Premier League - ManUnited erklimmt die Spitze

Uniteds Marcus Rashford und Romelu Lukaku (r.) jubeln

Premier League, 1. Spieltag

Premier League - ManUnited erklimmt die Spitze

Manchester United hat Aufsteiger Huddersfield Town von der Tabellenspitze der Premier League verdrängt und feierte einen standesgemäßen Auftaktsieg nach verrückten Auftaktspielen der Konkurrenten zuvor.

Neuzugang Romelu Lukaku schoss den englischen Rekordmeister am Sonntag (13.08.2017) mit einem Doppelpack an die Tabellenspitze der Premier League. Der 100-Millionen-Mann traf beim verdienten 4:0 (1:0) gegen West Ham United in der 33. und 53. Minute. Lukaku war Anfang Juli vom FC Everton nach Manchester gewechselt. West Ham begann in Old Trafford mutig, ehe die von José Mourinho trainierten Hausherren mehr und mehr die Kontrolle übernahmen.

Die verdiente Führung resultierte aus einem Konter: Marcus Rashford spielte einen Steilpass auf Torjäger Lukaku, der eiskalt blieb und gleich bei seiner Heimpremiere traf. Nach der Pause legte der Belgier nach einem Freistoß des Ex-Dortmunders Henrich Mchitarjan per Kopf seinen zweiten Treffer nach. In der Schlussphase sorgten Anthony Martial (87.) und Paul Pogba (90.) für den Sprung auf Rang eins.

Meister Chelsea blamiert sich

David Wagner

David Wagner

Der FC Chelsea hatte am Samstag zu Hause sensationell 1:3 (0:3) gegen den FC Burnley verloren. Gary Cahill flog in der 12. Minute vom Platz, zur Halbzeit stand es nach Toren von Sam Vokes (24./43.) und Stephen Ward (39.) bereits 0:3. Das Tor der "Blues" erzielte Zugang Alvaro Morata (69.), dann sah auch noch Cesc Fabregas Gelb-Rot (82.). Das Liga-Debüt des deutschen Nationalverteidigers Antonio Rüdiger geriet damit zu einem Albtraum.

Fans feiern Huddersfield

Der deutsche Teammanager David Wagner führte Huddersfield Town im ersten Spiel nach dem Aufstieg zu einem 3:0 (2:0) bei Crystal Palace. Ein Eigentor von Palace-Profi Joel Ward (23. Minute) und ein Doppelpack von Steve Mounie (26./78.) bescherten Huddersfield den ersten Sieg nach der Rückkehr in Englands höchste Spielklasse nach 45 Jahren. 3.000 mitgereiste Fans im Selhurst Park in Süden Londons feierten den Aufsteiger lautstark und sangen: "Wir gewinnen die Meisterschaft."

ManCity standesgemäß

Auch Wayne Rooney stand im Fokus. Der erfahrene Stürmer traf für den FC Everton im ersten Liga-Spiel nach seiner Rückkehr von Manchester United zum Endstand von 1:0 (1:0) gegen Stoke City. Sein letztes Ligator für Everton hatte Rooney 2004 erzielt. Manchester City setzte sich bei Aufsteiger Brighton & Hove Albion mit 2:0 (0:0) durch. Sergio Agüero (70.) traf zur Führung, Lewis Dunk (75.) unterlief ein Eigentor. Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané wurde in der 68. Minute eingewechselt. Ilkay Gündogan, der nach langwieriger Knieverletzung vor dem Comeback steht, war noch nicht im Kader. Für Brighton spielte der ehemalige Ingolstädter Pascal Groß von Beginn an.

Liverpool verschenkt den Sieg in der Nachspielzeit

Ein Gegentor in der Nachspielzeit brachte Jürgen Klopp und FC Liverpool um einen gelungenen Saisonstart. Der deutsche Teammanager führte in seinem 100. Pflichtspiel mit dem 18-maligen englischen Fußball-Meister nach zweimaligem Rückstand beim FC Watford, bis Miguel Britos (90.+3) per Kopf zum Endstand von 3:3 (2:1) traf. "Das dritte Tor war Abseits", sagte Klopp, "das ist Pech für uns. Wir hatten ja genügend Chancen, das Spiel vorher zu entscheiden."

Salah bei seinem ersten Ligaspiel für Liverpool gegen Watford

Für Liverpool trafen Sadio Mane (29.), Roberto Firmino (55., Foulelfmeter) und der ägyptische Star-Zugang Mohamed Salah (57.). Philippe Coutinho stand wie angekündigt nicht im Aufgebot der "Reds". Der brasilianische Offensivspieler ist verletzt, treibt im Hintergrund offenbar weiterhin einen Wechsel zum FC Barcelona voran.

Spektakulärer Auftakt für Arsenal

Leicesters Shinji Okazaki (M.) versucht sich gegen zwei Arsenal-Spieler durchzusetzen

Leicesters Shinji Okazaki (M.) versucht sich gegen zwei Arsenal-Spieler durchzusetzen.

Am Freitagabend hatte der FC Arsenal die 26. Premier-League-Saison spektakulär eröffnet. Dank eines späten Doppelschlags rang die Mannschaft des deutschen Weltmeisters Mesut Özil die Gäste von Leicester City mit 4:3 (2:2) nieder. Die eingewechselten Aaron Ramsey (83.) und Olivier Giroud (85.) verhinderten einen Fehlstart. "In der Offensive und mental haben wir es großartig gemacht", sagte Teammanager Arsene Wenger. Er kritisierte jedoch: "Es waren einige unnötige Gegentore dabei, daran müssen wir arbeiten."

Nur 94 Sekunden benötigte 53-Millionen-Euro-Neuzugang Alexandre Lacazette für sein erstes Tor im Dress des FC Arsenal. Der frühere Mainzer Shinji Okazaki (5.) und Nationalstürmer Jamie Vardy (29.) sorgten für die Wende, ehe Danny Welbeck quasi mit dem Pausenpfiff noch der Ausgleich gelang (45.+2). Erneut Vardy (56.) brachte Leicester wieder in Führung, ehe Arsenal noch einmal zurückkam. Vom deutschen Weltmeister-Trio stand nur Özil in der Arsenal-Startelf. Shkodran Mustafi musste auf der Bank Platz nehmen, Per Mertesacker war gar nicht im Kader. Dafür spielte der Ex-Schalker Sead Kolasinac von Beginn an. Bei Ex-Meister Leicester fehlte der deutsche Verteidiger Robert Huth wegen einer Knöchelverletzung.

dpa/sid | Stand: 12.08.2017, 19:18

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