Die Premier League kauft groß in Deutschland ein

Für fast 50 Millionen Euro hat die Premier League vier Fußballer aus der Bundesliga eingekauft. Der teuerste Transfer ist aber ein Belgier, der aus Frankreich nach England wechselt.

Shinji Kagawa

Nach zwei Jahren mit drei Titeln bei Borussia Dortmund ist Shinji Kagawa nach England gewechselt. Mit Manchester United strebt er die Meisterschaft in der Premier League an. Der Japaner kostete etwa 15 Millionen Euro Ablöse, bei sportlichem Erfolg mit United dürfte es Zuschläge für den BVB geben. In der Bundesliga kassierten noch weitere Bundesligisten viel Geld aus England.

Nach zwei Jahren mit drei Titeln bei Borussia Dortmund ist Shinji Kagawa nach England gewechselt. Mit Manchester United strebt er die Meisterschaft in der Premier League an. Der Japaner kostete etwa 15 Millionen Euro Ablöse, bei sportlichem Erfolg mit United dürfte es Zuschläge für den BVB geben. In der Bundesliga kassierten noch weitere Bundesligisten viel Geld aus England.

Der FC Arsenal soll zwölf Millionen für Lukas Podolski an den 1. FC Köln direkt bezahlt haben. Weitere Millionen gibt es durch zwei vereinbarte Freundschaftsspiele mit dem Klub aus London.

Bestätigt ist die Summe nicht, aber die Tottenham Hotspurs sollen zehn Millionen Euro an 1899 Hoffenheim für Gylfi Sigurdsson gezahlt haben. Der Bundesligist hatte den isländischen Nationalspieler zuvor schon an Swansea City ausgeliehen.

Der Transfer erstaunte nicht nur viele Experten. Marko Marin erhielt trotz einer schwachen Saison beim SV Werder ein Angebot des FC Chelsea - und nahm es an. Die Bremer kassierten etwa neun Millionen Euro.

Geld spielt seit vielen Jahren beim FC Chelsea eine untergeordnete Rolle, denn der Oligarch Roman Abramowitsch versogt den Klub aus London damit reichlich. Für Eden Hazard musste Chelsea angeblich 40 Millionen Euro an den OSC Lille zahlen. Der Belgier ist damit der teuerste Transfer der Premier League (Stand: 23.07.12).

Auf einen Marktwert von etwa 30 Millionen Euro wird Robin van Persie geschätzt. Trainer Arsène Wenger möchte den niederländischen Stürmer auch gerne beim FC Arsenal halten. Doch es gibt Angebote für van Persie, und der scheint einem Wechsel nicht abgeneigt. Manchester Uniteds Trainer Alex Ferguson gab zu, dass er bei seinem Kollegen Wenger abgeblitzt sei. Angeblich soll auch Uniteds Stadtrivale City an van Persie interessiert sein. Der englische Meister war bislang (Stand: 23.07.12) noch gar nicht auf dem Transfermarkt aktiv, was für den neureichen Meister ungewöhnlich ist.

Der FC Liverpool zahlte etwa 13 Millionen Euro an AS Rom, um den Mittelstürmer Fabio Borini zu bekommen.

Durch die Verpflichtung von Borini ist noch offensichtlicher geworden, dass der FC Liverpool keinen gesteigerten Wert mehr auf Andy Carroll (li.) legt. Sein ehemaliger Klub Newcastle United hätte den englischen Nationalstürmer gerne zurückgeholt, wollte aber zunächst ein Leihgeschäft. Liverpool lehnte ab.

Mit gleich zwei Neuzugängen aus der Bundesliga präsentierte sich der FC Fulham. Mladen Petric (li.) kam vom Hamburger SV, Sascha Riether auf Leihbasis vom 1. FC Köln. Während der Absteiger noch eine Gebühr kassierte, erhielt der HSV keine Ablöse.

Dank eines reichen Unternehmers aus Malaysia steht den Queens Park Rangers ziemlich viel Geld zur Verfügung. QPR nutzte es unter anderem, um den Südkoreaner Ji-Sung Park zu verpflichten. Ebenfalls von Manchester United nach West-London kam Fabio. Der brasilianische Verteidiger wurde ausgeliehen.