Die Premier League im Jahr 2012

Der Meister und der Tabellenführer kommen aus Manchester, die Enttäuschung und eine Überraschung aus Liverpool - die Premier League 2012.

Meisterfeier Manchester City

Was für ein irres Finale in der englischen Premiere League! Am letzten Spieltag der Saison 2011/12 benötigt Manchester City einen Sieg gegen die Queens Park Rangers, liegt aber mit 1:2 zurück, als es in die Nachspielzeit geht. Dann drehen Edin Dzeko und Sergio Agüero das Spiel mit ihren Treffern noch. City zieht mit der besseren Tordifferenz noch am Stadtrivalen United vorbei. Vor dem Rathaus wird die dritte Meisterschaft nach 1937 und 1968 gefeiert.

Was für ein irres Finale in der englischen Premiere League! Am letzten Spieltag der Saison 2011/12 benötigt Manchester City einen Sieg gegen die Queens Park Rangers, liegt aber mit 1:2 zurück, als es in die Nachspielzeit geht. Dann drehen Edin Dzeko und Sergio Agüero das Spiel mit ihren Treffern noch. City zieht mit der besseren Tordifferenz noch am Stadtrivalen United vorbei. Vor dem Rathaus wird die dritte Meisterschaft nach 1937 und 1968 gefeiert.

Vor dem Jahreswechsel 2012/13 hat Manchester United die Kräfteverhältnisse in der Stadt wieder zurecht gerückt. Die Red Devils haben als Tabellenführer nach 20 Spieltagen sieben Punkte mehr auf dem Konto als City. Herausragend ist die Zahl von 50 erzielten Toren, 14 davon gehen auf das Konto von Neuzugang Robin van Persie. Allerdings zeigt United auch häufig Schwächen in der Abwehr, wovon 28 Gegentreffer zeugen.

Am 1. Oktober 1996 hat Arsène Wenger seine Arbeit beim FC Arsenal aufgenommen. Das Jahr 2012 ist für den französischen Trainer das schwierigste geworden. Er steht oft massiv in der Kritik bei vielen Fans der Gunners, die ihm so lange bedingungslos vertraut haben. Tiefpunkt für Wenger ist Anfang Dezember das Aus im Ligapokal beim Viertligisten Bradford City. Anschließend aber geht es für Wenger und die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker mit drei Siegen hintereinander in der Liga wieder aufwärts.

Der FC Liverpool klingt nur noch vom Namen wie ein Spitzenklub. Trotz Spielern wie Steven Gerrard, Joe Cole, Luis Suarez oder Nuri Sahin findet sich der 18-malige Meister erneut im Mittelfeld wieder.

Anders als der große Rivale aus der Stadt Liverpool glänzt der FC Everton. Die Toffees überzeugen ohne die ganz großen Namen und haben gute Chancen, sich für den Europapokal zu qualifizieren. Bester Torschütze Evertons bis zum Jahreswechsel ist Maroune Fellaini (Foto) mit acht Treffern. Der Belgier fällt allerdings auch unangenehm auf. Nach einem Kopfstoß im Spiel gegen Stoke wird er für drei Spiele gesperrt.

Kleiner Etat, solider Erfolg: Stoke City jubelt zwar relativ selten, aber bekommt noch seltener Gegentore. Die Mannschaft des ehemaligen deutschen Nationalspielers Robert Huth ist vor allem im eigenen Stadion eine Macht. Die bislang letzte Niederlage datiert vom 4. Februar.

Seit dem Sommer spielt Marko Marin beim Champions-League-Sieger FC Chelsea. Wobei, er spielt dort kaum. Der ehemalige Gladbacher und Bremer kommt in der Premier League auf ein paar Einsatzminuten nach Einwechslungen.

In der ersten Jahreshälfte läuft es prima für Paul Lambert. Er führt Norwich City als Aufsteiger auf den zwölften Tabellenplatz. Dann wechselt er zu Aston Villa. Warum, das fragen sich sofort ziemlich viele Fußballfans. Die Zweifel kann Lambert nicht ausräumen. Der ehemalige Profi, der mit Borussia Dortmund 1997 die Champions League gewonnen hat, schwebt mit seiner neuen Mannschaft wieder in Abstiegsgefahr. Die Ergebnisse von Villa vor dem Jahreswechsel sind eine Katastrophe. Es setzt Niederlagen gegen den FC Chelsea (0:8), Tottenham Hotspur (0:4) und Wigan Athletic (0:3).