England gegen Deutschland - die Fakten

Marcus Rashford (l.) gegen Mats Hummels

Deutsche Nationalmannschaft

England gegen Deutschland - die Fakten

Der erste Härtetest nach der WM-Qualifikation für die DFB-Elf steht an. Der Weltmeister trifft in Wembley auf England, das sich ebenfalls als Gruppensieger qualifizieren konnte. Die Fakten zum Spiel.

So lief die WM-Qualifikation:
Zwei der drei "klarsten" Qualifikanten Europas für das Turnier in Russland treffen im ausverkauften Stadion von Wembley aufeinander. Die DFB-Elf holte mit der perfekten Ausbeute von 30 Punkten ganze elf Zähler mehr als der Gruppenzweite Nordirland, die Engländer von Trainer Gareth Southgate blieben ebenfalls ungeschlagen, spielten allerdings zweimal remis. Acht Zähler mehr als der Gruppenzweite Slowakei waren es am Ende. Es ist außerdem das Duell des erfolgreichsten Angriffs (Deutschland, 43 Treffer) gegen die beste Abwehr (England, drei Gegentore).

Personal:
Bei der DFB-Elf fehlen aus dem nominierten Aufgebot Amin Younes, der wegen einer Verletzung abgesagt hat, sowie Jérôme Boateng (muskuläre Probleme) und wahrscheinlich auch Toni Kroos, für den ein Einsatz nach einem Magen-Darm-Infekt wohl zu früh käme. Bei den Engländern fehlt Tottenhams Dele Alli, auch Harry Kane (Tottenham), Raheem Sterling (Manchester City) und Jordan Henderson (FC Liverpool) sind nicht dabei. Ersatzkeeper Jack Butland musste ebenfalls die Heimreise antreten. Jack Cork vom FC Burnley und Tammy Abraham von Swansea könnten zu ihren Debüts kommen. Genau wie bei Deutschland Marcel Halstenberg, dem Bundestrainer Joachim Löw eine Startelf-Garantie gibt.

Die schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde wird in Abwesenheit von Manuel Neuer entweder von Sami Khedira oder Mats Hummels getragen. Die Rückkehrer Ilkay Gündogan und Mario Götze werden wohl nach fast genau einem Jahr verletzungsbedingter Abstinenz ihr Comeback geben dürfen.

Stimmen:
Joachim Löw: "Auf der einen Seite wollen wir ein gutes Spiel machen, das Ergebnis ist ein wichtiges Kriterium. Aber ich will es auch hintenanstellen und gegen so eine Mannschaft experimentieren. Wir wollen Spieler sehen, die sonst nicht so oft bei uns zum Einsatz kommen. Wir brauchen außerdem Spieler, die im Spielaufbau sicher sind. Die Engländer sind brandgefährlich."

Mats Hummels: "Für mich ist das etwas Großartiges. Ich freue mich unheimlich auf diese Partie in einem tollen Stadion, gepaart mit einer besonderen Atmosphäre."

Gareth Southgate: "Das ist ein hervorragender Test für uns. Zweimal vor vollem Haus zu spielen, das sind die Spiele, für die man lebt. Wenn wir in diesen Spielen nichts ausprobieren, wann wollen wir dann etwas über diese Mannschaften lernen für Russland?"

Bilanz:
Die Bilanz der Deutschen gegen England sieht mit 15 Siegen, vier Remis und 16 Niederlagen sehr ausgeglichen aus. Bedenkt man aber, dass zehn Siege der "Three Lions" noch aus den Jahren vor 1967 datieren, kann man der DFB-Elf in der jüngeren Vergangenheit ein durchaus gutes Zeugnis gegen den Rivalen ausstellen. In England hat man seit 1975 nicht verloren und auch das jüngste Aufeinandertreffen war ein Erfolg: Beim "Abschiedsspiel" von Lukas Podolski siegte Deutschland dank eines Treffers des ehemaligen Kölners im März dieses Jahres mit 1:0.

Sonstiges:
Löw könnte sich bei einem Sieg der Deutschen eine weitere Rekordmarke ans Revers heften: Im Fußballtempel von Wembley gelang es bisher noch keinem Bundestrainer, drei Siege zu feiern. 2007 (2:1) und 2013 (1:0) gewann Deutschland unter dem 57-Jährigen dort bereits.

Die möglichen Aufstellungen:
Deutschland: Ter Stegen - Kimmich, Hummels, Süle, Halstenberg - Khedira, Gündogan - Sané, Özil, Götze - Werner
England: Hart - Walker, Cahill, Stones, Rose - Livermore, Dier, Loftus-Cheek - Lingard, Vardy, Rashford
Schiedsrichter: Pawel Raczkowski (Polen).

red/dpa/sid | Stand: 10.11.2017, 08:30

Darstellung: