Premier League - Liverpool fordert Spitzenreiter City

Jürgen Klopp

Spitzenspiel in England

Premier League - Liverpool fordert Spitzenreiter City

Der FC Liverpool ist seit 17 Spielen ungeschlagen. Jetzt fordert das Team von Trainer Jürgen Klopp Premier-League-Spitzenreiter Manchester City. Doch seit dem Coutinho-Wechsel herrscht Unruhe.

So manch ein Fan des FC Liverpool kann sich an die letzte Niederlage gar nicht mehr erinnern. Am 22. Oktober 2017 verlor das Team von Trainer Jürgen Klopp in der Premier League mit 1:4 bei Tottenham Hotspur. Seitdem sind die "Reds" wettbewerbsübergreifend seit 17 Spielen ungeschlagen. Noch nie war der FC Liverpool unter Klopp so erfolgreich.

Jetzt fordert das Team am Sonntag (14.01.18) an der heimischen Anfield Road Spitzenreiter Manchester City und würde wohl nichts lieber tun, als der "Übermannschaft" von Coach Pep Guardiola die erste Saison-Niederlage zuzufügen. Und die Statistik spricht für das Team. Liverpool ist seit 14 Heimspielen gegen City ungeschlagen.

Enges Rennen um die Champions-League-Plätze

Zwar ist City mit einem Vorsprung von 18 Punkten gegenüber Liverpool unerreichbar für die "Reds", doch ein Sieg wäre dennoch enorm wichtig.  Denn das Rennen um die Champions-League-Plätze ist in England enorm eng. Liverpool ist Vierter und kämpft gegen Manchester United und den FC Chelsea um die Qualifikation für die Königsklasse. Tottenham und der FC Arsenal liegen in Lauerstellung.

"Liverpool kann jeden schlagen"

"Klar, hat City eine hohe Qualität, und wir wissen, dass sie die Liga dominieren. Aber ich denke, an einem guten Tag kann Liverpool in seiner aktuellen Form jeden schlagen", sagt Ex-Profi Jason McAteer: "Wir haben natürlich Respekt, aber es gibt keinen Grund, Angst zu haben."

Zudem hat Liverpool etwas gut zu machen. In der Hinrunde setzte es eine 0:5-Klatsche bei City. Liverpool stünde ohnehin wesentlich besser da, wenn es nicht den Saisonstart verschlafen hätte. Klopps Team musste sich zudem in dieser Saison schon acht Mal mit einem Unentschieden begnügen.

Liverpool gegen City - das ist das Duell der besten Sturmreihen. 63 Tore hat City mit seinem Topstürmern Raheem Sterling (14 Tore) und Sergio Aguero (13 Treffer) schon geschossen. Liverpool hat 50 Treffer auf dem Konto und setzt Roberto Firmino (9 Tore) und Mohamed Salah (17 Tore) dagegen. 

Coutinho weg, Juve will Can

Doch in Liverpool herrscht vor dem Spitzenspiel Unruhe. Zu Jahresbeginn musste Klopp seinen brasilianischen Star Philippe Coutinho zum FC Barcelona ziehen lassen. Der Coach zeigte sich "enttäuscht" und gab den 25-Jährigen nur "mit großem Widerwillen" frei.  Man habe "alles Mögliche" versucht, um den Brasilianer zu halten.

Un der nächste Spieler ist schon auf dem Sprung. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin wirbt offen um den deutschen Nationalspieler Emre Can - und der ist durchaus abwanderungswillig. "Wenn ich Juventus wäre, würde ich ihn verpflichten, wenn die Möglichkeit besteht", sagte Juve-Spieler Sami Khedira.

Kommt Keita sofort?

Liverpool ist nun händeringend auf der Suche nach einem Ersatz für Coutinho. Medien zufolge handelt es sich um den zweitteuersten Transfer aller Zeiten: Liverpool hat 120 Millionen Euro Ablöse bekommen, jedoch könnte die Summe durch Bonuszahlungen auf rund 160 Millionen Euro ansteigen.

Doch wohin mit dem Geld? Thomas Lemar von AS Monaco und Riyad Mahrez von Leicester City gelten als heiße Kandidaten. Und auch RB Leipzigs Naby Keita. Der soll eigentlich erst im Sommer kommen, doch Klopp will ihn jetzt offenbar sofort. Liverpool ist offenbar bereit, für einen sofortigen Wechsel weitaus mehr zu zahlen als die bisher ausgehandelten 70 Millionen Euro.

"Trophäen zurück nach Anfield zu bringen"

Trotz des Weggang seines Spielmachers Coutinho ist sich Klopp sicher, dass Liverpool die Situation meistern wird. "Ich bin jetzt lange genug hier, um zu wissen, dass in der Geschichte Liverpools immer wieder Schlüsselspieler gegangen sind. Mit dem Verein geht es allerdings immer weiter", sagte der ehemalige Dortmunder Coach. Und auch das Team gab sich im Training betont locker und gelöst. Zudem gab es ja auch positive Nachrichten. So hatte Liverpool zuletzt für 84,5 Millionen Euro den niederländischen Innenverteidiger Virgil van Dijk vom FC Southampton verpflichtet.

Klopp bleibt betont optimistisch: "Wir gehen unseren Weg des Fortschritts und der Entwicklung weiter und arbeiten an unserem gemeinsamen Ziel, die Trophäen zurück nach Anfield zu bringen."

red/dpa/sid | Stand: 11.01.2018, 12:58

Darstellung: