Fußball-Weltverband FIFA den FC Barcelona mit einem Transferverbot belegt. Das könnte auch für Gladbachs Towart Marc-Andre ter Stegen gelten.

Die Strafe für den spanischen Meister gelte für zwei volle Wechselperioden, teilte die FIFA am Mittwoch (2.4.2014) mit. In dieser Zeit darf der Verein keine Spieler kaufen. Der Klub dürfe trotzdem Spieler verkaufen, teilte eine FIFA-Sprecherin mit. Zudem müssen die Katalanen eine Geldstrafe in Höhe von 450.000 Schweizer Franken bezahlen und wurden angewiesen, "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen zu legalisieren".

Die harte FIFA-Sanktion könnte auch Auswirkungen auf den möglichen Wechsel von Marc-André ter Stegen nach Barcelona haben. "Ich habe davon noch nichts gehört und ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir wollt. Ich will dazu nichts sagen. Fakt ist: ich werde Borussia auf jeden Fall im Sommer verlassen", sagte der Torhüter von Borussia Mönchengladbach der Zeitung "Express". Auch ein Vereinssprecher des Bundesligisten erklärte lediglich: "Wir sagen dazu nichts."

Knackpunkt: Am Niederrhein gehen alle davon aus, dass Barcelona ter Stegens neuer Arbeitgeber ist, bislang fehlt allerdings eine offizielle Bestätigung des Transfers. Sollte der Wechsel schon fix und der Vertrag unterzeichnet sein, würde die Strafe laut FIFA nicht greifen. Sollte der Wechsel platzen, macht Gerd vom Bruch, ter Stegens Berater, der Borussia keine Hoffnungen. "Zwar hat Marc-Andre noch einen gültigen Vertrag bei der Borussia, aber ich mir kann nicht vorstellen, dass er dort bleibt", sagte er. Der Klub hatte als Ersatz für den scheidenden Keeper zuletzt Yan Sommer vom FC Basel verpflichtet.

Barcelona zieht vor den CAS

Fans des FC Barcelona

Auch der spanische Verband RFEF muss wegen der Verstöße gegen Artikel 19 des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern" 500.000 Schweizer Franken bezahlen. Die FIFA forderte den RFEF auf, "innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich des internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball zu legalisieren". Beide Parteien können bei der FIFA-Berufungskommission Einspruch einlegen. Der FC Barcelona legt derweil Einspruch gegen das Transferverbot der FIFA ein. Wie der spanische Fußballmeister am Mittwochabend in einem Kommuniqué mitteilte, wird der Club in dieser Sache den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Zudem wollen die Katalanen den Antrag stellen, die vom Weltverband FIFA verhängten Sanktionen auszusetzen.

"Wir sehen die Sache gelassen", zitierte das spanische Online-Sportblatt "as.com" Vereinskreise des FC Barcelona. "Wir haben 90 Tage Zeit, unsere Position darzulegen und zu erläutern, weshalb wir diese Spieler verpflichtet haben", hieß es. Es ist also noch nicht sicher, dass sich das Transferverbot auf den Sommer 2014 und die anschließende Wechselperiode im Winter 2014/2015 bezieht. In letzter Instanz könnte der Klub vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

Zehn minderjährige Spieler unrechtmäßig verpflichtet?

Der drastischen Strafe gingen Ermittlungen der FIFA und der verbandseigenen Disziplinarkommission voraus. "Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die über verschiedene Zeiträume zwischen 2009 und 2013 beim Verein registriert waren und mit diesem an Wettbewerben teilnahmen", hieß es in dem FIFA-Statement. Dem spanischen Meister werden Verstöße gegen die Transferbestimmungen bei zehn minderjährigen Spielern vorgeworfen. Um welche Akteure es sich handelt, teilte die FIFA aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht mit.

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat die Strafe als richtigen Schritt bewertet. "Ungeachtet des Vereins, den das Urteil jetzt trifft, begrüße ich, dass die FIFA den Schutz von Minderjährigen ernst nimmt und den Auswüchsen, dass schon Spieler unter 18 Jahren international transferiert werden, entgegentritt. Das ist ein richtiges Signal", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig der Zeitung "Die Welt".

sid/dpa | Stand: 02.04.2014, 12:17

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