Messi und Sasic sind Europas Beste

Lionel Messi nach seiner Wahl zu Europas Fußballer des Jahres

Europas Fußballer des Jahres

Messi und Sasic sind Europas Beste

Lionel Messi ist erwartungsgemäß zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden. Bei den Frauen triumphierte die inzwischen zurückgetretene ehemalige deutsche Nationalspielerin Celia Sasic.

Die 27-Jährige Sasic setzte sich bei der Journalisten-Abstimmung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag (27.08.2015) in Monaco gegen ihre ehemalige Teamkollegin Dzsenifer Marozsan (1. FFC Frankfurt) und die Französin Amandine Henry (Olympique Lyon) durch. Messi, Champions-League-Sieger mit dem FC Barcelona, verwies seinen ewigen Konkurrenten Cristiano Ronaldo von Real Madrid und seinen Barca-Sturmpartner Luis Suarez aus Uruguay auf die Plätze. "Das ist wunderbar. Ich bin sehr glücklich. Es war ein unglaubliches Jahr", sagte Messi.

Sasic macht das deutsche Triple perfekt

Celia Sasic

Celia Sasic

Während die Weltmeister von Bundestrainer Joachim Löw bei der Journalisten-Wahl im Grimaldi Forum keine Rolle spielten, räumte in Sasic wieder eine deutsche Nationalspielerin ab. Die im Sommer nach der WM in Kanada zurückgetretene Angreiferin tritt damit die Nachfolge von Nadine Angerer (2013) und Nadine Keßler (2014) an.

Sasic gewann in der vergangenen Saison zusammen mit Marozsan im Frankfurter Trikot die Champions League, Ende Juli war sie bereits zu Deutschlands bester Spielerin gewählt worden. Dennoch entschied sie sich für den Rücktritt. "Es waren wunderbare Jahre", sagte sie. In den Geschichtsbüchern hat sie ihren Platz spätestens seit Donnerstag sicher.

Messi überragt alle

Am neuen alten König Messi war im Fürstentum praktisch kein Vorbeikommen. Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Deutschland im vergangenen Jahr hatte der viermalige Weltfußballer seinen Frust im Trikot der Katalanen abgebaut. Insgesamt vier Titel im Wahlzeitraum, darunter der Champions-League-Triumph von Berlin, und 58 Treffer in allen Wettbewerben stehen in seiner Saison-Statistik.

Top-Torjäger Ronaldo (61 Tore), immerhin noch amtierender Weltfußballer, gewann mit den Königlichen in der Saison 2014/15 "nur" das eher unbedeutende Duell um den europäischen Supercup und das Endspiel der FIFA-Klub-WM. Suarez holte zwar zusammen mit Messi auch alle wichtigen Titel - er spielte im Vergleich zum "Floh" aber nur die Nebenrolle im Starensemble Barcelonas.

Bundesliga spielt keine Rolle

Aus der Bundesliga war bei der Wahl niemand zu sehen. Schon auf der zehn Weltstars umfassenden "Shortlist" stand kein Nationalspieler - Thomas Müller, Toni Kroos oder Neuer tauchten nicht auf. Der Bayern-Keeper landete auf Platz zwölf, bester Bundesligaprofi der Saison 2014/15 war Arjen Robben (Platz elf).

red/sid/dpa | Stand: 27.08.2015, 19:01

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